27. April 2026
KANTON URI: ZWEI STIFTUNGEN MIT GEMEINSAMER NEUER FÖRDERUNG VON URNER KULTURSCHAFFENDEN
Die Dätwyler Stiftung und die Kunst- und Kulturstiftung Uri gehen künftig gemeinsame Wege in der Förderung des Urner Kunst- und Kulturschaffens. Sie schaffen mit dem Recherche-Atelier und dem Nachwuchspreis zwei neue Fördergefässe. Mit den beiden Förderungspreisen beabsichtigen die beiden Stiftungen, gezielt bestehende Lücken der Kulturförderung in Uri zu schliessen und neue Impulse zu ermöglichen. Ausgangspunkt der Zusammenarbeit ist der wachsende Bedarf nach flexiblen Förderformaten, insbesondere im professionellen Bereich.

Bild: © Kanton Uri
Die Dätwyler Stiftung geht in der Regel Förderpartnerschaften mit Institutionen ein und kann einzelne professionelle Kulturschaffende nur punktuell unterstützen. Die Kunst- und Kulturstiftung Uri hingegen vergibt Förderungsbeiträge, Atelieraufenthalte oder das Urner Werkjahr, für die sich einzelne Urner Kulturschaffende bewerben können. Nach der Tagung des Kuratoriums werden die Preise Ende Jahr vergeben. Mit der Kooperation zwischen der Dätwyler Stiftung und der Kunst- und Kulturstiftung Uri soll die Urner Förderlandschaft nun substanziell erweitert werden.
Das Recherche-Atelier
Das Recherche-Atelier ermöglicht Kunst- und Kulturschaffenden einen mindestens vierwöchigen, projektbezogenen Aufenthalt ausserhalb ihrer gewohnten Arbeitsumgebung. Der Ort ist frei wählbar – in Uri, der Schweiz oder im Ausland. Im Zentrum stehen die Recherche, die künstlerische Weiterentwicklung und das Sammeln neuer Impulse.
Die Ausschreibung erfolgt alle drei Jahre im Wechsel mit den bestehenden Atelieraufenthalten in Berlin und New York, erstmals im August 2026 mit Vergabe im Dezember 2026. Pro Zyklus stehen für den Preis maximal CHF 20’000 zur Verfügung. Dabei können mehrere Bewerbungen berücksichtigt werden, solange die maximale Vergabesumme nicht überschritten wird.
Der Nachwuchspreis
Ergänzend dazu wird jährlich ein Nachwuchspreis vergeben, der mit bis zu CHF 5’000 dotiert ist. Er richtet sich an Kulturschaffende am Beginn ihrer Laufbahn, bis fünf Jahre nach Abschluss einer entsprechenden Erstausbildung. Der Preis soll gezielt ermutigen und wichtige Entwicklungsschritte ermöglichen. Die Vergabe erfolgt fakultativ durch das Kuratorium im Rahmen der regulären Preisausschreibung.
Quelle / Mehr:
https://www.daetwyler-stiftung.ch/cms/upload/dokumente/medienberichte/2026_MM_Recherche_Atelier.pdf
Kontakt:
https://www.ur.ch/dienstleistungen/3896
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Kommentare von Daniel Leutenegger