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19. April 2026

«CAFÉ SPÖRRI – 1932-2012»

Ausstellung im Zeughaus Teufen (AR), bis am 20. September 2026

© Café Spörri

Alle Bilder: © Café Spörri

Die Ausstellung beleuchtet die faszinierende Geschichte des einstigen «Stadtcafés im Appenzellerland», das über Jahrzehnte den Dorfkern prägte und weit über die Kantonsgrenzen hinaus strahlte.

Die Geschichte der Institution begann mit den Wanderjahren von Jakob «Jacques» Spörri während der Belle Époque. In Paris arbeitete er beim mondänen Hoflieferanten Rumpelmayer, wo die Modeikone Coco Chanel an ihrem Lieblingstisch Nummer 10 zu seinen täglichen Stammgästen zählte. Dieses in der weiten Welt erlernte, erstklassige Handwerk legte den Grundstein für die Konditoren-Dynastie in Teufen.

© Café Spörri 3

Alle Bilder: © Café Spörri

Unter der Führung der nächsten Generation, Peter und Helen Spörri, avancierte das Haus in den 1960er- und 70er-Jahren schliesslich zu einem wahren «Bijou». Hier verschmolz internationale Eleganz mit lokaler Appenzeller Behaglichkeit. Weltstars wie die legendäre Tänzerin Josephine Baker oder der damalige Erbprinz und spätere Fürst Hans-Adam II. von Liechtenstein gaben sich die Ehre. Gleichzeitig war das Café fest im Dorf verankert – die Teufner Dorfjugend ging ganz selbstverständlich ein und aus. Sei es für kleine, süsse Rebellionen der Schülerinnen des strengen Töchterinstituts Buser, die oft den Hinterausgang nutzten, oder für die Schulkinder, die auf dem Nachhauseweg ans Backstubenfenster klopften und hoffnungsvoll nach Kuchenresten und «Abfall» fragten.

© Café Spörri 4

Alle Bilder: © Café Spörri

© Café Spörri 5

Die Ausstellung ist zugleich ein Beitrag zur aktuellen Debatte um Baukultur und den Wandel des Dorflebens. Sie dokumentiert auch das schmerzhafte Ende des Cafés: das jahrelange Ringen um einen Neubau, den Konflikt zwischen betrieblicher Notwendigkeit und Ortsbildschutz.

Die Szenografie macht das einstige «Wiener Café auf dem Land» fragmentiert wieder erfahrbar. Durch das Archiv von Hanspeter Spörri und anhand von Original-Exponaten von den alten Rezeptkladden bis zu Relikten des Interieurs – die Besucher:innen können in die Geschichte der Patisserie und den gesellschaftlichen Wandel eintauchen.

Publikation

Zur Ausstellung erscheint die 176-seitige Publikation «Café Spörri – 1932-2012» bei der VGS Verlagsgenossenschaft St.Gallen (CHF 30.-). Sie erzählt die Geschichte der Familie, des Cafés und der Gemeinde anhand von erstmals publizierten Fotos und Zeitdokumenten.

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Kontakt:

https://zeughausteufen.ch/ausstellungen/cafe-spoerri/

© Café Spörri 6

Alle Bilder: © Café Spörri

© Café Spörri 7

#CaféSpörri #HanspeterSpörri #HelenSpörri #ZeughausTeufen #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 19. April 2026
  • Freizeit und Sport, Küche, Weinkeller, Garten, Museum, Ausstellung, Galerie, Politik und Gesellschaft

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