2. Februar 2026
GENERALINVENTUR HISTORISCHES MUSEUM BASEL: 435’000 OBJEKTE ERFASST, DOKUMENTIERT UND KONSERVATORISCH ÜBERPRÜFT
Das Historische Museum Basel (HMB) hat das grösste Sammlungsprojekt seiner Geschichte erfolgreich abgeschlossen: Nach fünf Jahren intensiver Arbeit ist die Generalinventur der Sammlung beendet. Rund 435'000 Objekte wurden vollständig erfasst, dokumentiert und konservatorisch überprüft. Das Projekt konnte im vorgesehenen Zeit- und Budgetrahmen umgesetzt werden.

Bild: Blaggeddensammlung im Historischen Museum Basel (HMB) – Foto: © HMB

Bild: Generalinventur im Haus zum Kirschgarten 2 – Foto: © HMB

Bild: Generalinventur im Depot – Foto: © HMB
Rund 435’000 Sammlungsobjekte wurden in etwa 150’000 Datensätzen inventarisiert und sind heute über QR-Codes direkt mit der Sammlungsdatenbank verknüpft. Sämtliche Objekte in den neun Depots und drei Ausstellungshäusern des Museums sind registriert, verstandortet, fotografiert, vermessen und im Zustand erfasst.
Neben der Inventarisierung wurden auch zahlreiche konservatorische Massnahmen durchgeführt. Dazu gehörten die systematische Überprüfung und Verbesserung der Lagerbedingungen in den Depots, der Austausch veralteter Verpackungsmaterialien, Reinigungen sowie die Optimierung bestehender Lagerungssysteme.
Zudem wurden hunderte Dauerleihverträge überprüft und bereinigt. Objekte, die stark beschädigt sind, eine Schadstoffbelastung aufweisen (z.B. Asbest) oder an einen anderen Ort gehören (z.B. in die Bibliothek des Museums) wurden zur Entfernung aus der Sammlung vorgeschlagen (Deakzession).

Bild: Inventarisierung von Objekten 1 – Foto: © HMB

Bild: Inventarisierung von Objekten 2 – Foto: © HMB
Die Generalinventur konnte im vorgesehenen Zeitrahmen und innerhalb des vom Grossen Rat bewilligten Kredits von 6,62 Millionen Franken umgesetzt werden. Die ursprünglich geschätzte Anzahl von 300’000 Sammlungsobjekten wurde deutlich überschritten. Dies ist vor allem auf eine präzisere Erfassung zurückzuführen: Mehrteilige Objekte – etwa ein Teeservice – werden heute konsequent als mehrere Einzelobjekte innerhalb eines Datensatzes erfasst, um Vollständigkeit und Zustand langfristig nachvollziehen zu können.
Mit der abgeschlossenen Generalinventur verfügt das Historische Museum Basel nun über eine hervorragende Datengrundlage für die Arbeit mit der Sammlung. Auf dieser Basis startet das Museum bereits das nächste Grossprojekt: «Ab Februar 2026 beginnen wir mit dem neuen Projekt ‹Sammlung Online›. Ziel ist es, die gesamte Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen», sagt Museumsdirektor Marc Zehntner. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt und wird mit Drittmitteln finanziert.
hmb
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Bild: Muse Polyhymnia mit Code um den Hals – Foto: © HMB

Bild: Zinnfiguren im Historischen Museum Basel (HMB) – Foto: © HMB
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Kommentare von Daniel Leutenegger