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24. Dezember 2025

DIE SCHWEIZER MEZZOSOPRANISTIN YVONNE NAEF IST GESTORBEN

Die am 9. November 1957 in Schaffhausen geborene Schweizer Opern- und Konzertsängerin Yvonne Naef (Bild) ist am 18. Dezember 2025 gestorben. Sie sang in der Stimmlage dramatischer Mezzosopran. Yvonne Naef war in der Schweiz und auch international tätig: von Mailand bis New York und von Wien und Salzburg über Hamburg und Amsterdam bis Paris und London. Langjährig verbunden war sie dem Opernhaus Zürich. Im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie u. a. mit Gerd Albrecht, Sylvain Cambreling, Christoph von Dohnányi, Christoph Eschenbach, Wladimir Fedossejew, Michael Gielen, Bernard Haitink, Mariss Jansons, James Levine, Lorin Maazel, Marc Minkowski, Roger Norrington, Nello Santi, Jeffrey Tate, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst. Ab 2014 lehrte Naef als Dozentin für Gesang an der Zürcher Hochschule der Künste. (*)

Yvonne Naef - Foto: © Marco Borggreve, https://www.marcoborggreve.com/

Bild: Yvonne Naef – Foto: © Marco Borggreve, https://www.marcoborggreve.com/

Machreich Artists mourns the loss of Swiss mezzo-soprano Yvonne Naef, who passed away far too early after a short serious illness
(…)

Throughout her career, she worked with the most renowned conductors and orchestras and leaving behind a diverse recording legacy. Since August 2014, Yvonne was also a highly regarded and committed vocal coach at the Zurich University of the Arts (ZHdK), where she has passed on her wealth of stage experience to today’s young generation of singers.

Those who had the privilege of meeting her experienced a musician with a sharp mind, great discipline and a keen sense of humour. Yvonne Naef shaped and enriched theatre performance, particularly with her haunting interpretations of Wagner and Mahler, which will echo long after her passing. Her artistic legacy lives on – in memories, recordings and in the quiet gratitude of all those who were moved by her art.

https://www.machreich-artists.com/en/news/machreich-artists-mourns-the-loss-of-yvonne-naef

Mezzo-Soprano Yvonne Naef Dies at 68

Swiss mezzo-soprano Yvonne Naef has passed away at the age of 68 after a short serious illness.

Naef studied in Zurich, Basel, and Mannheim and launched her career as a member of opera companies of St.Gallen and Wiesbaden. She went on to become renowned at the Zürich Opera, which became her artistic home and where she performed several important roles such as Eboli in Verdi’s “Don Carlo,” Marfa in Mussorgsky’s “Khovanshchina,” and Ariane in Dukas’ “Ariane et Barbe-Bleue.”

However, she became highly regarded for her interpretations of Wagnerian roles, including Brangäne in “Tristan und Isolde,” Kundry in “Parsifal,” and Fricka in “Der Ring des Nibelungen.”

Francisco Salazar

Obituary: Mezzo-Soprano Yvonne Naef Dies at 68

Nachruf auf Yvonne Naef (1957 – 2025)

Der Schweizerische Musikpädagogische Verband (SMPV) trauert um Yvonne Naef, die dem Verband über viele Jahre hin treu verbunden war und die selbst einst ihr Lehrdiplom beim SMPV erworben hat.

Nur wenige Monate nach ihrer Pensionierung an der ZHdK ist die renommierte Schweizer Mezzosopranistin, Yvonne Naef, nach kurzer, schwerer Krankheit viel zu früh verstorben.

Mit Yvonne Naef verlieren wir eine aussergewöhnliche Künstlerin und Pädagogin, deren Wirken viele Menschen nachhaltig geprägt hat.

Yvonne Naef verbrachte einen grossen Teil ihres Lebens auf der Bühne. International tätig als Mezzosopranistin sang sie an bedeutenden Opernhäusern und Festivals, darunter die Metropolitan Opera in New York, die Mailänder Scala, das Opernhaus Zürich, die Opéra Bastille sowie die Bayreuther Festspiele. Auf der Bühne entfaltete sich ihre künstlerische Präsenz mit ausgeprägter Autorität und Klarheit. Rollen wie Fricka (Die Walküre), Brangäne (Tristan und Isolde) Didon (Les Troyens) oder Eboli (Don Carlos) waren bei ihr niemals reine Demonstrationen von Können, sondern wurden durch ihre besondere Musikalität und Gestaltungskraft lebendig.

Doch ihr Einfluss reichte weit über die Bühne hinaus und zeigte sich ebenso in ihrem künstlerischen Denken wie in ihrer pädagogischen Arbeit und ihrem menschlichen Wirken.

Im Zentrum ihres musikalischen Verständnisses stand stets die Musik selbst. Singen war für sie kein blosser interpretatorischer Akt, sondern ein bewusstes Sich-Einlassen auf Werk, Text und Augenblick. Sie verfügte über eine hohe technische Souveränität, verstand diese jedoch nie als etwas, das im Vordergrund stehen sollte. Entscheidend war für sie die Haltung, der Musik Raum zu öffnen und sie wirken zu lassen. Daraus erwuchsen jene Tiefe und Präsenz, die viele als unverwechselbar empfanden.

Yvonne Naef war eine Erscheinung von Autorität. Ihre Präsenz war klar, eindrücklich und von bemerkenswerter Dichte. Sie musste nichts behaupten und nichts hinzufügen. Ihr Bezug zur Kunst war geprägt von Demut, nicht im Sinne von Zurücknahme, sondern als ernsthafte Beziehung zu etwas, das grösser ist als man selbst.

Diese Haltung prägte auch ihre pädagogische Tätigkeit. Yvonne Naef arbeitete mit dem ganzen Menschen in einer stets warmherzigen Zuwendung, die zugleich forderte und trug und in der auch ihr subtiler Humor seinen Platz hatte. Klang, Sprache, Körper und Haltung bildeten für sie eine untrennbare Einheit. Sie wusste, wie der Körper so geführt werden kann, dass die Stimme frei wird, und wie Technik zu einem verlässlichen Fundament wird, das Hingabe erst ermöglicht. Ihr Unterricht zielte nicht auf Effekte, sondern auf Wahrhaftigkeit und Befähigung.

Als Pädagogin stellte sie hohe Anforderungen, getragen von Respekt vor der Kunst und vor den Menschen, die sich ihr anvertrauten. Sie besass einen wachen Blick für Entwicklung und begleitete viele junge Sängerinnen und Sänger durch entscheidende Phasen ihres künstlerischen und persönlichen Werdens.

Yvonne Naef hinterlässt Spuren in Stimmen und Lebenswegen, und sie weckte bei vielen ein tiefes Verständnis dafür, was es heisst, sich der Musik mit Hingabe und Wahrhaftigkeit zu widmen. Für viele wurde sie zu einer tragenden Figur, die Entwicklung ermöglichte und Vertrauen in den eigenen Weg wachsen liess.

Wir werden sie als Künstlerin, als Lehrerin und als aussergewöhnlichen Menschen vermissen. Für alles, was sie gegeben hat, sind wir dankbar.

Désirée Pauli  – 24. Dez. 2025

https://www.smpv.ch/

Nachruf auf Yvonne Naef (1957 – 2025)

EVTA.CH trauert um Yvonne Naef

Mit grosser Betroffenheit nimmt die European Voice Teachers Association Schweiz (EVTA.CH) Abschied von der Schweizer Mezzosopranistin Yvonne Naef, die nach kurzer, schwerer Krankheit viel zu früh verstorben ist.

Yvonne Naef prägte das internationale Musiktheater mit ihren unverwechselbaren Interpretationen im spätromantischen und dramatischen Fach.
(…)

Yvonne Naef verstand Gesangspädagogik als ganzheitliche Aufgabe: Sie förderte die individuelle Persönlichkeit, legte Wert auf stilistische Vielfalt und ermutigte ihre Studierenden, den Mut zur eigenen künstlerischen Stimme zu finden. Damit hat sie nicht nur die Bühne, sondern auch die pädagogische Welt nachhaltig bereichert.

Wer ihr begegnete, erlebte eine Musikerin von klarem Geist, grosser Disziplin und feinem Humor. Ihr künstlerisches und pädagogisches Vermächtnis bleibt lebendig – in Aufnahmen, Erinnerungen und in der Dankbarkeit all jener, die durch ihre Kunst und ihre Lehre bewegt wurden.

EVTA.CH verneigt sich vor einer aussergewöhnlichen Künstlerin und Kollegin.

https://www.evta.ch/de_DE/2025/12/20/evta-ch-trauert-um-yvonne-naef/

Mezzosopranistin Yvonne Naef mit 68 Jahren verstorben

Die Schweizer Mezzosopranistin Yvonne Naef ist nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 68 Jahren verstorben. Vor allem für ihre Interpretationen im spätromantischen und dramatischen Fach hochgeschätzt, erlangte sie internationale Aufmerksamkeit.

(sda)

https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/kulturnews-in-kurzform-schweizer-mezzosopranistin-yvonne-naef-verstorben

Mort d’Yvonne Naef

Née le 9 novembre 1957 à Schaffhouse, en Suisse, Yvonne Naef est morte le 18 décembre dernier, quelques semaines après son soixante-huitième anniversaire. Mezzo dramatique, la cantatrice suisse avait démarré une carrière internationale au milieu des années 90, avec notamment Giovanna Seymour d’Anna Bolena à Monte-Carlo puis 1995 Giulietta des Contes d’Hoffmann à la Scala de Milan pour deux représentations cette même année.

(…)

D’une grande curiosité musicale, Yvonne Naef a enregistré beaucoup de raretés (par exemple Le Laudi d’Hermann Suter ou Penthesilea d’Othmar Schoeck) et quelques ouvrages du répertoire: les Gurrelieder, la symphonie No. 2 Résurrection (avec Christoph Eschenbach),  Il Trovatore (l’un classique avec José Cura, l’autre sur instruments anciens) ou encore Mrs Quickly dans Falstaff (sur le vif à Zurich, avec Ambrogio Maestri).

Mort d’Yvonne Naef

Sängerin Yvonne Naef über Bühnenkunst und Bogenschuss

Schweizerinnen sind rar auf den internationalen Konzertbühnen. Eine Ausnahme ist die Schaffhauser Mezzosopranistin Yvonne Naef. Beim Kofferpacken für ihre Japantournee erzählt sie, warum sie Mikrofone nicht mag, Liveerlebnisse vorzieht und was Singen mit japanischem Bogenschiessen gemein hat.

Theresa Beyer, SRF, 21.07.2013, 10:02 Uhr

https://www.srf.ch/kultur/musik/weltklasse-sommerkonzerte-saengerin-yvonne-naef-ueber-buehnenkunst-und-bogenschuss

Audios / Videos:

Fernsehen SRF 1, «Sternstunde Kunst», 28.02.1999

Gespräch mit Yvonne Naef über die Verfilmung der Oper «Madame Butterfly» von Giacomo Puccini unter der Regie von Frédéric Mitterand

https://www.srf.ch/play/tv/sternstunde-kunst/video/gespraech-mit-yvonne-naef?urn=urn:srf:video:f37d9f18-7fda-431d-9a0e-37d90d02267a

Yvonne Naef – All afflitto e dolce il pianto ( Roberto Devereux – Gaetano Donizetti ) – Conductor John Neschling, Orchestra – St.Gallen 1993

Johann Sebastian Bach, Weihnachtsoratorium Kantate 3

Thomanerchor 1998, Nikolaikirche Leipzig, MDR Fernsehen

Barbara Schlick, Sopran; Yvonne Naef, Alt; Christoph Pregardien, Tenor; Klaus Mertens. Bass; Thomaskantor, Georg Christoph Biller

Gustav Mahler, DAS LIED VON DER ERDE, Symphonie für Alt, Tenor und Orchester.

I. Das Trinklied vom Jammer der Erde: 0:07 – II. Der Einsame im Herbst: 08:35 – III. Von der Jugend: 18:39 – IV. Von der Schönheit: 21:57 – V. Der Trunkene im Frühling: 29:21 – VI. Der Abschied: 34:10 – Final Announcements: 1:04:56 Yvonne Naef, Mezzosopran; Donald Litaker, Tenor; Radio-Philharmonie Hannover des NDR – Eiji Oue, Hannover, 8. Dezember 2000

Mal reggendo all’aspro assalto

José Cura, Dmitri Hvorostovsky, Yvonne Naef, Verónica Villarroel, Orchestra of the Royal Opera House / November 19, 2002 – Carlo Rizzi Stage Director Elijah Moshinsky

Yvonne Naef: Alto Rhapsody by Brahms

Male Chorus of Netherlands Radio Choir, Chief Conductor: Simon Halsey. Chorus master: Uwe Gronostay, Netherlands Radio Symphony Orchestra Conducted by Hans Vonk 18-21 Aug. 2003

Gurre-Lieder, Pt. 1: No. 10, Tauben von Gurre!

2019 SWR Classic Released, Conductor: Michael Gielen, Orchestra: SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg – Artist: Yvonne Naef – Composer: Arnold Schoenberg

Mehr:

https://www.performing-arts.ch/resource/?uri=http%3A%2F%2Fdata.performing-arts.ch%2Fr%2Fe4289e71-fb79-42c4-bc9d-eaf1ae28295f

https://web.archive.org/web/20061004232556/http://www.opernhaus.ch/d/kuenstler/kuenstler_detail.php?bioID=80853

https://web.archive.org/web/20240302092802/https://www.zhdk.ch/person/197897

https://www.bach-cantatas.com/Bio/Naef-Yvonne.htm

https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=135003415

https://www.machreich-artists.com/de/news/machreich-artists-trauert-um-yvonne-naef

https://www.lucernefestival.ch/de/programm/kuenstlerverzeichnis/yvonne_naef/360

https://www.osr.ch/en/about-the-osr/musicians/musicians/people/naef-yvonne

https://onlinemerker.com/geburtstage-im-november-2017/

https://www.bayreuther-festspiele.de/fsdb/mitwirkende/yvonne-naef/

https://www.luzernerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/es-ist-verdis-schonste-oper-chor-und-solistin-bringen-das-werk-auf-die-buhne-ld.1395795

https://www.operabase.com/yvonne-naef-a18182/de

(*) https://de.wikipedia.org/wiki/Yvonne_Naef

#YvonneNaef #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 24. Dezember 2025
  • Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik, Musik und Tanz

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