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3. April 2026

«DELCY MORELOS. LAS FORMAS DE LA SOMBRA»

Ausstellung des Kunstmuseums St.Gallen in der Lokremise St.Gallen, bis am 12. Juli 2026

Bild: Delcy Morelos, Las formas de la sombra, 2026, Torferde, Vulkangestein, Schilf, Bauholz / Altholz, Schwedenfarbe, Dispersionsfarbe, Armierungseisen, Juteschnur, Duftessenz, 5,6 × 29 × 26 m, Courtesy die Künstlerin und Marian Goodman Gallery – Foto Sebastian Stadler

Delcy Morelos verwandelt die Lokremise in einen Ort, den man nicht nur betrachten, sondern mit allen Sin­nen erleben kann: eine raumgreifende, vergängliche Installation aus recycelter Erde, gebrauchtem Holz und Duftessenz. Mit wenigen Materialien und einer nahezu schwarzen, monochromen Farbigkeit schafft sie ein inten­sives Environment, in dem Sehen, Riechen und Bewegen zu gleichwerti­gen Formen der Wahrnehmung zusammenwirken.

Morelos’ Praxis ist radikal auf Material, Raum und Präsenz fokussiert. Aus einer Weltanschauung der Andenregion heraus – und im Dialog mit Minimal Art und Konzeptkunst – entwickelt sie eine eigenständige Sprache zwischen Zeichnung, Malerei, Skulptur und Installation. Natur­materialien sind dabei Träger von Zeit, Prozess und Vergänglichkeit.

Im Zentrum der Ausstellung entfaltet sich ein weitläufiges Feld aus Erdhügeln und bemalten Holzlatten: gestapelt, geschichtet, lose ge­häuft – wie Ackerland, Topografie oder archäologische Spuren. Wände und Säulen sind mit Erdschichten überzogen; schmale Wege führen durch eine verdichtete Atmosphäre, in der Naturverbundenheit, indigene Spiritualität und koloniales Erbe ineinandergreifen. «So wird unser entfremdetes Verhältnis zur Natur sinnlich erfahrbar – still, konzentriert und letztlich politisch», schreibt das Kunstmuseum St.Gallen.


Delcy Morelos wurde 1967 in Tierralta in der Region Córdoba in Kolumbien geboren und studierte an der Cartagena School of Fine Arts. Sie lebt und arbeitet in Bogotá.

Ihre Werke wurden in zahlreichen internationalen Einzelausstellungen gezeigt: El espacio vientre, MUAC Museo Universitario Arte Contemporáneo, Mexico City (2025); Madre, Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin (2025); Profundis, CAAC Centro Andaluz de Arte Contemporáneo, Sevilla (2024); Interwoven, Pulitzer Arts Foundation, St.Louis, Missouri (2024); El abrazo, Dia Chelsea, New York (2023); El lugar del alma, Museo Moderno, Buenos Aires; Between Rivers, Astrup Fearnley Museet, Oslo (2024); Enie, Fundación NC-Arte, Bogotá (2018); Inner Earth, Röda Sten Konsthall, Göteborg (2018). 2022 nahm sie mit der Installation Earthly Paradise an der 59. Biennale von Venedig in der Ausstellung The Milk of Dreams teil.

Morelos wurde mit dem Pérez Prize in Public Art & Civic Design (2024) und dem ARTnews Awards Established Artist of the Year (2024) ausgezeichnet.

ots

Kontakt:

https://kunstmuseumsg.ch/unser-programm/aktuelle-ausstellungen/delcy-morelos

#DelcyMorelos #LasFormasDeLaSombra #KunstmuseumStGallen #LokremiseStGallen #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 3. April 2026
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design, Museum, Ausstellung, Galerie

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