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26. April 2016

MIT DER APP «pARTicip» DIE KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM NEU ENTDECKEN

Die an der Hochschule der Künste Bern HKB in einem SNF AGORA-Projekt entstandene und soeben lancierte App «pARTicip» möchte einen Beitrag leisten, Kunst im öffentlichen Raum erfahrbar zu machen. Im selben Moment möchte sie Kunstinteressierte und –besitzer an der Erfassung von Kunstwerken und deren Erhalt beteiligen.

Anknüpfungspunkte für das Projekt pARTicipate waren die Ergebnisse aus zwei wichtigen Forschungsprojekten: Zum einen resultierte 2013 aus dem Projekt public art der Hochschule der Künste Bern (HKB) ein Leitfaden zum Umgang mit Kunstwerken im öffentlichen Raum. Zum anderen ging aus dem gemeinsamen Projekt Kunst Öffentlichkeit Zürich der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) ein Leitbild für Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Zürich hervor.

 

Beide Projekte beleuchteten jeweils den Stellenwert und den aktuellen Zustand der Kunst im öffentlichen Raum und versuchten neue Wege im Umgang mit den Objekten zu gehen. Die daraus erfolgten Ergebnisse sind wegweisend, doch der Dialog mit der Öffentlichkeit fehlt. Hier klinkt das Projekt pARTicipate ein.

 

Methode

 

Digitale Inventare mit Internetpräsenz oder publizierte Rundgänge zu Kunst im öffentlichen Raum stellen immer noch Ausnahmen dar, zeigen aber dort, wo es sie gibt, deutliches Potential als Vermittlungskonzepte.

Der Aspekt der kollaborativen Kulturvermittlung mittels elektronischer Medien wird gegenwärtig breit diskutiert. Dabei wird vor allem auf den so genannten «User Generated Content», d.h. auf von NutzerInnen hergestellte Inhalte, abgezielt. Der dadurch entstehende wechselseitige Dialog zwischen Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft ist Hauptmotivation des Projektes.

 

Mit der Entwicklung einer gratis zur Verfügung stehenden Applikation für Smartphones und Computer wollte das Projekt ein interaktives und partizipatorisches Vermittlungsangebot schaffen. Der gewählte Vermittlungsansatz geht über das Zeigen von und Informieren über Kunst im öffentlichen Raum hinaus. Angestrebt wird ein kollaborativer Handlungsraum, der sich lokal aktiv an der Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen beteiligt.

 

Die Vermittlung der relevanten Hintergrundinformationen zu Kunstwerken ist identitätsstiftend, bringt Wertschätzung und damit auch den Willen zum Erhalt der Werke mit sich.

Neben Informationen zur Identifikation und Standortwahl eines Kunstwerkes soll mit der Applikation für die NutzerInnen die Möglichkeit geschaffen werden, selbst aktiv zu werden, um bspw. Schäden an Kunstobjekten einfach an die Eigentümer zu melden. Dadurch würde der «User Generated Content» zugleich einen wichtigen Beitrag zum Erhalt von Kunst im öffentlichen Raum leisten, da Veränderungen an den Objekten schnell und direkt kommuniziert werden könnten.

 

 

Ergebnis

 

Die mobile App «pARTicip» für Smartphone und Tablet steht seit dem 20. April 2016 zum Gratis-Download zur Verfügung.

 

hkb

 

Mehr / Kontakt:

 

 

http://welcome.particip-app.ch/projekt/

 

ERSTE MEDIENBERICHTE:

 

Draussen Kunst retten

 

Eine App soll Kunst im öffentlichen Raum besser sichtbar machen und vor dem Verfall bewahren – mithilfe der Nutzer.

 

http://www.derbund.ch/kultur/kunst/draussen-kunst-retten/story/28279293

 

 

Kunst im öffentlichen Raum entdecken

 

Eine soeben lancierte Gratis-App will Kunstinteressierten helfen, beim Spaziergang erblickte Kunstwerke zu identifizieren und mehr über sie zu erfahren. Ein grosser Teil der bisher aufgeführten Werke befindet sich in Deutschfreiburg; Basis ist die Internet-Plattform www.kunstfreiburg.ch.

 

http://www.freiburger-nachrichten.ch/nachrichten-grossfreiburg/kunst-im-oeffentlichen-raum-entdecken

 

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 26. April 2016
  • Multimedia und Internet

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