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2. Mai 2017

SCHWEIZER GRAND PRIX KUNST / PRIX MERET OPPENHEIM 2017 FÜR DANIELA KEISER, PETER MÄRKLI UND PHILIP URSPRUNG

Das Bundesamt für Kultur (BAK) zeichnet mit dem Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim 2017 zum siebzehnten Mal herausragende Schweizer Kulturschaffende aus: die Künstlerin Daniela Keiser, den Architekten Peter Märkli sowie den Autor und Kurator Philip Ursprung. Sie werden am 12. Juni 2017 zusammen mit den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern der Schweizer Kunstpreise in Basel geehrt.

Der Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim wird seit 2001 auf Empfehlung der Eidgenössischen Kunstkommission an Persönlichkeiten der Kunst, Kunstvermittlung und Architektur verliehen, deren Arbeit von besonderer Aktualität und Relevanz für die Schweizerische Kunst- und Architekturpraxis ist. Die Auszeichnungen sind mit je 40’000 Schweizer Franken dotiert.

In der Ausstellung Swiss Art Awards, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Runde des Schweizer Kunstwettbewerbs vorstellt, werden filmische Portraits der Preisträger und Preisträgerin des Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim 2017 gezeigt.

daniela schneider

Daniela Keiser. Foto: Katalin Déer / BAK, 2017

Daniela Keiser

Daniela Keiser (geboren 1963 in Neuhausen, lebt in Zürich) arbeitet als Konzept- und Installationskünstlerin mit Fotografie und Sprache, die sie in unterschiedlichen Ausstellungs- und Präsentationsformate übersetzt. 

Nach ihrem Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel sowie an der Hochschule der Künste Zürich, lehrt sie seit 2008 an der Hochschule der Künste Bern. Verschiedene Atelier- und Auslandaufenthalte führten sie u.a. nach London, Paris, New York, Berlin, Kairo und in die Türkei. Ihr Werk ist in diversen öffentlichen Sammlungen vertreten, so im Fotomuseum Winterthur, im Museum für Gegenwartskunst Basel und in der Schweizerischen Nationalbibliothek, Bern.

Gerade hat die in Zürich lebende Künstlerin unter dem Titel «In and Out of Translation» eine Zusammenkunft von Übersetzern initiiert, bei der ihre verschiedenen, über Jahre entstandenen Textarbeiten aus der Sicht ihrer Übersetzerinnen und Übersetzer diskutiert und in einer Publikation zusammengefasst werden. Neben dem Wort nimmt das fotografische Bild einen entscheidenden Platz in ihrem künstlerischen Werk ein. In meist umfangreichen Installationen, Gruppen und Serien reizt Daniela Keiser dabei die Wahrnehmungsgrenzen der Betrachter und Betrachterinnen aus.

peter märkli

Peter Märkli. Foto: Katalin Déer / BAK, 2017

Peter Märkli

Peter Märkli (geboren 1953 in Zürich, lebt in Zürich) ist einer der prägenden Architekten unserer Zeit. Seine Architektur, seine Zeichnungen wie auch seine Lehre erfahren vor allem in der jüngeren Generation hohe Anerkennung und international eine besondere Wertschätzung.   

Während seines Architekturstudiums an der ETH Zürich entwarf er bereits erste Neubauten in Zusammenarbeit mit Gody Kühnis. Seit 1978 betreibt er sein eigenes Atelier und fertigt seitdem kleine Zeichnungen an, die sowohl Teil seiner Entwurfsarbeit sind, als auch eigenständig funktionieren. 1992 baute er in Zusammenarbeit mit Stefan Bellwalder das Museum für Reliefs und Halbfiguren von Hans Josephsohn in La Congiunta in Giornico, mit dem er weltweit bekannt wurde. Für das breite Spektrum des eigenen Werkes zeugen unter anderem das Synthes-Gebäude in Solothurn, das Projekt für ein Versicherungsgebäude am Mythenquai, die Genossenschaftssiedlung Im Gut, das Apartmenthaus an der Hohlstrasse oder die Hotelfachschule am Belvoirpark, alle in Zürich, sowie das Visitors Center oder das Picasso-Haus in Basel. Von 2002 bis 2015 war er Professor für Entwurf an der ETH Zürich. Er hielt Vorträge und präsentierte Ausstellungen u.a. in Moskau, London, Tokio oder Neu-Delhi sowie auf der Architekturbiennale in Venedig.

Peter Märklis Verständnis des Architektenberufs folgt dem einer Baukunst, die immer geschichtlich wie gesellschaftlich eingebunden ist, doch zugleich gegenwärtig und in Teilen auch unabhängig sein muss. Eigen zu bleiben, gut und ausdrucksstark zu bauen, dabei der Architektur wie dem Leben so manche Antwort zu entlocken auf einfache wie besondere, aber nie aussergewöhnliche oder modische Fragen – das war sein Antrieb und ist es bis heute.

philipp ursprung

Philip Ursprung. Foto: Katalin Déer / BAK, 2017

Philip Ursprung

Grenzen suchen, abtasten und überschreiten: Philip Ursprung (geboren 1963 in Baltimore, lebt in Zürich) forscht sowohl innerhalb der eigenen Disziplin als auch über die Disziplinen hinweg. Mit der Übertragung von Begriffen und Konzepten und experimentelle Untersuchungsmethoden erweitert er innerhalb der Forschung den theoretischen Diskurs.

Das Studium der Kunstgeschichte, allgemeine Geschichte und Germanistik absolvierte er in Genf, Wien und Berlin. Er wurde 1993 an der Freien Universität Berlin promoviert und habilitierte sich 1999 an der ETH Zürich. Danach unterrichtete er u. a. an der Hochschule der Künste Berlin, der ETH Zürich, der Columbia University New York, der Universität Zürich und am Barcelona Institute of Architecture. Seit 2011 ist er Professor für Kunst- und Architekturgeschichte an der ETH Zürich. Er hat in den 1990er-Jahren mit Hedy Graber Ausstellungen in der Kunsthalle Palazzo in Liestal kuratiert und war Gastkurator am Museum für Gegenwartskunst in Basel und am Canadian Center for Architecture in Montreal. Weiterhin ist er Herausgeber und Autor zahlreicher Buchpublikationen, unter anderem über die Architekturbüros Herzog & de Meuron und Caruso St John sowie über die von Grenzen der Kunst am Beispiel von Allan Kaprow und das Happening oder Robert Smithson und die Land Art. Seit 2015 leitet er das Forschungsprojekt «Tourism and Cultural Heritage: A Case Study on the Explorer Franz Junghuhn» am Future Cities Laboratory des Singapore-ETH Centre.

In seinen vielfältigen Funktionen und mit den unterschiedlichen Formaten vermittelt er eine Sensibilität für jene unscharfen Grenzzonen, in denen erstarrte Definitionen versagen, vitale Kräfte in Bewegung sind und unerwartete Verbindungen entstehen – wodurch sich neue intellektuelle und gestalterische Freiheiten eröffnen.

—

Publikation Prix Meret Oppenheim 2017

Anlässlich der Preisverleihung am 12. Juni 2017 gibt das Bundesamt für Kultur (BAK) die Publikation Prix Meret Oppenheim 2017 heraus, in der die Preisträgerin und Preisträger portraitiert und mittels Interviews vorgestellt werden. Die Interviews führten Thomas Seelig mit Daniela Keiser, Georg Krüger mit Peter Märkli und Judit Solt mit Philip Ursprung. Die Publikation umfasst 198 Seiten und erscheint in Deutsch und Englisch. Redaktion: Manuela Schlumpf; Grafische Gestaltung: Kaspar Florio; Fotografie: Katalin Deér.
bak

Mehr:

https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/48143.pdf

Blog: www.swissartawards.ch

https://www.instagram.com/swissartawards

Nächste Veranstaltungen:

Ausstellung Swiss Art Awards 2017
Vernissage: 12. Juni 2017, 19 – 22 Uhr
Ausstellung: 13. – 18. Juni 2017, jeweils von 10 – 19 Uhr
Halle 3, Messe Basel. Der Eintritt ist frei.

Preisverleihung Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim und Schweizer Kunstpreise
12. Juni 2017, 17 – 18:30 Uhr

Kontakt:

Zu den Kulturpreisen des Bundes:
Danielle Nanchen, Sektion Kulturschaffen, Bundesamt für Kultur
danielle.nanchen@bak.admin.ch

Zu den Schweizer Kunstpreisen:
Léa Fluck, Kunstförderung, Sektion Kulturschaffen, Bundesamt für Kultur lea.fluck@bak.admin.ch

Bundesamt für Kultur

http://www.bak.admin.ch

http://www.swissartawards.ch/~journal/

     
  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 2. Mai 2017
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design

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