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28. November 2017

CANTONALE BERNE-JURA 2017

Neun Wochen, neun Häuser und eine Vielfalt an Kunst – das ist die Cantonale Berne Jura: Die 7. Ausgabe der interkantonalen Ausstellung findet zwischen Dezember 2017 und Februar 2018 in verschiedenen Kunsthäusern und Museen der Kantone Bern und Jura statt. Die Jahresausstellung bietet den Kunstschaffenden eine vielseitige Ausstellungsplattform und dem Publikum die Möglichkeit, über die Sprach- und Generationengrenzen hinaus deren Schaffen zu entdecken.

Bild: © http://www.cantonale.ch/

Die Ausstellungen werden von einem breiten Angebot an Führungen, Gesprächen und Performances begleitet. Die Kunsttouren «Circuit» – Bustouren zu allen Ausstellungsorten – ermöglichen einen vertieften und umfassenden Einblick in das bernische und jurassische Kunstschaffen.

Kurzportrait der Organisation

Dank der Zusammenarbeit von neun Kunstmuseen und -häusern hat sich die Cantonale Berne Jura innert sieben Jahren zu einer aussagekräftigen Plattform des aktuellen Kunstschaffens entwickelt. Die Ausstellung findet seit 2011 jährlich statt und wird seit 2012 vom Verein Cantonale organisiert und getragen.

Durch die kantonsübergreifende Zusammenarbeit der Institutionen können Synergien genutzt und Energien gebündelt werden. Die Cantonale Berne Jura dient als Ort des Austausches und der Vernetzung zwischen Kunstschaffenden, Kunsthäusern und Publikum.

Rund 10’000 Eintritte werden jährlich während den zwei Ausstellungsmonaten verbucht. Ein gemeinsamer Eintrittspass für alle Institutionen kann für CHF 15.- an den jeweiligen Ausstellungskassen bezogen werden und ermöglicht den Besuch aller Häuser.

Bernisches und jurassisches Kunstschaffen

Professionell tätige Künstlerinnen und Künstler aus den Kantonen Bern und Jura sind jeweils im Sommer eingeladen, sich für die Cantonale Berne Jura 2017 zu bewerben. Zur Teilnahme berechtigt sind alle Künstlerinnen und Künstler, die entweder im Kanton Bern oder Jura ihren Wohnsitz oder Arbeitsort haben oder einer der beiden Kunstszenen angehören.

Die Bewerbung erfolgt online, und die jeweiligen Fachjurys wählen in einem zweistufigen Jurierungsverfahren – in Hinblick auf die räumlichen Gegebenheiten sowie auf die bestmögliche Qualität der Ausstellungen – die zu präsentierenden Positionen aus. Die Cantonale Berne Jura präsentiert dieses Jahr über 160 KünstlerInnen, die aus über 390 Bewerbungen ausgewählt wurden.

Kunstausstellungen in 9 Häusern – 161 Künstlerinnen und Künstler

Über die Grenzen gehen, nicht nur geografisch, sondern auch in den künstlerischen Medien: Dies ist das Anliegen der interkantonalen Ausstellung Cantonale Berne Jura. Ausstellungsbeiträge aller Gattungen der bildenden Kunst – Malerei, Plastik, Installation, Fotografie, Video, digitale Arbeiten, Netz- und Computerkunst, Performances – sind vertreten. Zu entdecken sind einmalige Werke des bernischen und jurassischen Kunstschaffens – aus den Bereichen figurativer sowie konkreter Kunst, von Konzeptkunst bis hin zu Kompositionen mit barocker Atmosphäre.

Der EAC ( les halles ) in Porrentruy präsentiert zwölf Arbeiten, die klare Linien und grafische Akzente mit teils humorvollen Aussagen paaren. Ein Teppich fungiert als Dreh- und Angelpunkt, um welchen vertraut erscheinende plastische Elemente versammelt sind.

Die Kunsthalle Bern präsentiert Milchglasbilder, Skulpturen aus Gummischläuchen, digitale Exkursionen neben gefüllten, mit Text applizierten Eidechsenkörpern, einen roten Kreis auf schwarzem Grund, Fotografien einer vergangenen Zeit und bunte Frauenportraits.

In 53 Positionen artikuliert das Kunsthaus Pasquart in Biel/Bienne in Kooperation mit dem Kunstverein Biel anhand verschiedenster Medien eine Vielfalt an aktuellen künstlerischen Entwicklungen.

Das Kunsthaus Interlaken hat mit 20 eigenständigen künstlerischen Positionen eine Ausstellung zusammengestellt, die den Besuchenden Einblick in das aktuelle Kunstschaffen – ins Oberland und über die Kantonsgrenze hinaus – bietet.

Das Kunsthaus Langenthal thematisiert u.a. Geografien, Reisen und Migration; Geometrien, Komposition und Improvisation; beobachtete und transformierte Natur – in Medien wie Zeichnung, Druck, Objekt, Klang, Video und Fotografiee.

Unter dem Titel «O Tannenbaum, o Tannenbaum» werden im Kunstmuseum Thun mit den ausgewählten künstlerischen Positionen unterschiedliche Bezüge zu Weihnachten und den damit verbundenen Themenfeldern wie Konsum, Künstlichkeit, Verkitschung, Überfülle sowie Nachhaltigkeit, Besinnlichkeit, Ruhe und Raum hergestellt.

Die Jury des Vereins la Nef in Le Noirmont hat eine Auswahl von Werken getroffen, die in der Tradition des Weihnachtsfests und im Einklang mit der gotischen Architektur der früheren Kirche von Noirmont eine nahezu barocke Atmosphäre verströmen.

Die Räume des Musée jurassien des Arts in Moutier verwandeln sich in ein zeitgenössisches Kuriositätenkabinett. Die zeitgenössischen KünstlerInnen setzen sich – jede/r auf ganz eigene Art und Weise – mit dem Thema auseinander und untersuchen die Beziehungen zur Natur, zur Wissenschaft und zur Welt des Unerklärlichen.

Die Stadtgalerie in Bern versammelt unter dem Titel «Echo» Werke, in denen thematische oder materielle Korrelationen einen Widerhall erzeugen, der sich erweitert, erneuert und vervielfacht. Ob Sampling, Zitat, Adaptation oder Imitation, die gezeigten künstlerischen Positionen beziehen sich auf die Kunstgeschichte oder die Alltagskultur.

Kunstvermittlung und Kunsttouren «Circuit»

Die Cantonale Berne Jura organisiert über 35 Veranstaltungen und Vermittlungsanlässe, die spannende und lebendige Einblicke in das Kunstschaffen der Region bieten.

Der Austausch und das Zusammentreffen von Gästen mit KünstlerInnen, KuratorInnen und VermittlerInnen schafft jeweils eine einmalige Atmosphäre, innerhalb welcher die Wahrnehmung geweckt und kultiviert wird.

Eine Erweiterung des Vermittlungsprogramms ist die im Jahr 2016 initiierte Kunsttour «Circuit». Die Kunsttour findet an zwei Wochenenden im Januar (14.01.2018 und 20.01.2018) statt und bringt Kunstbegeisterte von einem Museum zum nächsten und zurück. TeilnehmerInnen erleben während des «Circuits», dank den Vermittlungsangeboten, die von KuratorInnen und KunstvermittlerInnen speziell für dieses Angebot entwickelt wurden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit den ausgestellten Kunstpositionen.

Die Kunsttourentickets, für CHF 30.- und reduziert für CHF 25.-, sind limitiert und können unter www.cantonale.ch reserviert werden.

Esther Brinkmann, Präsidentin Verein Cantonale

Christine Beglinger, Projektkoordination

Kontakt:

http://www.cantonale.ch/

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 28. November 2017
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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