13. Juni 2025
«JADWIGA MAZIARSKA: ASSEMBLY»
Ausstellung im Muzeum Susch, Eröffnung am 15. Juni 2025, 13 bis 16 Uhr

Bild: Ausstellungsansicht «Jadwiga Maziarska: Assembly», 2025 © Muzeum Susch / Art Stations Foundation – Fotograf: Federico Sette
Die vom Muzeum Susch präsentierte Ausstellung «Assembly» ist die erste umfassende Werkschau der polnischen Künstlerin Jadwiga Maziarska (1913–2003) ausserhalb ihres Heimatlandes. Für diese Ausstellung hat das Muzeum Susch die bedeutendsten Werke aus ihrem vielfältigen Œuvre zusammengetragen.
Der Titel der Ausstellung «Assembly» spricht Maziarska als «Ingenieurin und Bricoleurin» von Ausgangsmaterialien und Methoden an und erzeugt eine Abstraktion, die weder innerhalb der Krakauer Nachkriegsgruppe (Grupa Krakowska II) noch darüber hinaus kategorisierbar ist. Ihre künstlerischen Prozesse sind in der Körperlichkeit des Zusammensetzens verwurzelt – als Reaktion auf Konzepte der Reproduktion und der Moderne. Maziarska erweist sich als eine der wichtigsten Stimmen der Avantgarde in Polen, neben ihrer – erst kürzlich anerkannten – engsten Freundin und Dialogpartnerin Erna Rosenstein.
Von den 1940er- bis in die 1990er-Jahre aktiv, liess sich Maziarska von Wissenschaft, Phänomenologie, Massenfotografie, gedruckten Reproduktionen und Zeitungsausschnitten inspirieren, aus denen sie autonome Strukturen entwickelte. In dieser Ausstellung sind Gemälde, Skulpturen und Mixed-Media-Werke zusammen mit der Sammlung von Skizzen und Zeitungsausschnitten der Künstlerin zu sehen.
Jadwiga Maziarska wurde 1913 in Sosnowiec geboren. 1932 schrieb sie sich an der Fakultät für Rechts- und Sozialwissenschaften der Stefan-Batory-Universität in Vilnius ein und besuchte ausserdem Seminare zu Psychiatrie und Psychoanalyse. Zwischen 1934 und 1939 studierte sie an der Fakultät für Malerei der Akademie der Schönen Künste in Krakau zusammen mit Erna Rosenstein und Tadeusz Kantor. 1957 waren sie Mitbegründer der Zweiten Krakauer Gruppe (Grupa Krakowska II). 1991 fand Maziarskas erste monografische Ausstellung im Kunstpalast in Krakau statt, und 2001 erhielt sie den Jan-Cybis-Preis. Sie verstarb 2003 im Alter von 90 Jahren.
Zu ihren jüngeren Ausstellungen gehören die Retrospektive «Atlas of the Imaginary» im CCA Ujazdowski Castle in Warschau (2009) sowie die Einzelausstellung «Jadwiga Maziarska: 1913–2003» in der Galerie Johnen (heute Esther Schipper) in Berlin (2013).
Kuratiert von Rhea Anastas & Barbara Piwowarska
ms
Mehr / Kontakt:
https://www.muzeumsusch.ch/de/2202/Jadwiga-Maziarska-Assembly
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Kommentare von Daniel Leutenegger