ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

15. September 2018

«THE HUMANS»

Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen, bis am 17. März 2019

Bild: Candice Breitz TLDR, 2017 Courtesy the artist and KOW, Berlin Installationsansicht St.Gallen – Foto: Sebastian Stadler

Teilnehmende KünstlerInnen:

Francesco Arena, Ed Atkins – Simon Thompson, Rossella Biscotti, Candice Breitz, Daniela Ortiz, Artur Zmijewski.

«Fake News» und «Alternative Wahrheiten» haben die Art verändert, wie wir die Welt sehen und Nachrichten interpretieren. Nie zuvor haben sich falsche Informationen den wahren so sehr angenähert und unsere Wahrnehmung der Welt derart verändert.

Flüchtlingskrise, Asylpolitik, ökologische Desaster, Handelskrieg … Jeden Tag erreichen uns Nachrichten und Bilder zu menschlichen, sozialen und politischen Katastrophen – verschieden gefiltert durch neue schnelle Formen der Kommunikation und die klassischen Medien.

Der Blick der Kunstschaffenden auf die aktuellen Ereignisse in der Welt eröffnet einen anderen, einen hintergründigen Blick auf das Weltgeschehen. Die Gruppenausstellung «The Humans» erforscht, wie KünstlerInnen ihre unabhängige Sicht auf die Welt formulieren und wie sie in Wirklichkeiten eintauchen, die traditionellen und neuen Medien verwehrt bleiben.

Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler beleuchten dabei neben der Rolle unseres digitalen Medienkonsums auch Fragen nach unserem Umgang mit Menschen am Rande der Gesellschaft und unsere Haltung zu den weltweiten Migrationsbewegungen. 

Ein Beispiel für eine künstlerische Interpretation des Zeitgeschehens lieferte bereits ein aufsehenerregendes Bild des 19. Jahrhunderts: Vor genau 200 Jahren entstand das berühmte Gemälde von Théodore Géricault (1791-1824) «Das Floss der Medusa» (Le Radeau de la Méduse, 491 × 716 cm, Louvre, Paris). Dieses bildgewaltige Meisterwerk beruht auf einer Sensationsmeldung. 1816 begleitete die Fregatte Méduse unter dem unerfahrener Kapitän Hugues Duroy de Chaumareys einen Konvoi nach Senegal, der Infanteristen zum Schutz des überseeischen Besitzes sowie Verwaltungsbeamte und Forscher in das ferne Land bringen sollte. An Bord waren annähernd 400 Personen, darunter auch der neue Gouverneur des Senegal, der Royalist Julien-Desiré Schmaltz. Das Schiff lief auf Grund und war nicht mehr frei zu bekommen, so dass der Kapitän den Bau eines Flosses aus Masten und Rahen der Medusa befahl, da lediglich sechs Rettungsboote vorhanden waren. Die Boote sollten das Floss mit 150 Männern an Land ziehen. Nach kurzer Zeit kappte man aber die Seile und überliess die Menschen auf dem Floss ihrem Schicksal. Das Floss war völlig überfüllt und es herrschten bald katastrophale Verhältnisse. Es kam zum Extremfall von Kannibalismus. Nach 13 Tagen konnten schliesslich vom Schiff Argus nur noch 15 Personen gerettet werden. Géricault befragte die Überlebenden damals selbst zu ihren Erlebnissen, da er seine Informationen für das zeitgenössische Historienbild aus erster Hand erhalten wollte.

Die Nachricht traf die öffentliche Meinung so heftig, dass sie selbst die damalige Regierung erschütterte. Seit diesem Moment hat die Kunst stets eine wichtige Beziehung zur Medienkommunikation unterhalten.

Zu einem Zeitpunkt, in dem sich Nachrichtenkanäle multiplizieren, ihre einflussreiche Position aber zusehends verlieren, übernehmen sie die Rolle von Zeitzeugen in einem sich stetig verändernden medialen Prozess.

«The Humans» fokussiert auf das Medium des Bildes und des Videos, das vermehrt Einfluss auf die heutige Gesellschaft ausübt. Die Kunstschaffenden generieren eine neue Form von Realismus, indem sie sich Situationen annähern, die von den Medien unbeachtet bleiben würden.

Géricault als Vertreter der französischen Romantik nutzte das Thema, um den neuen Typus eines zeitgenössischen Historienbildes zu schaffen: ein «Ereignisbild». Diese grundsätzliche Beziehung spielt eine zentrale Rolle in der Ausstellung.

kmsg

Kurator: Lorenzo Benedetti

Kontakt:

https://www.kunstmuseumsg.ch/unser-programm/aktuelle-ausstellungen/the-humans/

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 15. September 2018
  • Museum, Ausstellung, Galerie

Vorheriger Beitrag

«DIE LEICHTIGKEIT DES ZUFALLS – Hugo Weber im Dialog mit Alberto Giacometti»

Nächster Beitrag

«HELEN DAHM – EIN KUSS DER GANZEN WELT»

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • FÜR ANNA JOBIN, FORSCHERIN

    28. Juni 2026

  • ch-cultura.ch Balken hausrot breit schmal
    SOEBEN VERSCHICKT: DER NEWSLETTER 11/2026 VON CH-CULTURA.CH

    28. Juni 2026

  • Logo Pro Helvetia vers.25 ch-cultura.ch
    PRO HELVETIA VERGIBT KREATIONSBEITRÄGE FÜR 13 LITERARISCHE VORHABEN

    27. Juni 2026

  • Louis I. Kahn
, Haus des Nationalparlaments Dhaka, Bangladesch, 1963 - 1974
Foto: Raymond Meier, 2002 «What do you want, brick?» In einem seiner letzten grossen Werke, den Gebäuden des Nationalparlaments von Bangladesch, verbindet der amerikanische Architekt Louis I. Kahn moderne Architektur und lokale Bauweise mit Backsteinen.
    «BACKSTEIN RELOADED»

    27. Juni 2026

  • Caterina De Nicola, Manor Kunstpreisträgerin 2027
    DER MANOR-KUNSTPREIS KANTON ZÜRICH 2027 GEHT AN CATERINA DE NICOLA

    27. Juni 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>