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14. März 2014

Der Schweizer Dirigent Karl Anton Rickenbacher ist gestorben

Der am 20. Mai 1940 in Basel geborene Schweizer Dirigent Karl Anton Rickenbacher (Bild) ist am 28. Februar 2014 in Montreux gestorben.

Foto: http://www.hyperion-records.co.uk/a.asp?a=A1065

Karl Anton Rickenbacher studierte am Städtischen Konservatorium Berlin, besuchte Dirigierkurse bei Herbert von Karajan und Pierre Boulez und war Assistent von Otto Klemperer.

1966 begann er seine Laufbahn als Korrepetitor am Opernhaus Zürich, 1969 trat er seine erste Festanstellung an: als erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor an den Städtischen Bühnen in Freiburg im Breisgau.

Von 1975 bis 1985 war Rickenbacher Chef des Westfälischen Sinfonieorchesters Recklinghausen. Von 1978 bis 1980 war er Chefdirigent des BBC Scottish Symphony Orchestra in Glasgow, das er vor Mittelkürzungen und drohender Auflösung bewahrte. Seit 1987 leitete er zudem die Brüsseler Philharmoniker (BRT Filharmonisch Orkest). Ab 1990 arbeitete Rickenbacher als freier Gastdirigent bei großen Orchestern und Festivals.

Rickenbacher dirigierte die Hauptwerke der klassischen Musikliteratur, widmete sich der Entdeckung und Verbreitung vergessener Werke und setzte sich auch für das zeitgenössische Schaffen ein. Mit Olivier Messiaen war er befreundet. Werner Egk und Jean Françaix beauftragte er mit Kompositionen für das Westfälische Sinfonieorchester Recklinghausen.

Rickenbachers Diskografie enthält Werke von Beethoven, Wagner, Liszt, Bruckner, Mahler und Messiaen, u. a. mit dem London Philharmonic Orchestra. Zwischen 1997 und 2000 spielte er in Berlin, Bamberg und München die 14 CDs umfassende Serie «Der unbekannte Richard Strauss» ein.

Er erhielt den Grand Prix du Disque für seine Einspielung von Darius Milhauds «Petites Symphonies», den Cannes Classical Award mit Karl Amadeus Hartmanns «Sinfonia tragica» und den ECHO-Klassik-Preis der Deutschen Phono-Akademie 1999, 2000 und 2001 für Werke aus der Richard-Strauss-Serie und für Olivier Messiaens «La Transfiguration».

http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Anton_Rickenbacher

«Creative Commons Attribution/Share Alike»

Musik und nur Musik

Er war der Inbegriff des Propheten im eigenen Land. Im Ausland weitherum bekannt und geschätzt, auf Tonträgern ausgezeichnet und prominent vertreten, war der Dirigent Karl Anton Rickenbacher, der am 28. Februar 2014 im Alter von 73 Jahren in seinem Haus in Montreux gestorben ist, in der Schweiz nur selten zu erleben. Das ist umso bedauerlicher, als sich Rickenbacher gern abseits der Trampelpfade des Immergleichen aufhielt und dort immer wieder bemerkenswerte Entdeckungen machte.

Peter Hagmann

http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/buehne_konzert/musik-und-nur-musik-1.18262365

«Nicht fleissig, sondern besessen»

In der Musikwelt hat sich der Karajan-Schüler als Messiaen-Interpret einen Namen gemacht, in Bayreuth als konsequenter und beseelter Partner des Festivals Junger Künstler.

Michael Weiser

http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/nicht-fleissig-sondern-besessen_237339

Chef à l’ancienne, formé dans la tradition des Kappelmeister, il ne délaissait pas pour autant la musique de ses contemporains, Messiaen notamment dont il a enregistré La Transfiguration de notre Seigneur Jésus Christ (Koch Schwann). Sa vaste discographie – engrangée essentiellement avec les orchestres de Bamberg, de la Radio de Bavière, de la Radio de Berlin, avec le Symphonique de Budapest – comprend des œuvres de Beethoven, Wagner, Bruckner, Liszt et Mahler, tout en faisant une large place à des pages rares de Humperdinck, Hindemith, Milhaud, Zemlinsky ou encore Hartmann, musicien qu’il tenait pour le continuateur de Mahler.

Emmanuel Dupuy

http://www.diapasonmag.fr/actualites/a-la-une/mort-du-chef-d-orchestre-karl-anton-rickenbacher

Hören:

Karl-Anton Rickenbacher zum 70. Geburtstag, Gespräch mit Walter Kläy. In: Radio DRS vom 4. Juli 2010

Audio «Karl-Anton Rickenbacher zum 70. Geburtstag» in externem Player öffnen.

Mehr: 

http://en.wikipedia.org/wiki/Karl_Anton_Rickenbacher

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 14. März 2014
  • Musik und Tanz

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