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23. März 2026

DER DEUTSCHE FILMREGISSEUR, FOTOGRAF UND AUTOR PETER SEMPEL IST GESTORBEN

Der am 24. März 1954 in Hamburg geborene deutsche Filmregisseur, Fotograf und Drehbuchautor Peter Sempel (Bild) ist am 20. März 2026 ebenda gestorben. Sempel wuchs in Australien auf und kehrte 1969 nach Hamburg zurück, wo er an der Universität Hamburg Literatur und Sport studierte. Ab 1981 arbeitete er als Filmemacher. Zu Sempels Werk gehören eine Reihe von Künstler-Dokumentationen. So drehte er u.a. über Nina Hagen, Lemmy Kilmister und Peter Brötzmann. Im Film «Dandy», für den Sempel Blixa Bargeld mit der Kamera folgte, waren auch Campino und Nick Cave zu sehen. Sein letzter Film «Artistas» wurde im Herbst 2025 aufgeführt. 2003 wurde Peter Sempel von Martin Scorsese zum Tribeca Film Festival nach New York eingeladen, um dort seinen Film «Jonas In The Ocean» zu zeigen. Der Film war der erste von vier Filmen Sempels über den Künstler Jonas Mekas. (*)

Peter Sempel, 2007 - Foto: Gabi Hütköper (Kekslover) at de.wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzerin:Kekslover - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2007_05_23_Peter_Sempel.jpg

Bild: Peter Sempel, 2007 – Foto: Gabi Hütköper (Kekslover) at de.wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzerin:Kekslover – Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2007_05_23_Peter_Sempel.jpg

Peter Sempel ist tot

Er porträtierte berühmte Extremkünstler wie Lemmy von Motörhead oder Jonathan Meese und blieb doch dem Underground verbunden – dafür wurde er von Stars wie Martin Scorsese und Jim Jarmusch gefeiert. Nun ist Peter Sempel in Hamburg gestorben.

«Dokumentarische Musikpsychofilme» nannte Peter Sempel selbst das Filmgenre, für das der nimmermüde Undergroundfilmemacher vor allem bekannt war.

Sempel liebte Oper und Punk gleichermaßen – und den Film. In gleich mehreren Werken setzte er dem litauischen Regisseur Jonas Mekas (1922–2019) ein filmisches Denkmal. Mekas galt als «Pate des amerikanischen Avantgardekinos», war in New York als Filmkritiker, Betreiber einer Kinemathek, Archivar und Schöpfer von Tagebuchfilmen tätig. Über ihn lernte Sempel Al Pacino, Andy Warhol oder Jim Jarmusch kennen. Sein «Jonas at the Ocean» wurde 2003 zu Martin Scorseses TriBeCa-Festival eingeladen.

(…)

Im Hamburger Nachtleben war Peter Sempel als fleißiger Werber in eigener Sache bekannt: Er plakatierte und verteilte Postkarten, stellte seine Fotos in Ausstellungen aus und genoss Retrospektiven seiner Werke.

feb

https://www.spiegel.de/kultur/kino/peter-sempel-ist-tot-drehte-filme-mit-lemmy-nina-hagen-nick-cave-yello-a-fd58f333-da38-445c-9f17-c25cdc9f9441

Der Underground-Künstler, den die Stars liebten

Der Hamburger Fotograf und Filmemacher war ein innovatives Unikat.

Heinrich Oehmsen

https://www.abendblatt.de/hamburg/kultur/article411526629/peter-sempel-ist-tot-der-underground-kuenstler-aus-hamburg-den-die-stars-liebten.html

Nachruf Peter Sempel

Ob viele ihm jemals in die Augen sehen konnten, weiß ich nicht. Die verbarg er in den letzten Jahren nämlich fast immer hinter einer dunklen Sonnenbrille, und die gehörte wie sein dunkles Jackett unabdingbar zu seiner Selbstinszenierung als Künstler.

Peter Sempel war einfach unverwechselbar; eine Institution der Hamburger Filmkunst- und underground-Szene – aber er war weder eitel noch abgehoben, und verbittert darüber, dass in den deutschen Fernsehanstalten und im Förderbetrieb nicht alle seine Filme toll fanden, war er schon gar nicht. In der deutschen Dokumentarfilmlandschaft war er gewissermaßen „the last of the independents“, unkorrumpierbar und von einer mitreißenden Begeisterungsfähigkeit.

Thomas Frickel

https://agdok.de/de_DE/nachruf_peter_sempel

Liebe und Zeitlupe

Jahrzehntelang hat der Hamburger Indie-Filmemacher Peter Sempel eigenwillige Psychogramme über den Musikunderground gedreht.

Wer mit ihm sprach oder seine Filme sah, tauchte ein in ein eigenes assoziatives Universum. Sempel war ein Erzähler des Moments. Er porträtierte Künst­le­r:in­nen wie Jonas Mekas, Nick Cave oder Nina Hagen nicht einfach, sondern webte sie voller Hingabe in seinen collagenartigen Bildteppichen ein. Aus den Filmprojekten entwickelten sich Freundschaften, etwa mit Nick Cave. „Es erfüllt mich mit Trauer, vom Ableben dieses einzigartigen, obsessiven und unendlich neugierigen Liebhabers der Welt zu erfahren. Mach’s gut Peter Sempel!“, teilt der australische Rockstar der taz mit.

Der Regisseur suchte nicht die harten Fakten von Biografien, Peter Sempel suchte den Rhythmus der Seele von Menschen, ihren Klang – und Freunde in ihnen.

Robert Matthies

https://taz.de/Zum-Tod-von-Peter-Sempel/!6165237

Videos:

«Artistas…» TRAILER Peter Sempel Sept2025

JONAS IN THE FIELDS (Jonas Mekas, part 4) by Peter Sempel TRAILER

«DIETER MEIER – EIN ZUFALL» ProgressTrailer 17.02.2020 Peter Sempel

«Flamenco Mi Vida» Trailer 2008

It Still Hurts – In memory of Lemmy Kilmister

NINA HAGEN 1999 «PUNK + GLORY» full rockumentary #ninahagen

Mehr:

https://sempel.com

https://www.facebook.com/peter.sempel

https://www.instagram.com/petersempel

https://www.imdb.com/de/name/nm0783888

https://taz.de/Peter-Sempel-ueber-sein-Leben/!5996592

https://zkm.de/de/personen/peter-sempel

(*) https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Sempel

#PeterSempel #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 23. März 2026
  • Film, Video, Audiovisuelles

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