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14. März 2019

DIE NEU ENTDECKTE ZEITMASCHINE IM BASLER BIBLIOTHEKSKELLER

Radio SRF 1, «Schnabelweid» vom heutigen Donnerstag, 21.03 Uhr

Bild: Johann Rudolf Hubers Bildnis von Johann Jacob Spreng (um 1740/45) – Funck77 – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Huber,_Spreng.jpg

Es wäre das grösste Wörterbuch des 18. Jahrhunderts geworden: Das «Grosse Glossarium der deutschen Sprache». Doch dem Basler Theologen, Dichter und Sprachforscher Johann Jacob Spreng fehlte das Geld, um das Jahrhundertwerk zu drucken.

Stattdessen lagerten Sprengs 20 Bände und 30’000 Zettel im Keller der Universitätsbibliothek Basel und gerieten in Vergessenheit. Vor drei Jahren hat der emeritierte Sprachwissenschaftler Heinrich Löffler den Wörterschatz wiederentdeckt.

100’000 Einträge zum Entziffern

Der Fund ist spektakulär, weil er das Weltwissen des 18. Jahrhunderts widerspiegelt. Löffler und freiwillige Helfer sind daran, die 100’000 handschriftlichen Einträge zu entziffern und abzuschreiben, um sie im Internet zugänglich zu machen.

Die Zeitmaschine im Bibliothekskeller

Die Hälfte des grossen Glossariums ist bereits abgeschrieben. Für Löffler ist diese Arbeit «wie ein Schwimmen in einer Zeitmaschine», bei dem man dem Sprachforscher Spreng gleichsam über die Schulter schauen könne. Dabei kann man erfahren, was die Schweizerdeutschen Wörter «Redhus» (ein gutes Mundwerk) oder «Schneeblust» (Wölklein, das Schnee bringt) bedeuteten.

srf

Redaktion: Karin Salm, André Perler

Radio-Link:

https://www.srf.ch/sendungen/schnabelweid/der-vergessene-woerterschatz-im-keller

Kontakt:

https://germanistik.philhist.unibas.ch/de/personen/heinrich-loeffler/  

#JohannJacobSpreng #GrossesGlossariumderDeutschenSprache #HeinrichLöffler #UniversitätsbibliothekBasel #Schnabelweid #KarinSalm #AndréPerler #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 14. März 2019
  • Information und Dokumentation

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