ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

22. November 2024

«EINE FREUNDSCHAFT ZWISCHEN PARIS UND BERN»


Ausstellung im Kunstmuseum Bern, vom 22. November 2024 bis am 23. März 2025

Paul Klee Der Niesen, 1915 Aquarell und Bleistift auf Papier auf Karton 17,7 x 26 cm Hermann und Margrit Rupf-Stiftung, Kunstmuseum Bern

Bild: Paul Klee, Der Niesen, 1915, Aquarell und Bleistift auf Papier auf Karton, 17,7 x 26 cm, Hermann und Margrit Rupf-Stiftung, Kunstmuseum Bern

Von links nach rechts: Margrit Rupf-Wirz, Daniel-Henry Kahnweiler, Renée Wirz (später Ziegler) und Hermann Rupf in Mürren, um 1950

Bild: Von links nach rechts: Margrit Rupf-Wirz, Daniel-Henry Kahnweiler, Renée Wirz (später Ziegler) und Hermann Rupf in Mürren, um 1950

Braque, Picasso, Gris: Die Ausstellung «Kahnweiler & Rupf. Eine Freundschaft zwischen Paris und Bern» im Kunstmuseum Bern zeigt wichtige Werke von Begründern des Kubismus und beleuchtet die aussergewöhnliche Freundschaft zwischen dem Pariser Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler und dem Berner Kaufmann und Sammler Hermann Rupf.

In Paris lebte der Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler (1884–1979), der mit Gemälden von Pablo Picasso, Georges Braque und Juan Gris handelte – in Bern der Kaufmann Hermann Rupf (1880–1962), der am Waisenhausplatz Posamente, Knöpfe und edle Schals verkaufte. Durch die aussergewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden Protagonisten ist ab 1907 die Sammlung Rupf entstanden, die heute im Kunstmuseum Bern deponiert ist. Der enge Kontakt zwischen den beiden überdauerte widrige Umstände. Er blieb selbst dann bestehen, als Kahnweilers Familie 1940 im Zuge der deutschen Besatzung und in der Folge des entfesselten Antisemitismus aus Paris fliehen und später sogar untertauchen musste.

Die Ausstellung zeigt Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen aus der Sammlung Rupf, darunter Werke von Pablo Picasso, Juan Gris, Georges Braque, André Derain und Paul Klee. Darüber hinaus öffnet sie erstmals den persönlichen Briefwechsel zwischen Rupf und Kahnweiler aus den prekären Jahren 1933 bis 1945 und beleuchtet die Sammlung so unter den Vorzeichen einer Freundschaft in aussergewöhnlichen Zeiten.

Juan Gris Le livre ouvert, 1925 Öl auf Leinwand 73,2 x 92,2 cm Hermann und Margrit Rupf-Stiftung, Kunstmuseum Bern

Bild: Juan Gris, Le livre ouvert, 1925, Öl auf Leinwand, 73,2 x 92,2 cm, Hermann und Margrit Rupf-Stiftung, Kunstmuseum Bern

Eine Freundschaft zwischen Paris und Bern

Daniel-Henry Kahnweiler und Hermann Rupf lernten sich im Jahr 1901 während ihrer Ausbildung in Frankfurt kennen. In ihrer Freizeit entdeckten sie ihre gemeinsame Leidenschaft für die Kunst, die sie ein Leben lang begleiten sollte. Während Rupf ab 1905 in Bern als Kaufmann tätig war, eröffnete Kahnweiler 1907 eine Kunstgalerie in Paris – der erste Sammler war Rupf. In der darauffolgenden Zeit machte sich Kahnweilers Galerie bald einen Namen mit Vertretern des Kubismus wie Picasso und Braque, deren Werke von Anfang an auch in die Sammlung Rupf eingeflossen sind.

Die Verbindung zwischen den beiden Freunden beschränkte sich aber nicht auf den Rahmen der Kunst: Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, lud Hermann Rupf seinen Freund zu sich nach Bern ein. Kahnweiler, der als deutscher Staatsbürger seine Galerie in Paris nicht weiterführen konnte, kam der Einladung nach und blieb während der Kriegsjahre in der Schweiz. Diese enge Freundschaft sowie der stete Dialog über Kunst führten über die Jahre hinweg zur Entstehung einer einzigartigen und hochkarätigen Sammlung.

Meisterwerke der Moderne

Mit ihrer Entstehung ab 1907 bietet die Sammlung Rupf einen besonderen Blick auf die Moderne. Sie widerspiegelt in einzigartiger Weise die Anfänge der künstlerischen Avantgarde und insbesondere die Geschichte des Kubismus. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 konnte Rupf bereits eine auserlesene Gruppe von 30 Kunstwerken bei Kahnweiler erwerben. Neben Arbeiten der Fauves befanden sich darunter auch Gemälde von Picasso und Braque, die heute zu den Ikonen des Kubismus gehören. In den 1920er-Jahren gelangten sowohl Werke von Fernand Léger als auch eine repräsentative Gruppe von Gemälden des jung verstorbenen Kubisten Juan Gris über Kahnweiler zu Rupf. Diese grosse Werkgruppe von Gris gehört zu den Schwerpunkten der Sammlung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Werken Paul Klees, darunter etwa das berühmte Niesen-Aquarell (1915). Dank Rupf kam Kahnweiler während seiner Zeit in Bern in Kontakt mit Klee, für den er ab 1934 sogar die Generalvertretung übernahm.

Die Verfemung moderner Kunst und Verfolgung moderner Künstler:innen durch die Nationalsozialisten hatte auch Auswirkungen auf den Kunstmarkt in der Schweiz. So fand 1939 die berühmt-berüchtigte Auktion sogenannter «Entarteter Kunst» aus deutschem Museumsbesitz in Luzern statt, deren Erlöse dem deutschen Regime zuflossen. Im Nachverkauf erwarb Rupf trotz Vorbehalten August Mackes Gemälde Gartenrestaurant (1912).

August Macke Gartenrestaurant, 1912 Öl auf Leinwand 81 x 105 cm Hermann und Margrit Rupf-Stiftung, Kunstmuseum Bern

Bild: August Macke, Gartenrestaurant, 1912, Öl auf Leinwand, 81 x 105 cm, Hermann und Margrit Rupf-Stiftung, Kunstmuseum Bern

Bisher unveröffentlichte Briefe

«Wenn der Krieg mehrere Jahre andauert, muss das Leben nebenbei trotzdem einigermassen normal
weitergehen.»
Rupf an Kahnweiler, 27.4.1940

«Wir sind mitten in entscheidenden Stunden. Das Schicksal unserer Zivilisation, unserer Welt, ja von uns
allen steht auf der Kippe. Ich bewahre dennoch mein volles Vertrauen.»
Kahnweiler an Rupf, 27.5.1940

Diese Worte schrieb Kahnweiler am 27. Mai 1940 an Rupf, nachdem die deutsche Wehrmacht in Frankreich rasch gegen Paris vorgestossen war. Kurz vor der Besetzung von Paris konnte Kahnweiler im Juni 1940 gemeinsam mit seiner Frau Lucie nach Limousin im vorerst noch unbesetzten Süden Frankreichs fliehen. Von dort erreichten Rupf in Bern rund 40 lange, vielfach sehr persönliche Briefe, die im Rahmen der Ausstellung erstmals publiziert werden. Um nicht aufzufallen, sind sie auf Französisch verfasst und berichten nicht von Politik, sondern vom Leben auf dem Land, von der Emigration von Freunden, von Ängsten und Krankheiten – und von der intensiven Beschäftigung mit Fragen der Kunst. Kahnweiler
widmete seine Zeit in seiner Zuflucht insbesondere Juan Gris, über den er eine grundlegende Monografie schrieb, die kurz nach dem Krieg erscheinen konnte. Rückblickend umschrieb er diese Zeit mit einem denkwürdigen Paradox: «das Paradies im Schatten der Krematorien».

Wassily Kandinsky Construction légère, 1940 Öl auf Leinwand 72,5 x 50 cm Hermann und Margrit Rupf-Stiftung, Kunstmuseum Bern

Bild: Wassily Kandinsky, Construction légère, 1940, Öl auf Leinwand, 72,5 x 50 cm, Hermann und Margrit Rupf-Stiftung, Kunstmuseum Bern

Im August 1943 brach der Briefwechsel zwischen Kahnweiler und Rupf abrupt ab. Als Jude verfolgt, entkam Kahnweiler nur mit knapper Not der Verhaftung durch die Gestapo und musste untertauchen. Er meldete sich erst am 16. Dezember 1944 wieder aus Paris.

Neben den hervorragenden Kunstwerken aus der Sammlung Rupf macht die Ausstellung diesen Briefwechsel zwischen den beiden Freunden sicht- und mit einer Audiostation hörbar. Dabei entsteht nicht nur ein neuer Einblick in das Leben und Denken eines der grössten Kunsthändler seiner Zeit, sondern auch ein berührendes Porträt einer tiefen und lebenslangen Freundschaft.

Kurator:innen: Susanne Friedli und Konrad Tobler
Kuratorische Assistenz: Christopher Kilchenmann

Katalog
Kahnweiler & Rupf. Ein Galerist und sein Sammler, 1933–1945
Hrsg. von Hermann und Margrit Rupf-Stiftung
Mit Texten von Michael Baumgartner, Susanne Friedli, Peter Kropmanns,
Luise Mahler, Konrad Tobler, Nina Zimmer und Stefan Zweifel
344 Seiten, 22,4 x 28,8 cm, 160 Abbildungen
2024: Hatje Cantz Verlag
ISBN: 978-3-7757-5648-8
CHF 67.-

kmb

Kontakt:

https://www.kunstmuseumbern.ch/de/ausstellung/kahnweiler-rupf

#DanielHenryKahnweiler #HermannRupf #HermannundMargritRupfStiftung #KunstmuseumBern #EineFreundschaftzwischenParisundBern #SusanneFriedli #KonradTobler #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

Hermann und Margrit Rupf in ihrer Wohnung an der Brückfeldstrasse 27, Bern, ca. 1955 Foto: Kurt Blum

Bild: Hermann und Margrit Rupf in ihrer Wohnung an der Brückfeldstrasse 27, Bern, ca. 1955 – Foto: Kurt Blum

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 22. November 2024
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design, Museum, Ausstellung, Galerie

Vorheriger Beitrag

WALLIS / VALAIS: STIPENDIUM FÜR DIE GEBIRGSFORSCHUNG

Nächster Beitrag

«VERRÜCKTE GESCHICHTEN – HEILIGE UND IHRE LEGENDEN»

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • Kathrin Leuenberger, Völkerkundemuseum der Universität Zürich Commemorative_queen_mother_head
    RESTITUTION AN NIGERIA: SCHWEIZER MUSEEN GEBEN 18 BEDEUTENDE KULTURGÜTER ZURÜCK

    29. Juni 2026

  • Werbefoto der Firma Bühler in Uzwil, Foto: Foto Gross, St.Gallen, 1950er-Jahre, Stadtarchive St.Gallen
    «GERDA, KERNEX, SIBIR – PRAKTISCHE GERÄTE IM HAUSHALT»

    29. Juni 2026

  • Publikation "Möbelindustrie und -handel seit 1870": Tischschreinerei Oberle & Hauss AG, Döttingen, um 1930
    ZUR STILLEN ERFOLGSGESCHICHTE DER AARGAUER MÖBELINDUSTRIE

    29. Juni 2026

  • ProLitteris
    PROLITTERIS-PRÄSIDIUM: ALEXANDRA MAURER UND THOMAS KRAMER FOLGEN AUF STEFAN KELLER

    28. Juni 2026

  • FÜR ANNA JOBIN, FORSCHERIN

    28. Juni 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>