ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

3. März 2024

WIE BEEINFLUSST LIVE GESPIELTE MUSIK DAS EMOTIONSZENTRUM IM GEHIRN?

Eine Studie der Universität Zürich unter der Leitung von Sascha Frühholz, Professor für Kognitive und Affektive Neurowissenschaften, zeigt: Live-Konzerte berühren die Menschen emotional stärker als Musik ab Tonträger. Sie verbinden die MusikerInnen mit ihrem Publikum – was vielleicht auch evolutionär bedingt ist.

Bild: Publikum – Foto: JoL – Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Big_Top_Crowds_2.jpg?uselang=de

Musik kann starke Emotionen auslösen. Frühere Studien zeigten bereits, wie das Hören von aufgezeichneter Musik die Hirndynamik für emotionale und imaginative Prozesse anregt. Wie aber ist es bei einem Live-Event – sei es nun beim Open-Air-Konzert, in der Oper oder bei einem Volksmusik-Anlass? Reagieren diese Hirnregionen unterschiedlich, je nachdem, ob die Musik gestreamt oder live genossen wird?

Live-Musik stimuliert das affektive Gehirn stärker

Dieser Frage ging ein Team der Universität Zürich unter der Leitung von Sascha Frühholz, Professor für Kognitive und Affektive Neurowissenschaften, nach. Die Forschenden untersuchten, wie Live-Musik und aufgezeichnete Musik die emotionale Verarbeitung im menschlichen Gehirn beeinflussen.

In einem aufwändig arrangierten Versuch veränderte der Pianist sein Live-Klavierspiel laufend, um die emotionale Reaktion in der Amygdala, dem Zentrum des affektiven Systems im Gehirn, zu steigern. Während dieses Prozesses wurde die Amygdala-Aktivität von 27 Teilnehmenden per Magnetresonanztomographie gemessen und dem Musiker in Echtzeit angezeigt. Als Reaktion auf dieses Feedback modulierte der Pianist sein Klavierspiel sofort, um die Emotionen der Zuhörenden weiter zu intensivieren.

Im Vergleich dazu wurden den Teilnehmenden dieselben Musikstücke vom gleichen Pianisten als Aufnahme vorgespielt, allerdings ohne Feedbackschlaufe. «Unser Versuch zeigte, dass angenehme und unangenehme Emotionen, die in Live-Musik dargestellt wurden, eine viel höhere und konsistentere Aktivität in der Amygdala hervorriefen als aufgezeichnete Musik. Die Live-Performance stimulierte zudem einen regeren Informationsaustausch im gesamten Gehirn, was auf eine starke Emotionsverarbeitung auf den affektiven und kognitiven Hirnebenen hindeutet», sagt Frühholz.

Synchrones Erlebnis von Musizierenden und Publikum

Das Forschungsteam analysierte zudem, wie sich das Klavierspiel mit der Gehirnaktivität der Zuhörenden abstimmte und synchronisierte. Nur bei Live-Musik gab es beim Publikum eine starke Synchronisation zwischen dem subjektiven emotionalen Erleben und dem auditorischen Gehirnsystem, das die Musik nach ihrer akustischen Qualität bewertet. Und nur bei Live-Musik stimmten die Merkmale der musikalischen Darbietung stark mit der Hirnaktivität der Hörenden überein – es kam also zu einer Art Koppelung zwischen dem Publikum und dem Musizierenden.

Live gespielte Musik ist die evolutionäre Wurzel der Musik

Schon immer haben Menschen Werkzeuge und Instrumente benutzt, um live Musik zu machen. Erst mit der technologischen Entwicklung im 20. Jahrhundert wurde die Verbreitung von aufgenommener Musik mittels Tonträgern für alle Menschen zugänglich. Aber selbst heute, wo es Musik-Streaming-Dienste und hochwertige Lautsprecher oder Kopfhörer gibt, ist das soziale Erlebnis von Live-Konzerten unersetzbar. «Das lässt sich vielleicht auf die evolutionären Wurzeln der Musik zurückzuführen», sagt Frühholz. «Der Mensch sehnt sich nach der emotionalen Erfahrung von Live-Musik. Wir wollen, dass Musiker uns mit ihrer Darbietung auf eine emotionale Reise mitnehmen.» Oder wie es im Film «Casablanca» aus dem Jahr 1942 heisst: «Spiel es noch einmal, Sam – um der alten Zeiten willen…».

Literatur: Wiebke Trost, Caitlyn Trevor, Natalia Fernandez, Florence Steiner, Sascha Frühholz. Live music stimulates the affective brain and emotionally entrains listeners in realtime. PNAS. 26. February 2024. DOI: 10.1073/pnas.2316306121

Quellen:

https://www.news.uzh.ch/de/articles/media/2024/Livemusik.html

https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2316306121

#LivMusicStimulatesTheAffectiveBrain #SaschaFrühholz #StudieUZH #PNAS #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

Bild: In einem aufwändig arrangierten Versuch veränderte der Pianist sein Live-Klavierspiel laufend, um die emotionale Reaktion in der Amygdala, dem Zentrum des affektiven Systems im Gehirn, zu steigern - Illustration: UZH

Bild: In einem aufwändig arrangierten Versuch veränderte der Pianist sein Live-Klavierspiel laufend, um die emotionale Reaktion in der Amygdala, dem Zentrum des affektiven Systems im Gehirn, zu steigern – Illustration: UZH

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 3. März 2024
  • Musik und Tanz

Vorheriger Beitrag

ZUGÄNGLICHKEIT DER KULTUR-, SPORT- UND BILDUNGSSTÄTTEN STÄRKEN: KANTON WALLIS FÜHRT DIE KULTURLEGI WALLIS / CARTE CULTURE VALAIS EIN

Nächster Beitrag

PRIVATPERSON ÜBERGIBT IHRE BEDEUTENDE SAMMLUNG PRÄKOLUMBIANISCHER OBJEKTE AN HERKUNFTSSTAATEN

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • IMFAU: CH-CULTURA.CH AUF FACEBOOK
    ÜBRIGENS: CH-CULTURA.CH GIBT’S U.A. AUCH AUF FACEBOOK

    20. Juni 2026

  • Schlafmohn - Foto: © CMS / Kathrin Schulthess
    MÜNCHENSTEIN / BASEL: ERNEUERTER MERIAN-ARZNEIPFLANZEN-GARTEN ERÖFFNET

    19. Juni 2026

  • Martyna Marciniak, Still aus Anatomy of Non-Fact, Chapter 1 AI Hyperrealism, 2023, Video, ca. 18 Min. © Martyna Marciniak
    «AN DIE KUNST GLAUBEN»

    19. Juni 2026

  • «UNERHÖRT UNERFORSCHT» Ausstellung im Museum Rosenegg, Kreuzlingen, bis am 28. Februar 2027
    «UNERHÖRT UNERFORSCHT»

    19. Juni 2026

  • Das Webarchiv Schweiz - Foto: © Simon Schmid, Schweizerische Nationalbibliothek NB
    ELEKTRONISCHE PUBLIKATIONEN SOLLEN LANGFRISTIG GESICHERT UND VERFÜGBAR SEIN

    19. Juni 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>