3. Mai 2026
BENI BISCHOF: «MAUSI IM BELLPARK»
Ausstellung im Museum im Bellpark, Kriens, bis am 28. Juni 2026

Bilder: © Beni Bischof: «Mausi im Bellpark», 2026 – Patrick Blank
Mit «Mausi im Bellpark» verwandelt der Künstler Beni Bischof (*1976, Widnau, SG) die Ausstellungsfläche in Kriens in ein eigensinniges Spielfeld zwischen Übertreibung, Ironie und kalkuliertem Chaos. Die Besuchenden erwartet ein Kunst-Erlebnis der besonderen Art. Mit der Ausstellung engagiert sich das Museum im Bellpark für eine prägende Künstlerpersönlichkeit der Schweizer Szene und setzt seine Ausstellungsserie der Mid-Career-Positionen fort.

Bilder: © Beni Bischof: «Mausi im Bellpark», 2026

Beni Bischof hinterlässt mit spielerischen und bildstarken Arbeiten auffallend viele Spuren in dem weiten Feld der Kunst; er selbst ist aber kaum greifbar. So bespielt er souverän das Terrain und übt gleichzeitig eine Form der Dissidenz, welche Teil seiner Skepsis gegenüber Ordnungen und Systemen ausmacht.
Sein Schaffen ist von einer prozesshaften Vorgehensweise, von tückischem Humor und dem offensichtlichen Hang zum Chaos geprägt. Er bedient sich ungehemmt an der Banalität des Alltags und sucht die Nähe zu Pop und Underground. Wenn er nun mit seiner Kunst in die Villa Florida einzieht, dann wird dies Auswirkungen auf den räumlichen Zusammenhang sowie auf das Museum als Institution haben.
«Dass er ‹Mausi› zu seinem Komplizen macht, verheisst nichts Gutes für die Verantwortlichen vom Museum. Den Besuchenden ermöglicht er eine aussergewöhnliche Erfahrung mit dem Haus und ein besonderes Erlebnis im Museum», schreibt die Leitung des Hauses.

Bilder: © Beni Bischof: «Mausi im Bellpark», 2026

Terminlich koordiniert mit der Ausstellung erscheint bei der Edition Patrick Frey als eigenständiges Produkt das «Psychobuch 2», das auf über 752 Seiten Beni Bischofs wuchernde multimediale Produktion der letzten Jahre zusammenführt. Das Buch ist als Fortsetzung des «Psychobuchs 1» konzipiert und gibt detaillierte Einblicke in das paradoxale Universum des Künstlers. Es handelt sich um eine umfassende Darstellung von Bischofs Werk der letzten Jahre ohne Anspruch auf Vollständigkeit und versteht sich zugleich als eigenständiges Künstlerbuch.
Zum Buch:

https://www.editionpatrickfrey.com/de/books/psychobuch-2
Biografische Angaben
Beni Bischof lebt in Widnau und arbeitet in St.Gallen. Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung in Zürich (Vorkurs) und an der Grafikfachklasse der Schule für Gestaltung in St.Gallen. Viele Stipendien und Preise, darunter 2005, 2008 und 2009 die Werkbeiträge des Kantons St.Gallen, 2009 und 2010 der Eidg. Preis für Kunst, 2012 der Förderpreis der Stadt St.Gallen und 2015 der Manor-Kunstpreis St.Gallen. Erste institutionelle Einzelausstellung 2010 in der Kunsthalle St.Gallen. Weitere folgen im Fotohof Salzburg und im Kunstmuseum St.Gallen anlässlich des Manor-Kunstpreises (beide 2015). Die erste grosse Einzelausstellung im Ausland zeigt 2016 das Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam. Weitere Soloshows folgen: 3rd Photo Bienal Beijing (2019), MASI Lugano (2020) und Lokremise St.Gallen (2023). Zahlreiche Gruppenaussstellungen ab 2007.
mib
Kontakt:
Auf ch-cultura.ch u.a. erschienen:
#BeniBischof #MausiImBellpark #MuseumimBellpark #HilarStadler #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+
Kommentare von Daniel Leutenegger