4. Februar 2026
«TRUE PICTURE»
«TruePicture» Winterthur 2026 in der Coalmine und im Museum Schaffen zeigt bis am 22. März 2026 Fotoreportagen mit gesellschaftlicher Relevanz. Zwei Monate volles Programm mit Ausstellungen, Vorträgen, Filmen, Workshops und Hackathon.

Bild: Ein Mann auf seinem Pferd am Beach of Assinie, Ivory Coast (2023) – Foto: © Chiara Wettmann
TruePicture ist ein Förderprogramm für junge Talente des engagierten Fotojournalismus. Jährlich finanziert TruePicture vier Langzeit-Fotoreportagen von Fotograf:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und unterstützt die Fotograf:innen mit Mentoring. «Demokratie braucht transparente Information und faktenbasierten Journalismus – auch in Zukunft»: Dafür setzt sich TruePicture ein.
Im Museum Schaffen sind drei Ausstellungen zu sehen:
Aline Bovard Rudaz: «
CHERCHE RADIUMINEUSE
»
Von 1918 bis 1963 bemalten Hunderte von Frauen Uhrzeiger und Zifferblätter mit radiumhaltiger Farbe. Dank ihrer akribischen Arbeit leuchteten die Uhren in der Nacht. Die Schweizer Unternehmen profitierten – und viele Frauen wurden krank. Die Dokumentarfotografin Aline Bovard Rudaz bringt Licht in ein dunkles Kapitel der Schweizer Uhrenindustrie.

Foto: © Aline Bovard Rudaz
Chiara Wettmann
: «STAATENLOS»
Staatenlose Menschen schützt kein Gesetz. Ihnen werden grundlegende Menschenrechte verwehrt. Staatenlose Menschen existieren nicht in einer Welt, in der Identität, Gesundheit oder Bildung an amtliche Dokumente geknüpft sind. Chiara Wettmann portraitiert Staatenlose in Côte d’Ivoire, Kuwait, Syrien und im Libanon.

Foto: © Chiara Wettmann
Johanna-Maria Fritz: «WARGROWN»
Johanna-Maria Fritz fotografiert Jugendliche, die nur wenige Kilometer von der Frontlinie in der Ostukraine leben. Ihre Bilder erzählen von einer Generation, die zwischen Angst und Hoffnung, Zerstörung und Sehnsucht aufwächst. Junge Menschen, die versuchen, trotz des Krieges ein Stück Normalität zu bewahren.

Foto: © Johanna-Maria Fritz
In der Coalmine Winterthur zu sehen:
Julius Schien: «RECHTES LAND»
In seiner Recherche dokumentiert Julius Schien Orte, an denen im wiedervereinten Deutschland Menschen durch rechte Gewalt getötet wurden. Die Hälfte der insgesamt rund 200, letztlich völlig unscheinbaren Tatorte hat er bereits fotografiert. Seine zurückhaltenden Bilder öffnen den Raum für eigene Gedanken. Und sie zeigen: Es kann überall geschehen.
tp
Kontakt:
https://www.coalmine.ch/event/truepicture-in-der-coalmine-und-dem-museum-schaffen/
https://www.museumschaffen.ch/de/ausstellungen/2026_true-piccture.php
Mehr:
Mehr als nur illustrativ
Wie zeigt man Staatenlosigkeit? Wie rechte Gewalt? Das Museum Schaffen und die Coalmine in Winterthur zeigen die Langzeitprojekte von vier Fotojournalist:innen. Unterstützt hat die Arbeiten das Förderprogramm True Picture.
Vera Zatti
https://www.saiten.ch/mehr-als-nur-illustrativ
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Kommentare von Daniel Leutenegger