Laut einer Studie der Swisscom und der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften entwickelt sich die Nutzung neuer Medien bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren besonders rasant. Diese Altersgruppe nutzt besonders häufig Smartphones. Zwei Drittel der Jugendlichen surfen mit dem Gerät täglich oder mehrmals pro Woche im Internet.

Bild: zhaw (zur Vergrösserung anklickbar)
JAMES-Studie: Mobiles Internet im Trend, trotz grösserem Medien-Angebot bleibt die Freizeitgestaltung Jugendlicher stabil
Die zweite JAMES-Studie von Swisscom und der ZHAW zeigt: Jugendliche nutzen das Internet immer mobiler, setzen stark auf Smartphones und nutzen mehrere Medien gerne gleichzeitig auf verschiedenen Geräten. Weiter ergab die Befragung, dass Jugendliche sich in ihrer Freizeit trotz grösserem medialen Angebot sehr gerne mit Freunden treffen, Sport treiben oder musizieren.
Die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat nach 2010 nun zum zweiten Mal im Auftrag von Swisscom das Nutzungsverhalten von über 1’000 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren mit einer repräsentativen Umfrage erhoben.
Gefragt wurden die Jugendlichen, wie ihr Alltag aussieht,
welche Medien sie wie nutzen und wie sie kommunizieren. Die zweite Auflage
lässt zwar noch keine Rückschlüsse auf langjährige Trends zu, jedoch lassen
sich Tendenzen und Veränderungen ausmachen. So zeigt die Studie, dass bei
Jugendlichen der Zugang zum Internet immer mobiler wird – der Anteil an
Smartphones hat sich innert zwei Jahren mit 80 Prozent fast verdoppelt. Ausserdem
geben zwei Drittel der Jugendlichen an, dass sie täglich oder mehrmals
wöchentlich via Smartphone im Internet surfen (2010: 16 Prozent).
Generation «Second Screen» – Parallelnutzung von
verschiedenen Medien
Die diesjährige Studie hat weiter ergeben, dass Jugendliche oft mehrere Medien
zeitgleich nutzen. So hören sie Musik, während sie Nachrichten verschicken, ein
YouTube-Video ansehen oder sich auf Facebook bewegen. Knapp die Hälfte der
Befragten geben an, dass sie regelmässig im Internet surfen, während sie
fernsehen. 59 Prozent sagen von sich, dass sie während des Fernsehkonsums
telefonieren und SMS schreiben.
Die JAMES-Studie zeigt zudem, dass das Bewusstsein zum Schutz eigener Daten auf
sozialen Netzwerken zunimmt. 84 Prozent der Nutzer von sozialen Netzwerken
gaben an, dass sie ihr Profil aktiv schützen, indem sie den Zugriff
einschränken. 2010 gaben lediglich 57 Prozent an, dass sie ihre Daten nur einer
eingeschränkten Öffentlichkeit sichtbar machen.
Trotz grösser werdendem Angebot: Freizeitgestaltung
verändert sich kaum
Die Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Daniel Süss und Gregor Waller, MSc,
analysiert jedoch nicht nur das Medienverhalten, sondern erfragt auch die
Freizeitgestaltung ohne Mediennutzung. So zeigt sich, dass das immer grösser
werdende Angebot an neuen Medien und die immer vielfältigeren
Zugangsmöglichkeiten kaum einen Effekt auf die Freizeitgestaltung der befragten
Jugendlichen haben. Immer noch geben 79 Prozent (2010: 80 Prozent) der
Jugendlichen an, dass sie sich regelmässig mit Freunden treffen, Musik machen
(32 Prozent, seit 2010 unverändert) oder etwas mit der Familie unternehmen (20
Prozent, 2010: 16 Prozent).
Die Studie wird nun detailliert ausgewertet, sodass auch regionale Tendenzen aufgezeigt werden können. Die fertige Studie ist Anfang 2013 verfügbar.
mgt
Kontakt:
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Mehr:
Bericht in der heutigen Hauptausgabe der «Tagesschau» von SF 1:
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=2b9526f5-62cb-4014-ab98-18b4dee622b4
Mobiles Internet boomt:
http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/medien/mobiles-internet-boomt-1.17712967
Jugendliche lieben Smartphone
Kommentare von Daniel Leutenegger