ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

19. März 2022

UMFASSENDE STUDIE ZUM AUSSERSCHULISCHEN MUSIKLERNEN IN DER SCHWEIZ

In einem vierjährigen Forschungsprojekt haben der Verband Musikschulen Schweiz (VMS) und die Hochschule Luzern (HSLU) in Zusammenarbeit mit 37 Fachverbänden und Institutionen der Musikbildung die ausserschulische Musiklernlandschaft der Schweiz untersucht.

Bilder: Ausserschulischer Musikunterricht – Fotos: © VMS

Vor zehn Jahren stimmte die Schweiz über den neuen Verfassungsartikel «Musikalische Bildung» (Art. 67a BV) ab. Er wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen und verankert das Ziel, die musikalische Bildung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, zu stärken.

Nebst dem Musikunterricht in der Schule, für den die Kantone zuständig sind, existiert ein weites Feld an ausserschulischen Musiklernangeboten in der Schweiz – die Anbieter reichen von Musikschulen über Vereine bis zu überregionalen Verbänden, von Organisationen über projektbasierte Zusammenschlüsse bis hin zu Privatpersonen.

Dieses Feld erstmals genauer unter die Lupe zu nehmen, war Ziel der Studie «Musiklernen Schweiz», die die Hochschule Luzern (HSLU) und der Verband der Musikschulen Schweiz (VMS) zusammen mit weiteren Partnern durchgeführt haben. Studienleiter Marc-Antoine Camp von der HSLU sagt: «Wir haben eine Branche untersucht, die mit ihrem hohen jährlichen Gesamtumsatz wirtschaftliches Gewicht besitzt und eine grosse gesellschaftliche Anerkennung geniesst. Denn das Musizieren dient nicht dem Selbstzweck der musikalischen Kompetenz. Es schafft eine gemeinsame kulturelle Identität bei Menschen aller Bevölkerungsschichten und jeden Alters.»

Vielfältige Rahmenbedingungen

Für die Studie stellte das Projektteam jene ins Zentrum, die Musiklernangebote durchführen sowie die dazu erforderlichen organisatorischen Rahmenbedingungen schaffen und sicherstellen: dies sind sowohl professionell ausgebildete Musiklehrpersonen als auch Amateurinnen und Amateure. Im Rahmen von Einzelunterricht oder in Gruppen leiten sie als Angestellte einer Institution, als Selbstständigerwerbende oder in Freiwilligenarbeit Menschen beim Musiklernen an. «Die ausserschulische Musiklernlandschaft stellt sich äusserst divers dar», erklärt Marc-Antoine Camp. «Das hängt mit der sprachlich-kulturellen Vielfalt, den liberalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem basisdemokratischen, föderalistischen politischen System der Schweiz zusammen.» All das trage zum Bestehen einer ausgeprägten Vereinslandschaft unter den Musiklernanbietenden bei. So sind drei Viertel der institutionellen Musiklernanbietenden als Vereine organisiert, die häufig wiederum in übergeordneten Verbänden zusammengeschlossen sind. «Dies einerseits, um einander fachlich zu unterstützen, andererseits, um ihre Interessen gegenüber der Politik zu bündeln», so Camp.

Finanzierung zum Grossteil über Beiträge der Lernenden

Hauptsächlich finanziert werden die Musiklernangebote mit Kursgebühren und Mitgliedsbeiträgen der Lernenden (durchschnittlich 42%) und durch jährliche Beiträge des öffentlichen Sektors (durchschnittlich 27%). «Nebst dieser Art der Finanzierung gehören die Kleinteiligkeit und ein hoher Anteil an Mehrfachtätigkeiten in Teilzeitpensen zu den besonderen Merkmalen der Branche», sagt Camp. So sind zwei Fünftel der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer sowohl als Musiklehrperson an einer Musikschule als auch als selbstständige Musikschaffende tätig. Derartige Mehrfachtätigkeiten tragen auch zur Vernetzung bei. «Kooperationen werden von Musikschulen mit ihren vielfältigen Angeboten am meisten gepflegt», so Camp. Demnach geben 72 Prozent der Musikschulen an, mit einer Volksschule intensiv zusammenzuarbeiten.

Demographischer Wandel und digitale Lernformen als Herausforderungen

Musikschulen werden heute vor allem von Kindern (47%) und Jugendlichen (29%) besucht. Hingegen unterrichten selbstständige Musiklehrpersonen hauptsächlich Personen, die älter als 20 Jahre sind (63%). Erwachsene stellen auch in (Blasmusik-)Orchestern (71%) und Chören (70%) die grösste Gruppe dar. Bei Letzteren fällt der hohe Anteil an Seniorinnen und Senioren auf (30%).

Befragt nach ihrer Einschätzung gehen vor allem Leitungspersonen künftig von einem sich ändernden Szenario aus, stellt Camp fest: «Viele vermuten, dass der Anteil von Erwachsenen aufgrund der demographischen Entwicklungen steigen wird. Angesichts der auf Kinder und Jugendliche ausgerichteten Unterstützung von Musiklernangeboten durch den öffentlichen Sektor stellen die erwarteten Altersstrukturen die musikalische Bildung möglicherweise vor Herausforderungen.»

Herausforderungen birgt auch die beschleunigte Digitalisierung: Gemäss Einschätzung der Studienteilnehmenden werden Online-Tutorials und Lernplattformen im Internet, Cloudanwendungen, Audio- und Video-Apps sowie die Nutzung von sozialen Netzwerken und Chatforen für künftige Musiklernangebote eine grosse Bedeutung haben. «Zugleich hat die Pandemie die Grenzen aktuell verfügbarer Technologien für den Fernunterricht deutlich gemacht», sagt Camp. «Die Bedeutung des Zusammenspiels vor Ort und des gemeinsamen Singens sind wieder vermehrt ins Bewusstsein gerückt.»

Zusammenarbeit verstärken, Zugänge erleichtern und kulturelle Teilhabe fördern

Christine Bouvard vom VMS hält fest: «Die Resultate der Studie mögen Musiklernanbietende zwar zu unterschiedlichen Strategieentwicklungen führen, aber sie legen Potenziale für gemeinsam getragene Entwicklungsrichtungen offen.» So regen die Studienautorinnen und -autoren zu konkreten Massnahmen an: etwa eine verstärkte Zusammenarbeit von ausserschulischen Musiklernanbietenden mit der Volksschule, aber auch ein Ausbau dezentraler und flexibler Angebote für Familien mit Kindern im Vorschulalter, für Angehörige tiefer Einkommensklassen, für Personen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderung sowie ältere Erwachsene. «Solche Massnahmen tragen zur Durchdringung musikalischer Aktivitäten in der Gesellschaft, zur Förderung kultureller Teilhabe und zum hohen Stellenwert musikalischer Bildung bei», so Bouvard.

Ausserschulischer Musikunterricht VMS _ HSLU

—

Die Studie «Musiklernen Schweiz» gibt eine Übersicht über ausserschulische Musiklernangebote in der Schweiz und stellt Akteurinnen und Akteure der Branche in ihrer Vielfalt und Komplementarität dar. Untersucht wurden Organisation, Vernetzung, Finanzierung und Qualitätssicherungsinstrumente der Musiklernanbietenden, Fachwissen und Ausbildungen von Musiklehrpersonen, Kursleitenden, Dirigentinnen bzw. Dirigenten und Chorleitenden sowie mögliche Einflüsse der Digitalisierung und des gesellschaftlichen Wandels auf zukünftige Musiklernangebote.

Durchgeführt wurde die Studie vom Kompetenzzentrum Forschung Musikpädagogik (CC MER) der Hochschule Luzern und dem Verband Musikschulen Schweiz in Zusammenarbeit mit 37 Fachverbänden und Institutionen der Musikbildung. Nebst leitfadengestützten Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern dieser 37 Institutionen fand auch eine Online-Befragung bei vier Typen von Musiklernanbietenden statt: Musikschulen, instrumentale Grossformationen (Orchester und Blasmusiken), vokale Grossformationen (Chöre) sowie selbstständig erwerbende Musiklehrpersonen. Die Teilnehmenden beantworteten die Umfrage entweder als Leitungsperson einer Institution oder als Durchführende von Musiklernangeboten, wobei selbstständig erwerbende Musiklehrpersonen die Fragen für beide Funktionen beantworteten. Insgesamt wurden 1’218 Datensätze ausgewertet.

Studie herunterladen:

  • Musiklernen Schweiz 
  • Apprendre la musique en Suisse 
  • Imparare la musica in Svizzera 
  • Music Learning Switzerland

Quelle:

https://www.hslu.ch/de-ch/hochschule-luzern/ueber-uns/medien/medienmitteilungen/2022/03/18/studie-musiklernen-schweiz/

#AusserschulischeMusiklernlandschaftSchweiz #AusserschulischesMusiklernen #HochschuleLuzern #HSLU #KompetenzzentrumForschungMusikpädagogik #CCMER #VebandMusikschulenSchweiz #VMS #MarcAntoineCamp #ChristineBouvard #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

 

 

 

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 19. März 2022
  • Musik und Tanz

Vorheriger Beitrag

PRO HELVETIA SUCHT LEITER/IN DER ABTEILUNG DARSTELLENDE KÜNSTE

Nächster Beitrag

«MARKUS RAETZ / LE REFLET DES MOTS»

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • Friedrich Dürrenmatt, Turmbau IV: Vor dem Sturz, 1976, Tusche auf Papier, 51 × 36 cm,
Jakob & Philipp Keel Collection
© Centre Dürrenmatt Neuchâtel / Schweizerische Eidgenossenschaft
    «BABEL – HOCHMUT KOMMT VOR DEM FALL»


    23. April 2026

  • Oceana Galmarini, 2026 - Foto: © SRF / Gian Vaitl
    OCEANA GALMARINI WIRD NEU NEBEN MONA VETSCH «SRF DOK» PRÄSENTIEREN

    23. April 2026

  • © SRG-SSR Pacte de l’audiovisuel
    SRG-SSR PACTE DE L’AUDIOVISUEL 2025: 45 MILLIONEN FRANKEN FÜR 216 PROJEKTE

    23. April 2026

  • Erlacherhof Bern - Foto: JoachimKohlerBremen, 2019, https://commons.wikimedia.org/wiki/User:JoachimKohler-HB (Ausschnitt) - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en - Datei:https://de.wikipedia.org/wiki/Erlacherhof#/media/Datei:Erlacherhof_in_Bern.jpg
    STADT BERN: KUNSTANKÄUFE KÜNFTIG MIT NOMINATIONSVERFAHREN

    23. April 2026

  • Illustration: © https://www.woz.ch/
    DIE WOCHENZEITUNG «WOZ» IN NEUEM KLEID UND MIT LEICHTEM UMBAU

    23. April 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>