Nach einem intensiven Suchprozess im gesamten deutschsprachigen Raum ernannte der Vorstand des Vereins Textilmuseum St.Gallen eine neue Direktorin für die Gesamtleitung des Museums. Die Schweizerin Christine Müller Horn (Jahrgang 1976) wird am 1. Oktober 2026 im Textilmuseum St.Gallen starten und ab 1. November 2026 als Direktorin wirken.

Bild: Porträt von Christine Müller Horn, Copyright: Bayern Tourismus Marketing GmbH, Fotograf: Florian Trykowski
«Wir sind sehr erfreut, mit Christine Müller Horn eine ausgewiesene Museumsexpertin gewonnen zu haben. Sie hat den Vorstand mit ihrer reichen Erfahrung überzeugt. Dazu gehört auch die erfolgreiche Neugestaltung des Kempten-Museums. Mit der Planung unseres neuen Museums und der neuen Dauerausstellung stehen wir vor grossen Herausforderungen, für die Christine Müller Horn mit ihrer Erfahrung und ihren ausgewiesenen Führungskompetenzen genau die richtige Person ist», sagt Carmen Fleisch-Otten, Präsidentin des Vereins Textilmuseum St.Gallen.
Meilensteine des Wirkens von Christine Müller Horn in Kempten (Allgäu) waren die Neukonzeptionierung des preisgekrönten Kempten-Museums, der Bau eines Museumsdepots, die Ertüchtigung des Marstalls als Sonderausstellungsraum und die Erstbespielung der Allgäuhalle / Halle II, dem Ort des ehemaligen KZ-Aussenlagers, mit einer Sonderausstellung.
Christine Müller Horn «hinterlässt nach ihrem Wirken eine moderne und eindrucksvolle Museumslandschaft in unserer Stadt. So sehr wir ihre Arbeit vermissen werden, so sehr freuen wir uns für sie und die Stadt St.Gallen», so Christian Schoch, Oberbürgermeister der Stadt Kempten (Allgäu).
Christine Müller Horn sagt: «Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich nach zwölf erfüllenden Berufsjahren in Kempten (Allgäu) das Textilmuseum St.Gallen umgestalten und in die Zukunft führen darf. Es ist ein anspruchsvolles Projekt, auf das ich mich sehr freue.»
Kurzbiografie von Christine Müller Horn
Studium der Volkskunde und Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Promotion über «Bilder der Schweiz an den Weltausstellungen» an der ETH Zürich. Von 2005 bis 2012 Museumsbeauftragte in Immenstadt (Allgäu). Wichtigstes Projekt war die Erweiterung des Allgäuer Bergbauernmuseums um zwei translozierte Gebäude. Seit 2014 Museumsleiterin der Stadt Kempten (Allgäu) und Co-Kulturamtsleiterin seit 2023. Unter ihrer Leitung Eröffnung des Kempten-Museums im Zumsteinhaus 2019. Es wurde ausgezeichnet mit dem deutschlandweit vergebenen Preis «Bestes Heimatmuseum Deutschlands» der Stiftung «Lebendige Stadt».
tm
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Kommentare von Daniel Leutenegger