Im September vor 80 Jahren ging das «Echo der Zeit» zum ersten Mal auf Sendung. Heute gehört das Format zu den ältesten deutschsprachigen Informationssendungen. Zum Jubiläum gibt es eine Live-Ausgabe vor Publikum mit Bundesrat und Medienminister Albert Rösti als Gast. Seit kurzem ist ausserdem das komplette Archiv-Material seit 1945 öffentlich zugänglich.
Der am 22. Juni 1936 in Lagoa da Canoa geborene brasilianische Musikerneuerer, Komponist und Multiinstrumentalist Hermeto Pascoal (Bild) ist am 13. September 2025 in Rio de Janeiro gestorben. Er zählte zu den bekanntesten avantgardistischen Musikern Brasiliens und gilt als brasilianische Jazz-Koryphäe. «Mit seiner Verbindung von melodischer Fantasie, Free Jazz und komplexer brasilianischer Rhythmik, von ausgeklügelter Orchestrierung und freier Entwicklung in offenen Probenformen hat Pascoal entscheidender zur Entwicklung einer zeitgenössischen rhythmischen Musik mit Improvisationsanteilen beigetragen als viele Komponisten und Arrangeure aus dem direkten Jazz-Umkreis». (*)
Mit diesen Auszeichnungen macht die Art Foundation Pax auf die digitale Kunst in der Schweiz aufmerksam. Die Preise, die sie in Zusammenarbeit mit dem HEK vergibt, sollen der Förderung von etablierten und aufstrebenden Schweizer Medienkunstschaffenden dienen. Neben dem Hauptpreis (CHF 30‘000) und zwei Förderpreisen (je CHF 15‘000) werden seit 2024 zusätzlich jeweils zwei junge Talente von Schweizer Kunsthochschulen mit einem Talentförderpreis (je CHF 1‘000) unterstützt. 2025 waren die Kunsthochschulen EDHEA (Schule für Gestaltung und Hochschule für Kunst) in Siders im Wallis und die ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) Partner. Die Pax Art Awards wurden am 11. September 2025 im HEK (Haus der Elektronischen Künste) Münchenstein / Basel zum achten Mal verliehen.
Das Residenzprogramm des Istituto Svizzero (ISR) richtet sich an Künstler:innen und Forscher:innen, «die einen Beitrag zur Zukunft der Kunst, Wissenschaft und Innovation leisten wollen», wie es in der Ausschreibung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia heisst. Diese Ausschreibung steht allen Schweizer Bürger:innen sowie allen Personen offen, die einen Schweizer Wohnsitz oder eine Verbindung zu einer kulturellen oder wissenschaftlichen Einrichtung in der Schweiz nachweisen können. Das Istituto Svizzero ist seit 2005 Partnerinstitution der Pro Helvetia.
Der am 3. Dezember 1956 in Prag geborene Schweizer Jazz-Schlagzeuger David Elias (Bild) ist am 12. September 2025 gestorben. Elias, der seit 1968 in der Schweiz lebte, studierte an der Swiss Jazz School in Bern (Diplom 1979). Er begann seine Karriere mit Bands wie dem Swiss Jazz Quintet und der Bigband von Mani Planzer, mit Pony Poindexter und Vince Benedetti in der Schweiz, bevor er seine Tätigkeit dann in Deutschland bei Bob Degen und Zipflo Reinhardt fortsetzte. Vermehrt wirkte er in Bands um Joe Haider, in dessen Jazz Schule München er auch als Lehrer tätig war. Dann arbeitete er mit zahlreichen Musikern wie Hannibal Marvin Peterson, Archie Shepp, Buddy DeFranco, Woody Shaw, Heinz Sauer, Aki Takase, Franco Ambrosetti, Clifford Jordan oder den Great Guitars feat. Herb Ellis und Charlie Byrd. Später spielte er auch Hot Jazz, vor allem als Mitglied der Swiss Dixie Stompers, und er begleitete Gastsolisten wie John Barnes, Doc Cheatham, Peanuts Hucko oder Beryl Bryden. Daneben bildete er mit Wege Wüthrich, Franz Biffiger und Michel Poffet die Gruppe Friends 4 Friends; auch kam es zur regelmässigen Zusammenarbeit mit Max Neissendorfer, Marianna Polistena, Sandy Patton, Theo Kapilidis und Bands um den Gitarristen Stephan Urwyler wie Caribey. Zuletzt arbeitet er auch mit den Swing Kids und Chantemoiselle sowie als Schlagzeuglehrer (*)
Mit dem Fokus-Projekt richtet die Redaktion von SIKART (Lexikon zur Kunst in der Schweiz) seit Anfang des Jahres den Blick auf Künstlerinnen der Moderne. Mittlerweile konnten mehrere Artikel über Künstlerinnen, die zwischen 1850 und 1900 geboren wurden, online publiziert werden. Die Texte bieten Einblick in unterschiedliche Biografien und Œuvres und tragen dazu bei, historische Künstlerinnen im Lexikon stärker zu repräsentieren. SIKART stellt im Folgenden ausgewählte Positionen aus den drei Sprachregionen vor:
In der vergangenen zweiten Runde haben die Jurys von JournaFONDS – eine für die Deutschschweiz, eine weitere für die französisch- und italienischsprachige Schweiz – im August 2025 elf Recherche- und Reportageprojekte mit jeweils 2’600 bis 6’000 Franken finanziert. Mit Deadline per 1. November 2025 führt JournaFONDS jetzt zum ersten Mal eine Zusatzausschreibung für Medienschaffende im Alter von unter 30 Jahren durch.
La Ville de Vevey et l’État de Vaud annoncent le retour en terres vaudoises de la prestigieuse collection Jean Planque, l’une des plus remarquables collections privées d’art moderne en Europe. Ce fonds exceptionnel sera désormais déposé au Musée Jenisch Vevey, renforçant encore le rayonnement de cette institution consacrée aux beaux-arts et aux arts graphiques.
Der Zuger Stadtrat hat an seiner Sitzung vom 9. September 2025 beschlossen, die Bewerbung als «Kulturhauptstadt Schweiz 2030» zurückzuziehen. «Trotz der Chancen, die der Titel eröffnet hätte, führten die vielen kritischen Stimmen und die Haltung des Grossen Gemeinderats dazu, das Projekt zu beenden. Die gewonnenen Erkenntnisse werden jedoch in die Weiterentwicklung der städtischen Kulturstrategie einfliessen», heisst es in der Medienmitteilung aus der Stadt Zug.
Museum Studio et le Groupe Fribourg sont entrés en discussions exclusives en vue d’acquérir d’une part, les 14 hectares de Chaplin’s World à Corsier-sur-Vevey (Suisse), incluant les droits scénographiques et droits associés auprès de la société CW Participations
et ses fondateurs, dont Philippe Meylan et Yves Durand; d’autre part, la société d’exploitation de Chaplin’s World et les aménagements associés auprès de By Grévin, filiale de la Compagnie des Alpes.
Die internationale Jury unter dem Vorsitz von Finghin Collins (Irland, Preisträger des Clara-Haskil-Preises 1999) und bestehend aus Silke Avenhaus, Hyoung Joon Chang, Marc Coppey, Nino Gvetadze, Piers Lane und Kathryn Stott, hat beschlossen, den Clara-Haskil-Preis 2025 zu verleihen an den 20jährigen französischen Pianisten Paul Lecocq. Der Preisträger des Clara-Haskil-Preises erhält CHF 25’000.– und kommt in den Genuss einer Reihe von Konzerten. Die weiteren Finalist:innen erhalten jeweils CHF 5’000.–.
Die Christoph Merian Stiftung (CMS) fördert den Freiwilligen Museumsverein Basel (FMB) anlässlich seines 175-jährigen Bestehens mit CHF 350’000 für die Schaffung eines Ankaufsfonds. Zweck des Fonds ist die Unterstützung von Basler Museen beim Erwerb von Sammlungsobjekten.
«Lázár» von Nelio Biedermann, «Die Holländerinnen» von Dorothee Elmiger, «Im Meer waren wir nie» von Meral Kureyshi, «Verzauberte Vorbestimmung» von Jonas Lüscher und «Grossmütter» von Melara Mvogdobo stehen auf der Shortlist des Deutschschweizer Buchpreises 2025. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 42‘000 Franken dotiert. Der/die Preisträger:in erhält 30‘000 Franken; die vier anderen Finalist:innen erhalten jeweils 3‘000 Franken. Die öffentliche Preisverleihung findet am Sonntag, 16. November 2025 im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals BuchBasel statt.
Wie das Kunstmuseum Appenzell am Mittwoch mitteilte, ist der am 26. Januar 1957 in Ludwigshafen (DE) geborene langjährige Direktor der Kulturstiftung Appenzell am 31. August 2025 gestorben. Der Kurator, Museumsdirektor, Kunst- und Fotohistoriker, Fernsehredaktor und Autor war neben Appenzell u.a. auch in Mannheim, Köln, Davos und Locarno tätig.
Der mexikanische Schriftsteller Juan Villoro (Bild) lehrt im Herbstsemester 2025 an der Universität Bern. Als Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessor für Weltliteratur widmet er sich in einem wöchentlichen Seminar den Erfahrungen der Migration. Der mexikanische Schriftsteller wird am Walter Benjamin
Kolleg der Philosophisch-historischen Fakultät eine Lehrveranstaltung geben und mit Studierenden und Doktorierenden zusammenarbeiten.
Der vom Deutschlandfunk und der Stadt Braunschweig gestiftete und mit 30’000 Euro dotierte Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2025 geht an Jonas Lüscher für seinen Roman «Verzauberte Vorbestimmung» (erschienen im Hanser Verlag, 2025).
Der am 13. Mai 1955 geborene Berner Musikverleger, -vertreiber und -vermittler, Musikproduzent, -promoter und -berater, Gitarrist und Unternehmer Rolf «Röfe» Widmer (Bild) ist am 6. Juni 2025 gestorben, wie jetzt bekannt wurde. Gemeinsam mit seiner Frau Sylvie Widmer führte er in Gümligen bei Bern den Familienbetrieb Sound Service Wigra AG. Zu ihren Kund:innen und Partner:innen zähl(t)en unglaublich viele grosse Schweizer Künstler:innen und Bands wie Rumpelstilz, Polo Hofer, Polo Hofer & Die Schmetterband, Züri West, Natascha, Sens Unik, Gölä, Stiller Has, Linard Bardill, Sandee, Baze, Greis, Blues Max, Crank, Grand Mother’s Funck, Hanery Amman, Hardy Hepp, Krokus, Mash, Manillio, Mich Gerber, Pippo Pollina, Silberbüx, Timmermahn, Bubi Eifach oder PVP. Röfe Widmer gilt als der Entdecker von Gölä und einflussreich vorausschauender Förderer vieler anderer Künstler:innen.
Der am 22. Juli 1944 in Swindon (Wiltshire, England) geborene britische Sänger, Songwriter, Schlagzeuger und Keyboarder Rick Davies (Bild) ist nach längerer Krebserkrankung am 6. September 2025 in East Hampton (Long Island, USA) gestorben. Er wurde neben Roger Hodgson als Gründer, Sänger, Tastenmann und Komponist der weltbekannten Rockband Supertramp berühmt und war seit deren Bestehen einziges dauerhaftes Mitglied. Nach anfänglichen Misserfolgen und diversen Umbesetzungen kam Supertramp mit ihrem dritten Album «Crime of the Century» (1974) zu grossem kommerziellem Erfolg und veröffentlichte unter anderem das Megaseller-Album «Breakfast in America» (1979). Davies spielte Wurlitzer-Electric-Pianos sowie Flügel und in manchen Liedern Hammondorgel als Begleitung zu den von Roger Hodgson geschriebenen Liedern. Sein Bariton und gelegentlicher Falsettgesang, etwa bei «Goodbye Stranger», ergänzte die charakteristische Tenorstimme Hodgsons. Nachdem Hodgson die Band 1983 verlassen hatte, blieb Davies als alleiniger Leadsänger die Stimme von Supertramp. Zu seinen bekanntesten Kompositionen zählen «Bloody Well Right», «Crime Of The Century», «Ain’t Nobody but Me», «From Now On», «Goodbye Stranger», «My Kind Of Lady», «Cannonball» und «You Win, I Lose» (*)
Mit der Preisverleihung und dem anschliessenden Screening einer Auswahl der Gewinner:innenfilme endete am Sonntag in Baden (AG) die 23. Ausgabe des internationalen Festivals für Animationsfilm Fantoche. Es war ein sehr erfolgreicher Abend für die Schweizer Animation: Regisseurin Lea Favre konnte sich mit «Qui part à la chasse» die beiden Hauptpreise «Best Film» und «Best Swiss» sichern. Rund 22’000 Eintritte wurden während der Festivalwoche verzeichnet.
Der am 8. September 1929 in Berlin geborene deutsche Dirigent und Intendant Christoph von Dohnányi (Bild) ist am 6. September 2025 in München gestorben. Er studierte bereits mit 16 Jahren wie sein älterer Bruder Klaus (ehemaliger Hamburger Bürgermeister und Minister im Kabinett Willy Brandts) zunächst Rechtswissenschaften und wechselte dann zu Komposition, Klavier und Dirigieren an die Hochschule für Musik und Theater München, wo er sein Studium mit der Auszeichnung des Richard-Strauss-Preises abschloss. Mit 27 Jahren wurde er am Theater Lübeck zum jüngsten Generalmusikdirektor in Deutschland ernannt. Von 1977 bis 1984 war von Dohnányi Intendant und Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper und Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Von Hamburg aus begann seine internationale Karriere als Dirigent. Er dirigierte die meisten der weltbesten Orchester und gilt als einer der herausragenden Dirigenten seiner Generation. Von Dohnányi dirigierte über hundert Mal die Wiener Philharmoniker in Konzerten und in der Wiener Staatsoper und regelmässig die Berliner Philharmoniker. Als Operndirigent leitete Christoph von Dohnányi Inszenierungen des Royal Opera House Covent Garden, der Metropolitan Opera, der San Francisco Opera, der Lyric Opera of Chicago und der Opéra National de Paris. Im Jahre 2004 kehrte von Dohnányi nach Hamburg zurück und leitete bis 2010 als Chefdirigent das NDR Sinfonieorchester, jetzt NDR Elbphilharmonie Orchester. Der preisgekrönte von Dohnányi kämpfte für seine Idee, die Oper und das Musiktheater zu entstauben, und er engagierte sich auch für die Neue Musik (*)
Der am 19. April 1947 in Los Angeles geborene US-amerikanische Sänger und Rockmusiker Mark Volman (Bild) ist am 5. September 2025 in Nashville gestorben. Mitte der 1960er-Jahre gründete er zusammen mit Howard Kaylan die Rockgruppe The Turtles, die damals etliche Top-Ten-Hits hatte («Happy Together», «Elenore» und «It Ain’t Me, Babe») und Weltruhm genoss. Die Turtles brachen 1970 auseinander. Mark Volman und sein Bruder im Geiste, Howard Kaylan, machten dennoch ein weiteres Jahrzehnt lang international Furore, diesmal als das Satire-Popduo Flo & Eddie, als das sie auch für Frank Zappa und seine Mothers of Invention tätig waren. Volman arbeitete seit 1970 mit über 100 namhaften Rock- und Popgrösen zusammen, mal als Produzent, mal als Backgroundsänger. Später war Volman an diversen Hochschulen tätig und machte seine Schüler:innen der Fachbereiche Kommunikation und Kunst fit in Sachen «Musik-Geschäft» und «Industrie». Im Jahr 1997 gründete Mark Volman die Firma Ask Professor Flo. Das Unternehmen bot Dienstleistungen in den Bereichen Musik, Beratung und Produktion an. (*)
Ausstellung Spazi d’art Matias Spescha, Via Fabrica 13, 7166 Trun – Vom 6. September bis am 16. November 2025 / dils 6 da settember tochen ils 16 da november 2025
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