ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

3. November 2022

BERN: NEUER BLICK AUF ALTBEWÄHRTE DIORAMEN

Die beliebten historischen Dioramen des Naturhistorischen Museums Bern sind buchstäblich in die Jahre gekommen: Die «Tiere Afrikas» und die «Tiere der Schweiz» sind über 80 Jahre alt und auch die «Tiere des Nordens» stammen aus den 1940er- bis 1960er-Jahren. Nun haben die klassischen Schaukästen eine Auffrischung erhalten: Einordnende, zeitgemässe multimediale Informationen rücken die «3D-Bilderbücher» ins rechte Licht und machen ihre historische Dimension sichtbar.

Bild oben: Geparde – Foto: © NMBE/Schaeublin

Unter anderem thematisiert das Museum in der «Afrika-Sammlung» das Thema «Sammlungsgut aus kolonialem Kontext», das in der ganzen Museumslandschaft vieldiskutiert ist. Die Dioramen führen aber auch in die Gegenwart: Sie zeigen, wie stark die Vielfalt des Lebens gefährdet ist und wie schnell Lebensraumverlust und Artensterben voranschreiten – in fernen Regionen und vor der Haustür.

Die Dioramen des Naturhistorischen Museums Bern, insbesondere die «Tiere Afrikas» und die «Tiere der Schweiz», sind die historischen Herzstücke des Museums. Sie haben Generationen von Besuchenden begeistert und ihnen nicht nur Tiere des afrikanischen Kontinents vor Augen geführt, sondern auch die wilde, oft ebenso unbekannte Natur vor der Haustüre.

Die klassischen Schaukästen, die «begehbaren Bilderbücher» mit ihren Inszenierungen und Akteuren sind noch heute Publikumslieblinge. Bei ihrer Entstehung in den Dreissigerjahren galten sie als «State of the Art» zoologischer Präparier- und Ausstellungskunst, doch die Darstellungsform ist in die Jahre gekommen. So wissen wir heute mehr denn je, dass Dioramen keine präzisen Wirklichkeitsabbildungen sind, sondern auch Interpretationen und Inszenierungen ihrer ErschafferInnen. Und oftmals war die Zusammenstellung ganz pragmatisch von der Verfügbarkeit von Objekten und von den Platzverhältnissen abhängig. Sie zeigen zuweilen Tiergruppen, die in der Natur nicht nebeneinander vorkommen.

Das Dioramen-Update will nicht nur vermitteln, dass die Naturbilder schon zum Zeitpunkt ihrer Entstehung oftmals idyllischer waren als die Realität. Auch der geschichtliche Kontext wird aufgearbeitet. So stammt ein grosser Teil der «Tiere Afrikas» aus den von Grossbritannien besetzten Gebieten Ostafrikas Kenia/Uganda. Die Grosswildjägerin Vivienne von Wattenwyl und ihr Vater Bernard erlegten die Tiere zwischen 1923 und 1924 auf einer Jagdsafari und liessen die Häute und Knochen nach Bern schaffen. Die beiden profitierten dabei mitunter von den kolonialen Strukturen, also von der Ausbeutung des Wissens und der Arbeitskraft der lokalen Bevölkerung.

Bis heute hat die Jagd auf Tiertrophäen auf dem afrikanischen Kontinent Tradition. Sie wird kontrovers diskutiert: Es existieren unzählige Interessenkonflikte, und der Grad zwischen Schutz und Nutzen der Natur ist schmal.

Ein neuer Blick auf heimische Lebenswelten

Nebst einer ausführlichen Eingangszone mit digitalen Fotoalben finden Besuchende bei jedem Diorama zusätzliche Informationen. Die Beschriftungen vermitteln nicht länger nur klassische Angaben wie Name oder Gefährdungsstatus eines Tiers, sondern zusätzliche wissenswerte Aspekte unter anderem zum Artenschwund und zur Lebensraumzerstörung. Diese betreffen nicht nur Tiere in der Fremde, sondern auch jene vor unserer Haustür. So erlaubt das Update einen neuen, differenzierten Blick auf die «Tiere der Schweiz».

Als dieser Dioramenteil 1941 eröffnet wurde, war die einheimische Tierwelt vielen Leuten praktisch unbekannt. Naturkundliche Bildbände oder Filme waren unerschwinglich oder nicht vorhanden. Heute können anhand dieser Dioramen hochaktuelle Themen wie beispielsweise die Lebensraumzerstörung und der Artenschwund verhandelt werden.

nmb

Mehr:

https://www.nmbe.ch/de/ausstellungen/tiere-afrikas

https://www.nmbe.ch/de/ausstellungen/tiere-der-schweiz

#NaturhistorischesMuseumBern #DioramenNaturmuseumBern #NMBE #VivienneVonWattenwyl #BernardVonWattenwyl #TiereAfrikas #TierederSchweiz #TieredesNordens #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

Rotfüchse NMBE/Schaeublin

Bild: Rotfüchse – Foto: © NMBE/Schaeublin

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 3. November 2022
  • Museum, Ausstellung, Galerie

Vorheriger Beitrag

RADIO SRF 2 KULTUR FEIERT 25 JAHRE «KLASSIKTELEFON»

Nächster Beitrag

«SAITENSPRÜNGE – WENN MUSIKER/INNEN MALEN»

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • Janne Schimmel Janne Schimmel, Phantasmic Gateways and their Housings, 2021 © Seppe Elewaut
    «SCHATTENWESEN – VON DER GEISTERFOTOGRAFIE ZU DEN PHANTOMEN DES ALGORITHMUS»

    25. Juni 2026

  • NhuXuanHua_Les Oubliées, Archive from the Year ‘70 Nhu Xuan Hua, Les Oubliées, Archive from the Year ‘70, aus der Serie Tropism, Consequences of a Displaced Memory, 2017–2022 © Nhu Xuan Hua, Courtesy der Galerie Anne-Laure Buffard
    «(MIT)EINANDER – NHU XUAN HUA UND DIE SAMMLUNG»

    25. Juni 2026

  • ERIC FACON STELLT DAS AUDIO-FORMAT «KULTURSTAMMTISCH» EIN

    25. Juni 2026

  • Bernard Maissen - Foto: © RTR, 2025, https://www.rtr.ch/cultura/sin-visita-tar-50-50-bernard-maissen-jau-sun-sursta-da-la-decisiun-dal-tribunal
    DER NEUE PRÄSIDENT DER STIFTUNG SCHWEIZER PRESSERAT HEISST BERNARD MAISSEN

    25. Juni 2026

  • Raphael Gygax - Foto: © Gygax BKM
    RAPHAEL GYGAX WIRD NEUER DIREKTOR DES BÜNDNER KUNSTMUSEUMS CHUR

    25. Juni 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>