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18. September 2026

MONIKA DILLIER WIRD MIT DEM BASLER KUNSTPREIS 2026 AUSGEZEICHNET

Der Kunstkredit Basel-Stadt ehrt Monika Dillier (Bild) mit dem Kunstpreis 2026. Sie wird als Künstlerin gewürdigt, «die seit Jahrzehnten zeichnerisch-malerisch sowie installativ eine eigenständige Arbeit verfolgt». Der Kunstpreis wird in unregelmässigen Abständen verliehen und ist mit 20'000 Franken dotiert. Die öffentliche Preisverleihung findet am 24. September 2026 im Rahmen der Jahresausstellung des Kunstkredits in der Kunsthalle Basel statt.

Die Basler Künstlerin Monika Dillier erhält den Basler Kunstpreis 2026 - © Foto: Wolfram Groddeck

Bild: Die Basler Künstlerin Monika Dillier erhält den Basler Kunstpreis 2026 – © Foto: Wolfram Groddeck

Seit 2013 zeichnet die Kunstkreditkommission Basel-Stadt in unregelmässigen Abständen Künstlerinnen und Künstler «für ihr langjähriges, qualitativ hochwertiges Schaffen» mit dem Basler Kunstpreis aus. Nach fünf Jahren wird der mit 20’000 Franken dotierte Preis wiederum verliehen: Ausgezeichnet wird die bildende Künstlerin Monika Dillier (*1947). 

Die gebürtige Obwaldnerin, die seit Jahrzehnten in Basel lebt, arbeitet oft als Malerin und Zeichnerin, aber auch installativ und performativ. Die Auseinandersetzung mit Körperlichkeit ist für viele Arbeiten prägend. Monika Dillier verarbeitet in ihrem künstlerischen Werk ausserdem Medienbilder, trägt Material aus unterschiedlichen Quellen zusammen und ordnet dieses neu.

Sie ist Mitinitiantin feministischer Projekte im Raum Basel: Dazu zählt das «Erste Manifest grosser und angesehener Künstlerinnen», das 1998 von einem Kollektiv rund um Monika Dillier, Andrea Saemann und anderen Basler Künstlerinnen ausformuliert wurde und Frauen im Kunstbetrieb zu mehr Selbstbewusstsein aufrief. Das Manifest wurde 2019 als Performance aktualisiert. Bis heute prägen gesellschaftliche Reflexionen und Körperbilder Monika Dilliers poetische und vielschichtige Bildwelten. Vielen Menschen in Basel dürfte auch ihre zwischen 2013 und 2017 realisierte subtile Kunst und Bau-Arbeit «Vier Himmelsrichtungen und der goldene Horizont» im Patio des Krematoriums auf dem Friedhof Hörnli bekannt sein.

Die Kunstkredit-Kommission würdigt mit der Preisvergabe Monika Dilliers sehr eigenständige Arbeit. Die Kunstkredit-Jury schreibt in ihrer Begründung: «Im individuellen Schaffen wie auch in der kollaborativen Praxis vermittelt Monika Dilliers bildnerisches Werk ihr feministisches Anliegen und ihr kulturgeschichtliches Interesse.» 

Kunstkredit-Kommission

Der Basler Kunstpreis wurde 2013 erstmals vom Kunstkredit Basel-Stadt an die Künstlerin Miriam Cahn verliehen. 2016 erhielt der Künstler Eric Hattan den zweiten Basler Kunstpreis. Letztmals wurde der Kunstpreis 2021 an den Videokunst-Pionier René Pulfer vergeben. Bewerbungen sind nicht möglich. 

Die Kunstkredit-Kommission 2026 setzt sich zusammen aus: Kadiatou Nenein Diallo, freischaffende Künstlerin, Vermittlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin; Clemens Fellmann, Künstler; Florian Graf, Künstler; Daniel Morgenthaler, Kurator; Kaspar Müller, Künstler; Barbara Naegelin, Künstlerin; Len Schaller, kuratierende Person; Aja Huber, Vertreterin des Bau- und Verkehrsdepartements Basel-Stadt; Stefanie Proksch-Weilguni, Vertreterin des Präsidialdepartements Basel-Stadt (Vorsitz).

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 24. September 2026 ab 18 Uhr im Rahmen der Kunstkredit-Jahresausstellung in der Kunsthalle Basel statt. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Ausstellung des Kunstkredits Basel-Stadt: Neue Perspektiven entdecken

In der Ausstellung «As If We Are Safe» werden Werke von acht Künstlerinnen und Künstlern aus Basel gezeigt. Sie alle erhielten 2025 einen Werkbeitrag des Kunstkredits: Anan Fries (*1986), Samuel Haitz (*1997), Pat Homse (*1986), Golnaz Hosseini (*1990), Lynne Gbodjrou Kouassi (*1991), Edit Oderbolz (*1966), Rondi Park (*1993) und Olga Zimmelova (*1945). Diese Basler Kunstschaffenden zeigen eine oder mehrere Arbeiten, die für die Ausstellung neu entstanden oder die beispielhaft für ihr aktuelles Schaffen sind.

Anan Fries, Ecto Bag, 2024, Foto: courtesy Anan Fries

Bild: Anan Fries, Ecto Bag, 2024 – Foto: courtesy Anan Fries

Schwebezustand aushalten 

Mal poetisch, mal unmittelbar, mal spekulativ verhandeln die Werke Fragen, die die Gegenwart prägen: Wie entstehen Zugehörigkeit und Vertrauen? Welche Bilder von Zukunft entwerfen wir? Was gibt Halt und was bringt vermeintliche Gewissheiten ins Wanken? «As If We Are Safe» versteht Sicherheit nicht als festen Zustand, sondern als etwas Fragiles und sich Wandelndes. Die Ausstellung lädt dazu ein, diesen Schwebezustand auszuhalten und gerade darin neue Perspektiven zu entdecken. Kuratiert wird die Ausstellung von Tuula Rasmussen. Die Schau ist bis am 4. Oktober 2026 in der Kunsthalle Basel zu entdecken. Der Eintritt ist frei. 

Golnaz Hosseini, Fifi howls from happiness, 2024, Foto: Massimiliano Rossetto

Bild: Golnaz Hosseini, Fifi howls from happiness, 2024 – Foto: © Massimiliano Rossetto

Förderentscheide des Kunstkredits

Der pünktlich zur Ausstellung erscheinende Jahresrückblick 2025/26 des Kunstkredits Basel-Stadt dokumentiert die Förderentscheide und die Ankäufe für die Sammlung des Kunstkredits.

Quellen:

https://www.bs.ch/medienmitteilungen/pd/2026-monika-dillier-wird-mit-dem-basler-kunstpreis-ausgezeichnet

https://www.bs.ch/medienmitteilungen/pd/2026-ausstellung-des-kunstkredits-basel-stadt-neue-perspektiven-entdecken

Lynne Kouassi Mobile Labour Orgy, 2022 - ongoing Foto: Lynne Gbodjrou Kouassi in Zusammenarbeit mit Nora Heidorn und Daniel Vollmond

Bild: Lynne Gbodjrou Kouassi, Mobile Labour Orgy, 2022 ongoing – Foto: Lynne Gbodjrou Kouassi in Zusammenarbeit mit Nora Heidorn und Daniel Vollmond

#BaslerKunstpreis2026 #MonikaDillier #AsIfWeAreSafe #KunstkreditBasel #AnanFries #SamuelHaitz #PatHomse #GolnazHosseini #LynneGbodjrouKoassi #EditOderbolz #RondiPark #OlgaZimmelova #TuulaRasmussen #KunsthalleBassel #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 18. September 2026
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design, Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik, Museum, Ausstellung, Galerie

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Daniel Leutenegger

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