Der am 1. Dezember 1943 in Gebensdorf geborene und in Turgi aufgewachsene Fotograf, Fachpublizist, langjährige Berufsschullehrer und Berater für Fotografie Jost J. Marchesi (Bild) ist am 2. Juli 2026 in Dällikon gestorben, wie ch-cultura.ch jetzt erfahren hat. Marchesi war als Berufsschullehrer für Fotografie beliebt und als Fachpublizist international bekannt. Nach seiner Erstausbildung als Primarlehrer absolvierte er eine Fotografenlehre bei Armin Gessler. Danach war er im Fotoverkauf und als Reporter tätig, bevor er sich mit einem Fotostudio selbständig machte. Nach einer Zusatzausbildung an der höheren Fachschule für Photographie in Köln absolvierte er die Meisterprüfung 1972 und wurde als Fachlehrer für Fotografie an die Schule für Gestaltung in Zürich berufen. (*)

Bild: Jost J. Marchesi – Foto: © fotointern.ch
Marchesi war als Berufsschullehrer für Fotografie beliebt und als Fachpublizist international bekannt
Wer von 1973 bis 2009 die Berufsschule in Zürich besucht oder wer das «Photokollegium» oder viele andere Bücher aus seiner Feder zur Aus- und Weiterbildung benutzt hat, weiss, wer Jost J. Marchesi war. Er hat es – sei es im Unterricht, bei seinen Vorträgen oder eben in geschriebener Form – hervorragend verstanden, komplizierte Dinge einfach und verständlich zu erklären oder mit irgendwelchen Experimenten seine Schülerinnen und Schüler zu begeistern. Als Fachlehrer für Fotografie hat er über viele Jahre hinweg Generationen von Lernenden begleitet, geprägt und inspiriert. Sein Unterricht war mehr als die Vermittlung technischer Fertigkeiten: Er verstand Fotografie als Sprache, als Haltung und als präzises Sehen der Welt.
In einer Zeit des raschen technologischen Wandels blieb er ein verlässlicher Orientierungspunkt. Seine Studierenden schätzten nicht nur sein Fachwissen, sondern auch seine Geduld, seine Genauigkeit und seine stille Begeisterung für das Bild als Ausdrucksmittel. Über den Unterricht hinaus wirkte er als Autor weit in die fotografische Fachwelt hinein. Besonders seine Buchreihe «Photokollegium» wurde zu einem Standardwerk für Ausbildung und Praxis. Generationen von Fotografinnen und Fotografen griffen auf diese Bände zurück – nicht nur als Lehrmittel, sondern als Begleiter in der eigenen Entwicklung. Seine Texte verbanden technische Präzision mit einem tiefen Verständnis für Bildgestaltung und fotografische Ethik.
Urs Tillmanns
https://www.fotointern.ch/archiv/2026/07/10/jost-j-marchesi-ist-nicht-mehr-bei-uns/
Mehr:
https://www.daellikon.ch/_docn/7100068/Todesanzeige_Aushang_A5.pdf
(*) https://www.fotointern.ch/archiv/2026/07/10/jost-j-marchesi-ist-nicht-mehr-bei-uns/
https://www.siyu.ch/aktuell/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2349&cHash=3395380ae3aac7d566b1b5dc7ec8f6d3
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https://de.wikipedia.org/wiki/Farbfotografie
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Kommentare von Daniel Leutenegger