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23. September 2012

«SÄEN, ERNTEN, GLÜCKLICH SEIN» im Fontanapark Chur

Noch bis am 28. Oktober 2012, täglich von 07 bis 21 Uhr

Bild: zVg

Unter der künstlerischen Leitung von Luciano Fasciati und Nicole Rampa und in Zusammenarbeit mit dem Gartenbau der Stadt Chur führt der Verein ART-PUBLIC Chur die temporäre Ausstellung «Säen, ernten, glücklich sein» im Fontanapark in Chur durch.

Bis am 28. Oktober 2012 können Parkbesucher/innen an einem aussergewöhnlichen Ort Kunst erleben. Die Ausstellung versteht sich als unverbindliches Angebot, als eine Möglichkeit der Abwechslung. Ausgehend von einem aktuellen Skulpturenverständnis, welches heute die verschiedensten Medien einbindet und geleitet von der Idee, Kunst mit der Natur zusammenzuführen, wurden zeitgenössische Kunstschaffende eingeladen, sich mit dem Fontanapark auseinanderzusetzen und ortsspezifische Arbeiten zu entwickeln. Im Vordergrund steht der konkrete Umgang mit dem sorgfältig gestalteten und gepflegten Park, mit dessen Geschichte und heutigen Gegebenheiten. 

Motivation für das Projekt lieferte die «Liegende» (2005) von Hans Josephsohn, ein Werk, welches 2008 von der Stadt Chur angekauft und unmittelbar neben dem Fontanapark an der Poststrasse platziert ist. Im Rahmen von «Säen, ernten, glücklich sein» wird der Zugang zu diesem Werk in einem breiteren Kontext zeitgenössischer Kunst ermöglicht und als wichtiger Teil von Josephsohns stringentem Werkkomplex lesbar. In Zusammenarbeit mit dem Kesselhaus Josephsohn in St. Gallen hat die künstlerische Leitung eine grosse Halbfigur und drei Reliefarbeiten Josephsohns als temporäre Leihgaben für den Fontanapark ausgewählt.

Während die künstlerischen Interventionen von Remo Albert Alig (* 1971), Muriel Baumgartner (* 1976), huber.huber (beide* 1975), Hans Josephsohn (* 1920 – 2012), Lutz&Guggisberg (* 1968 / * 1966), Carmen Müller (* 1955), Ursula Palla (* 1961), Roman Signer (* 1938), Katja Schenker (* 1968) und Not Vital (* 1948) ganz unmittelbar den Fontanapark besetzen, fliesst Judith Alberts (* 1969) Beitrag in Form eines mehrseitigen Bildinserts in die Publikation ein, die begleitend zur Ausstellung im Juni erschienen ist. 

Gemeinsam ist den eingeladenen Kuntschaffenden, dass sie sich in ihrem Schaffen mit dem vielfältigen Wechselverhältnis von Kultur und Natur auseinandersetzen – einem Thema, das im Kontext des Fontanaparks seine Aktualität entfaltet. Die Künstler/innen tragen mit ihren Kunstwerken zu einer vielschichtigen wie auch kritischen Auseinandersetzung mit einem vertrauten Stück Lebensraum bei und zeigen ein lebendiges Bild dessen, was zeitgenössische Skulptur im öffentlichen Raum heute sein kann.

Der Projektname entstammt einem Essaytitel von Ute Woltron für die Publikation «Carmen Müller, Notizen aus Gärten». Folio Verlag, Wien/Bozen 2009.

mgt

Kontakt:

http://www.art-public.ch/projekt.html

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 23. September 2012
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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