31. Januar 2015
«Scherenschnitte» – Querschnitte durch die Zeiten
Nach Stationen in Schwyz und Prangins ist die erfolgreiche Ausstellung «Scherenschnitte» nun im Landesmuseum Zürich zu sehen (bis am 19. April 2015). Die Schau bietet einen Querschnitt durch das Schaffen zeitgenössischer und historischer Schweizer Papierkünstler seit dem 17. Jahrhundert. Ein besonderer Höhepunkt sind die Scherenschnittarbeiten von Kindern, die vom legendären Pestalozzikalender initiiert wurden

Bild oben: «Herde unter Bäumen», 2012, Bruno Weber. © Schweizerisches Nationalmuseum.
Bild unten: Key-Visual der Ausstellung «Scherenschnitte». Scherenschnitt-Illustration von Roli Hofer, entwickelt aus Elementen aus den Scherenschnitten «Alpaufzug» von Rita Hochuli und «Kuh- und Ziegenherde» von Roland Senn. © Schweizerisches Nationalmuseum.
Die Ausstellung zeigt eine
faszinierende Welt aus Papier, die in präziser Arbeit mit Schere oder Messer
geschnitten wurde. Zeitgenössische sowie historische Schnittbilder des 18. bis
20. Jahrhunderts stehen sich in der Ausstellung gegenüber und zeigen die
Entwicklung der Scherenschnittkunst auf. So sind unter anderem Werke von Johann
Jakob Hauswirth, dem Vater des Schweizer Scherenschnitts, und Louis David Saugy
zu sehen.
Eingebettet in die historischen Zimmer verleiht die Szenografie der Ausstellung ein einzigartiges Flair. Drei zusätzliche installative Werke, die extra für das Landesmuseum konzipiert wurden, überführen das Medium des Papierschnittes in neue Dimensionen.
Ergänzt wird die Schau durch historische Kinderscherenschnitte.
Auf ihrem Rundgang können die Besucherinnen und Besucher auf einem Silhouettierstuhl Platz nehmen und den Schattenriss ihres Profils selbst anfertigen.
Im Mini-Kino bezaubern schliesslich die märchenhaften Filme der Pionierin des Animationsfilms, Lotte Reiniger (1899-1981), das Publikum.
sla
Kontakt:
http://www.nationalmuseum.ch/d/microsites/2015/zuerich/scherenschnitte.php

Kommentare von Daniel Leutenegger