25. Februar 2026
«ESTER VONPLON – FLÜGELSCHLAG»
Ausstellung im Fotomuseum Winterthur, vom 28. Februar bis am 14. Juni 2026

Bilder: Ester Vonplon, Ohne Titel, aus Flügelschlag, 2020–2024 © Ester Vonplon

In ihrer künstlerischen Praxis richtet die Fotografin Ester Vonplon (*1980) in den letzten Jahren verstärkt den Blick auf wenig erschlossene Schweizer Landschaften, die sich in ihrer direkten Umgebung befinden. Dabei interessiert sie sich weniger für die Auswirkungen menschlichen Handelns, die immer deutlicher sichtbar werden, als vielmehr für die Orte, die – vermeintlich – noch intakt und unberührt sind.
Im Bewusstsein der Fragilität dieser Ökosysteme hält sie die Natur fotografisch fest, bevor diese aufgrund klimatischer Veränderungen und menschlichen Eingreifens möglicherweise bald verschwindet. Vonplon versteht ihre Werke als Memento mori: Sie machen die Stärke und Vergänglichkeit der Natur sichtbar.
Für ihre aktuellen Werkgruppen arbeitet die Künstlerin an unterschiedlichen Orten des Schweizer Kantons Graubünden; im Uaul Scatlè, einem von steilen Felsbändern umgebenen Fichtenurwald, im Val Curciusa, einem alpinen Hochtal, im Naturwaldreservat Aclatobel und in der Auenlandschaft Ogna da Pardiala. Vonplon dokumentiert die Landschaften und Fundstücke aus der Natur mittels unterschiedlicher fotografischer Techniken, die sie in den letzten Jahren entwickelt hat.
Ein sorgfältiges Bewegen in der Natur trifft auf die Lust am Experiment und das Ausloten fotografischer Techniken, die als Resultat neue Blicke auf Schweizer Landschaften ermöglichen.
Die eigentümlichen Farbeffekte entstehen oftmals aufgrund der Reaktionen der involvierten Chemikalien; die Auswahl der Motive und das Spiel mit den Formaten sind bewusste Setzungen, die spezifisch für die Ausstellung im Fotomuseum Winterthur entstanden sind.

Bild: Ester Vonplon, Ohne Titel, aus il uaul, 2022-2024 © Ester Vonplon
Biografie
Ester Vonplon (*1980, Schlieren) lebt und arbeitet in Castrisch, Graubünden. Sie studierte an der Fotoschule am Schiffbauerdamm (heute Neue Schule für Fotografie Berlin) und schloss 2013 ihr Masterstudium in Fine Arts an der Zürcher Hochschule der Künste ab. Sie präsentiert ihre Arbeiten im In- und Ausland und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2017 mit dem Manor Kunstpreis Graubünden und dem SAC-Kunstpreis. Ihre künstlerischen Projekte entstehen in der Surselva und sind oftmals inspiriert von deren Landschaft und Natur.
fmw
Kontakt:
https://www.fotomuseum.ch/de/exhibitions-post/ester-vonplon-fluegelschlag/

Bild: Ester Vonplon, Ohne Titel, aus I See Darkness, 2020–2025 © Ester Vonplon
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Kommentare von Daniel Leutenegger