26. Februar 2026
«SITARA ABUZAR GHAZNAWI. EMBARRASSMENT OF RICHES»
Ausstellung im Kunsthaus Glarus, vom 28. Februar bis am 24. Mai 2026

Bild: © Sitara Abuzar Ghaznawi, 2025, Mischtechnik auf Papier, 35,9 x 47,8 cm
Für ihre Einzelausstellung in Glarus hat Sitara Abuzar Ghaznawi (*1995 in Ghazni, Afghanistan, lebt und arbeitet in Basel und Sarnen) eine Serie aus fünfzig Collagen produziert. In der Serie verdichtet, entsteht so eine eindeutige eigene Ikonographie: Blumen, Truck-Sammelbilder, Zeichnungen, Verpackungen aus Plastik, die Signatur der Künstlerin, immer wieder auch ein angedeuteter Horizont.
Für die Collagen hat die Künstlerin die Papierbögen eines Buchblock-Dummys der Publikation eines anderen Künstlers benutzt, der das Format und die Anzahl der Collagen vorgibt. Mal sind die Bildräume voll mit Gegenständen, mal ist ein Blatt lose mit silberner Farbe bemalt. Jeden Tag eine Collage, dann die nächste – sich das Format und die eigenen Bildsprachen und Formen erneut aneignend, entstand so eine Arbeit, die formalen Hierarchien umdeutet und eine eigene Logik darüberlegt.
Und so impliziert auch der Titel «Embarrassment of Riches» eine doppelte Geste: Mal verdichten sich die Bildräume, mal bleiben sie beinahe leer – offen bleibt, wessen Reichtum hier eigentlich zur Schau gestellt wird, und wessen Verlegenheit.
Biografie
Sitara Abuzar Ghaznawi (*1995, Ghazni, Afghanistan) lebt und arbeitet in Basel und Sarnen. Zu ihren jüngsten Einzelausstellungen gehören Ich kenne Sitara nicht so gut. Sie macht mir wahnsinnig Angst, Shahin Zarinbal, Berlin (2025); Sitara Abuzar Ghaznawi & Sem Lala, Forde, Genf; Public sculpture, Amore, Basel (2024); Sin City, Auto Italia, London (2023); Don’t Build Picturesquely (mit Marina Xenofontos), Hot Wheels, Athen (2022); Hymn and Silence, LC Queisser, Tiflis; LOVE / Terms and Conditions, Galerie Maria Bernheim, Zürich (2021); Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi, Swiss Institute New York, New York (2020).
Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem in der Galleria Solito, Italien; bei CIBRIÁN, Spanien (2025); bei Shahin Zarinbal, Leipzig; bei LC Queisser, Tiflis (2023); bei Antenna Space, Shanghai (2022); bei Cordova Gallery, Barcelona; bei yaby, Madrid; bei Maria Bernheim, London (2021); in der Kunsthalle Zürich (2020); in der Fri Art Kunsthalle Fribourg-Freiburg; in der Galerie Maria Bernheim, Zürich; an der Messe Basel; im Museum im Bellpark, Kriens und bei Édouard Montassut, Paris (2019).
Die Ausstellung wurde von Melanie Ohnemus initiiert und wird von Ann-Kathrin Eickhoff kuratiert.
khg
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Kommentare von Daniel Leutenegger