24. Dezember 2025
GEIGENBAUSCHULE BRIENZ: HANS ULRICH GLARNER WIRD DER NEUE PRÄSIDENT DER STIFTUNG
Als Nachfolger von alt Ständerat Werner Luginbühl hat die Stiftung Geigenbauschule Brienz per 1. Januar 2026 Hans Ulrich Glarner (Bild), den ehemaligen Leiter des kantonalbernischen Amts für Kultur, als ihren neuen Präsidenten gewählt. Glarner, der seit der Pensionierung ehrenamtlich in verschiedenen Kulturbereichen tätig ist, wurde 2024 Mitglied des Brienzer Stiftungsrats.

Bild: Hans Ulrich Glarner, 2025 – Foto: © Stiftung Geigenbauschule Brienz / Gerardo Graciacano
Die Schweizer Geigenbauschule Brienz
Die Schule wurde 1944 als Schweizerische Geigenbauschule gegründet, ihr erster Lehrer war Adolf König. Nachdem die Schule zunächst privat organisiert war, wurde sie 1952 in eine staatliche Schule überführt und unter dem Namen Kantonale Geigenbauschule Brienz vom Kanton Bern betrieben. Seit 1998 ist die Stiftung Geigenbauschule Brienz Trägerin der privaten Lehrwerkstatt Schweizer Geigenbauschule. Sie ist Aufsichtsbehörde und stellt die Infrastruktur zur Verfügung. Sie sichert die Grundfinanzierung des Werkstattbetriebs, der sich ausserdem aus Schulgeldern, Instrumentenverkäufen und Servicearbeiten an Streichinstrumenten finanziert. Die Stiftung wiederum speist sich aus jährlichen Zuwendungen der Hans und Verena Krebs Stiftung, aus Kapitalerträgen sowie aus Gönnerbeiträgen.
Die Schule bietet zwölf Ausbildungsplätze an. Die Ausbildung zum Geigenbauer / zur Geigenbauerin dauert vier Jahre. Es wird der Bau von Geigen, Bratschen und Celli gelehrt, ebenso Servicearbeiten an Bögen. Bis 2016 wurden an der Schule insgesamt 170 Geigenbauer:innen ausgebildet.
Die Schweizer Geigenbauschule führt eine Konzertreihe, die «Dachkammerkonzerte» und zeigt die Dauerausstellung «Von Fideln und Meistergeigen – Ausstellung über den Schweizer Geigenbau und die Kunst, Geigen zu bauen».
Die Geigenbauschule Brienz (Swiss School of Violin Making) ist die einzige Geigenbauschule der Schweiz.
Hans Ulrich Glarner
Hans Ulrich Glarner (*1959) stammt aus dem Aargau und hat hier verschiedene Positionen in der Kulturlandschaft innegehabt. Er absolvierte das Lehrerseminar in Aarau und studierte Germanistik, Geschichte und Geografie an der Universität Zürich. Von 1996 bis 1998 absolvierte er ein Nachdiplomstudium Kulturmanagement am ICCM Salzburg/Universität Linz. Er war Kulturredaktor beim «Aargauer Tagblatt», 1992 bis 2002 Leiter des Stapferhauses Lenzburg und von 2002 bis 2013 Leiter der Abteilung Kultur des Kantons Aargau und Mitglied der Geschäftsleitung des Departements Bildung, Kultur und Sport. Von 2013 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2024 leitete Glarner das Amt für Kultur des Kantons Bern. Darüber hinaus ist er in der nationalen Kulturszene gut vernetzt, und er war von 2006 bis 2010 Ausschussmitglied in der Konferenz der kantonalen Kulturbeauftragten der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren. Seit seiner Pensionierung ist Glarner u.a. Mitglied der Stiftung Schweizer Geigenbauschule Brienz.
Kontakt:
https://www.geigenbauschule.ch
Quellen:
https://www.geigenbauschule.ch/category/institution
https://www.plattformj.ch/artikel/238928
https://de.wikipedia.org/wiki/Geigenbauschule_Brienz
https://www.zeitgeschichte-aargau.ch/zeitzeugen-2/hans-ulrich-glarner-1
https://kulturundoekonomie.ch/de/2020/speaker/hans-ulrich-glarner
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Kommentare von Daniel Leutenegger