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22. Juni 2014

Erfolgreiches 4. Europäisches Musik Forum in Bern

Das 4. Europäische Forum der Musik (vom 19. bis 22. Juni 2014) ist heute Sonntag in Bern erfolgreich zu Ende gegangen. Während dreier Tage fanden vor einem internationalen Publikum aus über 20 Nationen Dutzende von Diskussionsrunden, Workshops und kulturelle Veranstaltungen statt, darunter Konzerte und Tanzvorführungen.

Bild: Kroatiens Staatspräsident und Komponist Ivo Josipovic streicht die Bedeutung der Musik hervor – Foto: zVg

«Musik und Politik – eine gegenseitige Verantwortung»

Als Hauptreferent war Ivo Josipovic (Bild), Komponist und Staatspräsident Kroatiens, geladen. Josipovic strich am «European Forum on Music» in Bern die Gemeinsamkeiten zwischen Musikern und Politikern hervor: «Beide müssen zuhören können, es braucht Kreativität und Visionen. Vor allem aber müssen Musiker und Politiker mit ihrem Publikum kommunizieren können.»

Die Geschichte des Nationalsozialismus oder Kommunismus zeige aber, dass die Kraft der Musik auch missbraucht werden könne. Gleichzeitig würden Musiker immer wieder ihre Stimme gegen Krieg und Ausgrenzung erheben. Ein Paradebeispiel dafür ist für den kroatischen Staatspräsidenten der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim mit seinem West-Eastern Divan Orchestra, das einen wichtigen Beitrag beim Versöhnungsprozess zwischen Israeli und Palästinensern leiste.

Die Musikerziehung sei ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung einer Zivilgesellschaft. Aufgrund der Finanzkrise in Europa würden bei der Musikausbildung Budgets gekürzt. Dagegen müsse man ankämpfen, so Ivo Josipovic in Bern.

Schweizer Bezug: Neue Kulturbotschaft des Bundes

Damit war der Bezug zum neuen Verfassungsartikel 67a «Musikalische Bildung» gegeben: Das Forum hat aus der Sicht der Organisatoren, dem Schweizer Musikrat und dem Yehudi Menuhin Forum Bern, auch die Diskussion rund um die neue Schweizer Kulturbotschaft des Bundes und damit die Umsetzung des Verfassungsartikels lanciert.

Die Bedeutung der Musik für unsere Gesellschaft soll sich auch in der Zuteilung staatlicher Ressourcen widerspiegeln, so der Grundtenor: «Denn Musik ist nicht nur zentraler Bestandteil einer umfassenden Bildung, sondern fördert auch das soziale Zusammenleben, gerade auf Gemeindestufe.»

Grosse Ehre für den Schweizer Musikrat

Traditionsgemäss hält der Europäische Musikrat EMC jeweils am Ende des European Forums seine Delegiertenversammlung ab. Dabei wurde im Rahmen der Erneuerungswahlen des Vorstandes der Geschäftsführer des Schweizer Musikrates, Stefano Kunz, neu in den Vorstand des EMC gewählt und dabei gleich zum Vizepräsidenten bestimmt. Der Schweizer Musikrat ist über diese ehrenvolle Wahl sehr erfreut und verspricht sich dadurch weitere (kultur-)politische Impulse.

Quelle / Kontakt:

http://smv.ch/erfolgreiches-4-europaeisches-musik-forum-in-bern/

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 22. Juni 2014
  • Musik und Tanz

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