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26. Februar 2015

Förderpreis Videokunst an André Mayr

Heute Abend wurde in Bern der Credit Suisse Förderpreis Videokunst an André Mayr für sein Werk «Vampyroteuthis» verliehen.

Bild (v.l.n.r.): Kathleen Bühler (Jurypräsidentin), André Mayr (Preisträger), Reto Elsener (Credit Suisse) – Foto: https://www.facebook.com/kunstmuseumbern/photos/a.10150092187673388.269628.70472088387/10152700416853388/?type=1&theater

Das Kunstmuseum Bern und die Credit Suisse zeichnen junge Videokunst aus

2012 wurde der Credit Suisse Förderpreis Videokunst zum ersten Mal an den nationalen Fachhochschulen ausgeschrieben. Waren es damals noch 32, so reichten bei der aktuellen, vierten Ausschreibung 64 Personen ihre Bewerbung ein.

Die Jury entschied sich einstimmig für das Video des 26jährigen André Mayr. Sein innovativer und eigenwilliger Experimentalfilm «Vampyroteuthis» setzt surreale visuelle Elemente und klassische Animationstechniken ein, um die menschliche Wahrnehmung der tierischen gegenüberzustellen.

Der Credit Suisse Förderpreis Videokunst ging 2011 aus der langjährigen Partnerschaft zwischen dem Kunstmuseum Bern und der Credit Suisse hervor und soll die Karriere von jungen Videokunstschaffenden beflügeln. Der mit CHF 8’000 und einem Platz in der Sammlung des Kunstmuseums Bern dotierte Preis richtet sich an Studierende an Schweizer Fachhochschulen sowie der F+F-Schule in Zürich, die mit dem Medium Video arbeiten.

Ein Tintenfisch in der Stadt

André Mayrs Gewinnerwerk «Vampyroteuthis» (2014, HD-Video, Farbe, Ton, 8:03 Min.) ist ein eigenwilliger Experimentalfilm, der sich an den gleichnamigen philosophischen Essay von Vilém Flusser anlehnt.

Der Künstler stellt die menschliche Wahrnehmung der tierischen gegenüber, indem er einerseits eine junge Frau zeigt, die sich durch menschenleere städtische Nischen bewegt, um in einer Flusslandschaft auf surreale skulpturale Gebilde zu treffen. Andererseits sehen wir im Film ein Fabelwesen – einen Vampyroteuthis oder Vampirtintenfisch -, dessen andersartige Wahrnehmung von farbigen geometrischen und organischen Einsprengseln geprägt ist und der genauso geheimnisvoll am Anfang des Filmes auftaucht, wie er am Ende wieder verschwindet.

Hinter dem Werk steht die Sehnsucht, von der anthropozentrischen Weltsicht         wegzukommen und einen unvoreingenommenen Blick auf die Welt zu finden. Ein Thema, das André Mayr mit surrealen visuellen Elementen und klassischen Animationstechniken innovativ und eigenwillig als Video umsetzt.

Quantitative und qualitative Steigerung

Nicht nur die Zahl der Einreichungen, sondern auch deren Qualität wurde in diesem Jahr gesteigert. Das machte die Arbeit für die Jury nicht leichter und führte dazu, dass die Shortlist aus acht und nicht wie bisher aus sechs Videos bestand. Die Werke deckten dabei die ganze Spannweite filmischen Schaffens ab: vom Selbstporträt über das dokumentarische Videoessay bis hin zur Videoperformance.

Bei der Auswahl der Werke legt die Jury besonderes Augenmerk auf eine eigenständige stilistische Position, einen präzisen Einsatz der filmischen Mittel, ein zeitgenössisches Thema und erzählerische bzw. darstellerische Prägnanz. Das Gewinnerwerk hat die Jury in all diesen Punkten überzeugt.

Präsentation des Gewinners und der Shortlist

Um André Mayrs «Vampyroteuthis» einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, wird es im Fenster zur Gegenwart des Kunstmuseums Bern im PROGR/Stadtgalerie vom 5. März bis zum 4. April 2015 präsentiert.

Der Gewinnerbeitrag und die Werke der Shortlist werden am 20. März 2015 von 18.00 bis 2.00 Uhr in der Credit Suisse Geschäftsstelle am Bundesplatz 2 anlässlich der Museumsnacht Bern gezeigt.

kmb

Video:

https://www.youtube.com/watch?v=ZMpaYWEtKiI

Kontakt:

http://www.kunstmuseumbern.ch/de/news-1195.html

http://www.foerderpreisvideokunst.ch/

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 26. Februar 2015
  • Film, Video, Audiovisuelles

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