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8. Dezember 2011

Neuer «GDI IMPULS»: «Die Zukunft der Megatrends»

Naturkatastrophen, Krisenangst: Wer glaubt heute noch voller Optimismus an eine planbare Zukunft? Die Idee der Megatrends, der grossen Voraussagen, ist unglaubwürdig geworden. Das hat Konsequenzen für die Trendforschung. Für die aktuelle Ausgabe des Wissensmagazins «GDI Impuls» unternimmt der renommierte Berliner Medienwissenschaftler Norbert Bolz eine Neu-Positionierung des Megatrend-Begriffs.

Nicht mehr das Bild des Zeitpfeils, der einen Weg weist, bemüht Bolz, sondern jenes einer Kampfzone: Jeder Trend, der eine Zukunft verheisse, provoziere einen rückwärtsgerichteten Gegentrend; zusammen konstituierten sie Schauplatz und Aktionsrahmen für Wirtschaft und Gesellschaft. «Zwischen Trend und Gegentrend liegt der Hybrid. Wo die Gegensätze aufeinanderprallen, bieten sich die besten Chancen für neue Produkte, die versuchen, das Beste beider Welten zu vereinen.»

Als Beispiele für solche Hybrid-Ansätze nennt die Megatrends-Ausgabe von «GDI Impuls» die Freemium-Strategie vieler Online-Contentanbieter (kostenlos und kostenpflichtig zugleich), das Frenemy-Verhältnis zwischen Google und den meisten Medienkonzernen (Feinde, die aufeinander angewiesen sind), Apples Sprachsteuerung Siri als Kombination von Einfachheit und Komplexität oder die Slutwalk-Bewegung, die Obszönität und Rigorismus miteinander verbindet.

Ein neues Konzept für eine sicherere Währung stellt der Genfer Privatbankier Pierre Pâris vor. Aus einem Fonds, so Pâris, der in Rohstoffe wie Weizen, Öl, Eisen oder Gold investiere, könne sich eine Quasi-Währung entwickeln, die mehr Beständigkeit bieten könne als die nur vom Vertrauen in eine Zentralbank gehaltenen Fiat-Währungen. Durch eine deutlich billigere Lagerhaltung könne diese rohstoffgedeckte Währung konkurrenzfähig werden, wenn die traditionellen Währungen über längere Zeit negative Real-Renditen bieten – so wie derzeit in Grossbritannien oder den USA.

gdi

Mehr dazu findet sich auf:

www.gdi-impuls.ch

Kontakt:

«GDI Impuls» ist zu beziehen über das GDI Gottlieb Duttweiler Institute 

daniela.faessler@gdi.ch

Telefon +41 44 724 61 11

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 8. Dezember 2011
  • Druck, Verlag, Printprodukte, Medienhäuser

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