10. Juni 2026
SUISA: «EINNAHMEN AUS AUFFÜHRUNGSRECHTEN ERSTMALS HÖHER ALS AUS SENDERECHTEN»
Die Suisa, die Schweizer Genossenschaft der Urheber:innen und Verleger:innen von Musik, kann für das vergangene Geschäftsjahr erneut ein Bestergebnis ausweisen: «Höhere Einnahmen, tiefere Verwaltungskosten und eine gesteigerte Verteilsumme für die Musikerinnen und Musiker unterstreichen die erfolgreiche Entwicklung. Zu diesem sehr guten Ergebnis haben insbesondere höhere Einnahmen aus Hintergrundmusik, Konzerten und anderen Aufführungen sowie aus den Leerträgervergütungen beigetragen», schreibt die Suisa in ihrer heutigen Mitteilung.

Die Suisa, die Genossenschaft der Urheber:innen und Verleger:innen von Musik in der Schweiz und in Liechtenstein, hat ihr Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 wiederum steigern können. Der Suisa-Konzern nahm letztes Jahr 215,6 Millionen Franken an Lizenzeinnahmen aus Urheberrechten ein – 2,7 % mehr als im Vorjahr (209,9 Millionen Franken).
Zusammen mit den betrieblichen Nebeneinnahmen, Wertschriftenerträgen und anderen nicht betrieblichen Einnahmen (insgesamt 22,7 Millionen Franken) betrug der Gesamtumsatz des Suisa-Konzerns 238,3 Millionen Franken und war damit um 2,1 % höher als im Vorjahr (233,3 Millionen Franken).
161,2 Millionen Franken stammen aus dem Kerngeschäft im Inland: der Lizenzierung von Urheberrechten für Nutzungen in der Schweiz und in Liechtenstein. Die Suisa erzielte insbesondere bei den Aufführungsrechten höhere Einnahmen: Mit 64,5 Millionen Franken lagen diese um 6,8 % höher als 2024 (60,4 Millionen Franken). Diese Steigerung um 6,8 % stammt insbesondere aus der Nutzung von Hintergrundmusik in Büros, Gastrobetrieben oder Ladengeschäften sowie aus Konzerten.
Aufführungsrechte überholen Senderechte
Letzteres zeigt, dass ein immer grösseres Publikum in der Schweiz Musikveranstaltungen und insbesondere Konzerte besucht. Dank dieses Wachstums haben die Einnahmen aus den Aufführungsrechten zum ersten Mal diejenigen aus den Senderechten überholt. Diese waren mit 60,8 Millionen Franken minimal höher als im Vorjahr (60,7 Millionen Franken).
Höhere Einnahmen erzielte die Suisa auch bei den Leerträgervergütungen, die 2025 mit 16,4 Millionen Franken um 10,6 % höher waren als im Vorjahr (14,8 Millionen Franken).
Online-Rechte: Höhere Einnahmen in der Schweiz – Rückgang im weltweiten Geschäft
Bei den Online-Rechten zeigen die Einnahmen aus dem letzten Jahr ein differenziertes Bild: Während die Online-Einnahmen in der Schweiz und in Liechtenstein um 20,5 % auf 15,8 Millionen Franken zunahmen, gingen die weltweit verwalteten Rechte für die Online-Nutzung von Musik um 7,6 % auf 41,6 Millionen Franken zurück.
Bei den Vervielfältigungsrechten konnte die Suisa die Einnahmen um 10,5 % auf 3,7 Millionen Franken steigern. Ungeachtet dessen setzt sich der langfristige Rückgang bei physischen Tonträgern weiter fort.
Erfreulich entwickelten sich letztes Jahr die Einnahmen aus der Nutzung des Suisa-Repertoires im Ausland: Diese lagen mit 12,8 Millionen Franken um 2,1 % höher als im Vorjahr (12,5 Millionen Franken).
Tiefere Kosten und mehr Geld für die Urheber:innen und Verleger:innen von Musik
«Zum hervorragenden Ergebnis haben auch tiefere Kosten beitragen. Trotz steigendem Arbeitsvolumen konnte die Suisa dank kontinuierlicher Kostendisziplin und einem positiven Effekt aus der aktiven Bewirtschaftung der Debitorenausstände den Gesamtaufwand auf 39,7 Millionen Franken senken (-7,2 % gegenüber dem Vorjahr). Von den höheren Einnahmen und tieferen Kosten profitieren vor allem die Urheber:innen und Verleger:innen von Musik im In- und Ausland: Der Suisa-Konzern kann aus dem Jahresergebnis 2025 191,7 Millionen Franken an die Musikschaffenden verteilen (+2,4 % im Vergleich zum Vorjahr).», ist in der Medienmitteilung zu lesen.
Herausforderungen 2026: Künstliche Intelligenz und SRG-Konzession
Zu den zentralen Herausforderungen im laufenden Jahr zählt die Suisa «insbesondere die generative künstliche Intelligenz (KI). KI-generierte Musik wirft dringende Fragen auf: Geschützte Werke werden zum Training von Modellen genutzt, während neue Inhalte entstehen, die mit menschlich geschaffener Musik konkurrieren. Die Suisa setzt sich dafür ein, dass die Interessen der Urheber:innen, Verleger:innen und weiterer Rechteinhaber:innen bei der anstehenden Regulierung berücksichtigt und die Kulturschaffenden fair vergütet werden. Des Weiteren wird sich die Suisa dafür starkmachen, dass Kultur und insbesondere Schweizer Musik in der erneuerten SRG-SS-Konzession einen prominenten Platz behalten.»
Quelle / Mehr / Kontakt:
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https://www.suisa.ch/de/News-und-Agenda/News-2026/2026-06-10_News_Gesch-ftsbericht_der_SUISA–.html
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Kommentare von Daniel Leutenegger