22. Dezember 2024
«ELEMENTE IM DIALOG»
Elemente von OKOLO | Adam Štěch und Objekte aus dem Magazin von Rudolf Olgiati - Winterausstellung im Gelben Haus Flims, bis am 21. April 2025

Bild: Das Gelbe Haus Flims, 2024. Foto: Gaudenz Danuser

Bild: Maison Everaert, Jacques Dupuis, Brüssel BE, 1954. Foto: Adam Štech
Für die Ausstellung «Elements: Unique Details of the 20th Century Architecture and Interior» hat der Architekturhistoriker und Forscher Adam Štěch Tausende seiner eigenen Fotografien ausgewählt und er präsentiert sie als eine Art Atlas von Details aus Architektur und Innenräumen. Diese Details sind bauliche Fragmente, die als Teil des künstlerischen Gesamtkonzepts eines Gebäudeentwurfs erstellt wurden.
Die Auswahl an Leuchten, Sitzgelegenheiten, Stauraum, Tischen, Geländern, Türen, Griffen, Fenstern, Böden, Wänden und anderen dekorativen oder funktionalen Elementen zelebriert die Idee des architektonischen Gesamtkunstwerks. Sie erzählt Geschichten über die vielseitigen Fähigkeiten modernistischer Architekten vom Jugendstil bis zur Moderne und darüber hinaus.
Das Ziel des Projekts von Štech ist die Erstellung der grössten Datenbank mit einzigartigen Fragmenten von Entwürfen von Gebäuden und Innenräumen, die von einer einzelnen Person erfasst wurden. Die Fotos werden in der Ausstellung als Papierdrucke in einem einfachen Display aus einer Aluminiumkonstruktion präsentiert.

Bild: Sammlung Rudolf Olgiati im Stall neben seinem Wohnhaus in Flims, 1999. Foto: Christian Kerez
Die aktuelle Ausstellung bringt Teile der Sammlung aus dem Magazin des Flimser Architekten Rudolf Olgiati (1910–1995) erstmals seit der Eröffnung des Gelben Hauses wieder an die Öffentlichkeit und setzt sie in Beziehung mit den Fotografien von Adam Štech. Beide Sammlungen beschäftigen sich auf ihre jeweils eigene Art mit Architektur und dem darin stattfindenden Leben. Die Fotografien von Adam Štech treten dabei assoziativ in Kontakt mit den ausgewählten Objekten der Sammlung von Olgiati.
Dadurch werden spielerisch Bezüge zwischen den beiden Herangehensweisen aufgedeckt, und es ergeben sich neue Lesearten.

Bild: Rudolf Olgiati in seinem Magazin neben dem Wohnhaus, wo er seine Sammlung alter Bauteile, Möbel und Gegenstände des täglichen Gebrauchs aufbewahrte. Foto: Hans-Peter Siffert
Rudolf Olgiati war nicht nur Architekt. Er war ein besessener Sammler, der am Ende über 3’000 Gegenstände besass, die aus einer bäuerlichen Tradition stammten. Diese Objekte lagerte er neben seinem Wohnhaus im benachbarten Stall. Dieses Lager war nicht als museale Sammlung gedacht, sondern diente unter anderem als Fundus, aus dem er immer wieder Einzelteile wie Türen oder Möbel für seine eigenen Bauten und Inneneinrichtungen herausnahm, um sie in seinen eigenen Bauten wiederzuverwenden.
Co-kuratiert von Adam Štěch und Daniel A. Walser
OKOLO: Matěj Činčera, Jan Kloss und Adam Štěch
Olgiati-Stiftung Flims
ghf
Kontakt:
https://www.dasgelbehausflims.ch/de/ausstellungen/elements
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Bild: Adam Štěch in der Ausstellung «ELEMENTS». Foto: Vojtěch Veškrna
Kommentare von Daniel Leutenegger