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20. August 2026

«ROY LICHTENSTEIN. SWEET DREAMS, BABY!»

Ausstellung im Kunstmuseum Basel | Neubau, vom 22. August 2026 bis am 14. März 2027

Roy Lichtenstein, 1967 - Foto: Nationaal Archief, https://www.nationaalarchief.nl/onderzoeken/fotocollectie/ab2c39b4-d0b4-102d-bcf8-003048976d84 - Lizenz: https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Roy_Lichtenstein_(1967).jpg

Bild: Roy Lichtenstein, 1967 – Foto: Nationaal Archief, https://www.nationaalarchief.nl/onderzoeken/fotocollectie/ab2c39b4-d0b4-102d-bcf8-003048976d84 – Lizenz: https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Roy_Lichtenstein_(1967).jpg

Das Kunstmuseum Basel zeigt Druckgrafiken aus allen Schaffensphasen der Pop-Art-Legende Roy Lichtenstein (1923–1997). Viele der rund fünfzig Werke sind erstmals zu sehen. Anlass für die Ausstellung ist eine Schenkung der Roy Lichtenstein Foundation, welche die Bestände im Kupferstichkabinett des Kunstmuseums zu einer der wichtigsten Sammlungen von Lichtensteins Werken ausserhalb der USA machen.

«Roy Lichtenstein. Sweet Dreams, Baby!» gewährt einen repräsentativen Einblick in Lichtensteins bunte und quirlige Welt. Die Ausstellung zeigt, wie der US-Amerikaner mit eingängigen Motiven, Experimentierfreude und technischer Virtuosität in den 1960er-Jahren zum Wegbereiter der Pop Art (vom Englischen «popular», im Sinne von «Populärkultur») wurde. Mit viel Humor und Ironie überführt Lichtenstein die Bildsprache von Konsumgütern, Werbebroschüren und Schaufensterauslagen in die bildende Kunst. Insbesondere die Comic-Ästhetik macht er sich zu eigen: Vergrösserte Details, leuchtende Farben und Rasterpunkte (Ben-Day dots) werden zu seinen Markenzeichen.

Die New Yorker Kunstszene reagiert erst geschockt auf die als banal empfundene Pop Art. Zugleich spricht die vertraute Bildwelt dieser neuen künstlerischen Ausdrucksform ein grosses Publikum an. Das Medium der Druckgrafik spielt dabei aufgrund seiner Reproduzierbarkeit eine wesentliche Rolle: Lichtensteins erste Druckgrafiken in Comic-Ästhetik sind Poster und Einladungen für seine Ausstellungen in der Galerie von Leo Castelli in New York. Sie werden günstig und in hohen Auflagen gedruckt und machen den Künstler weitherum bekannt.

Lichtensteins Beschäftigung mit der Druckgrafik reicht bis in seine Studienzeit zurück. Die Ausstellung zeigt sechs Beispiele aus den späten 1940er- und frühen 1950er-Jahren, die veranschaulichen, wie intensiv er bereits damals mit unterschiedlichen Drucktechniken experimentierte. Ab den späten 1960er-Jahren arbeitet er mit namhaften Druckateliers wie Gemini Graphic Editions Limited in Los Angeles, Tyler Graphics in Bedford, New York, und Graphicstudio an der University of South Florida in Tampa zusammen. Im engen Austausch mit deren Mitarbeitenden entstehen technisch höchst versierte Einzelblätter und Serien. So ist etwa Portrait (1989) das Ergebnis eines 18-stufigen Druckvorgangs. Die Kombination von vier verschiedenen Techniken – Lithografie, Holzschnitt, Siebdruck und dem eigens für dieses Projekt von Graphicstudio entwickelten Wachsdruck – erzeugt überaus abwechslungsreiche Oberflächeneffekte, die von matten Bereichen über glänzende und schillernde Stellen bis hin zu fliessend anmutenden Pinselstrichmotiven reichen.

Über fünf Jahrzehnte schafft Lichtenstein mehr als 350 Siebdrucke, Radierungen, Lithografien sowie Holz- und Linolschnitte. Aus Anlass des 100. Geburtstags des Künstlers im Jahr 2023 hat die Roy Lichtenstein Foundation der Albertina in Wien, dem British Museum in London und dem Kunstmuseum Basel insgesamt rund 100 Druckgrafiken geschenkt und damit drei Referenzsammlungen in Europa begründet.

Das Kunstmuseum Basel hat 33 Werke erhalten, die Lichtensteins druckgrafisches Œuvre in seiner ganzen Vielfalt erfahrbar machen. Bedruckte Pappteller (Paper Plates, 1969) zählen ebenso dazu wie eine eigenwillige Neuinterpretation von Vincent van Goghs Sämann (The Sower, 1985) und die monumentale Tapete Wallpaper with Blue Floor Interior (1992).

Die Ausstellung «Roy Lichtenstein. Sweet Dreams, Baby!» stellt diese Schenkung erstmals dem Basler Publikum vor. Ergänzt wird sie um weitere Druckgrafiken Lichtensteins, von denen erste bereits in den 1960er-Jahren in die Sammlung des Kupferstichkabinetts des Kunstmuseums gelangten. Hinzu kommen die Gemälde Hopeless (1963) und Mirror #2 (1970) – beide befinden sich als Dauerleihgaben im Kunstmuseum.

Die Roy Lichtenstein Foundation wurde 1998 von Dorothy Lichtenstein (1939–2024), der Witwe des Künstlers, in New York gegründet. Ihr Anliegen ist es, sein Werk zugänglich zu machen. So hat sie ein Online-Werkverzeichnis erstellt, das kontinuierlich aktualisiert wird.

Kuratiert von Fabienne Ruppen

kmb

Kontakt:

https://kunstmuseumbasel.ch/de/ausstellungen/2026/roy-lichtenstein-sweet-dreams-baby

#RoyLichtenstein #RoyLichtensteinFoundation #SweetDreamsBaby #KunstmuseumBasel #FabienneRuppen #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 20. August 2026
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design, Museum, Ausstellung, Galerie

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