20. Januar 2026
ABTRETENDE SRF-DIREKTORIN NATHALIE WAPPLER WIRD MITGLIED DES DEUTSCHEN MEDIENRATES
SRF-Direktorin Nathalie Wappler (Bild) wird Mitglied im neuen, zentralen Medienrat für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Die Wahl erfolgte gestern Montag durch die ARD-Gremienvertreter-Konferenz. Das sechsköpfige Aufsichtsgremium nimmt die ARD, das ZDF und das Deutschlandradio systemübergreifend in den Blick, analysiert die Auftragserfüllung und formuliert Impulse für dessen Weiterentwicklung. Nathalie Wappler startet mit dem Teilzeitmandat nach ihrem Austritt aus SRF im Frühling 2026.

Bild: Nathalie Wappler – Foto: © SRF / Gian Vaitl
Am 19. Januar 2026 wählte die ARD-Gremienvertreter-Konferenz (GVK) Nathalie Wappler als einzige Schweizerin in den deutschen Medienrat, der aus sechs Mitgliedern zusammengesetzt ist. Der Medienrat ist ein unabhängiges Expertinnen- und Expertengremium mit Sitz in Weimar. Die deutschen Bundesländer haben den Medienrat mit dem Ende 2025 in Kraft getretenen Reformstaatsvertrag neu geschaffen. Zu seinen Aufgaben gehört es, regelmässig zu prüfen, wie ARD, ZDF und Deutschlandradio ihren gesetzlichen Auftrag erfüllen – also wie gut der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) seinem Informations-, Bildungs-, Kultur- und Unterhaltungsauftrag nachkommt.
Alle zwei Jahre legt der Medienrat dazu einen Auftragsbericht vor. Grundlage dafür sind aktuelle wissenschaftliche Standards und im Medienstaatsvertrag festgelegte Kriterien. Der Bericht wird den Intendantinnen und Intendanten sowie den zuständigen Rundfunk-, Fernseh- und Hörfunkräten übergeben und anschliessend veröffentlicht.
Der Medienrat stellt in Deutschland eine neue Kontrollebene dar und soll die Medienlandschaft des ÖRR insgesamt stärken, indem er unabhängig von den bisherigen Kontrollgremien arbeitet. Stellt das sechsköpfige Gremium Defizite fest, sind die Kontrollgremien der einzelnen Rundfunkanstalten aufgefordert, sich mit den Bewertungen und Empfehlungen des Medienrats auseinanderzusetzen. Der Medienrat prüft beispielsweise die Zugänglichkeit der Angebote, deren Nutzung durch die Zielgruppen, die Wirkung auf Meinungsbildung, die Ausgewogenheit in der Berichterstattung, die Themenvielfalt sowie die Innovationsfähigkeit der Angebote.
Quelle / Mehr:
https://medien.srf.ch/-/nathalie-wappler-in-deutschen-medienrat-gew%C3%A4hlt
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Kommentare von Daniel Leutenegger