Der am 5. Dezember 1932 in Zürich geborene Schweizer Journalist und Rechtsanwalt Ludwig A. Minelli (Bild) ist am 29. November 2025 mit einer Freitodbegleitung gestorben. Minelli war 1998 Gründer des Vereins «Dignitas – Menschenwürdig leben – Menschenwürdig sterben», der sterbewilligen Menschen, insbesondere auch aus dem Ausland, Hilfe zum Suizid anbietet.
In diesem Oktober ist das Buch «und im ärnschtfall ischs luschtig» des Berners Hans Jürg Zingg (Bild) erschienen. Es enthält Lieder, Satiren und Slamtexte aus fünf Jahrzehnten. Am Donnerstag, 4. Dezember 2025, wird es um 20.03 Uhr auf SRF 1 in der Sendung «Schnabelweid» vorgestellt. Der 1944 geborene Lehrer, Autor, Kabarettist, Liedermacher, Slampoet und Performer Hans Jürg Zingg lebt in Rüegsauschachen im Emmental.
Der am 3. Juli 1937 als Tomáš Sträussler in Zlín (Tschechoslowakei) geborene britische Dramatiker Sir Tom Stoppard (Bild) ist vor dem oder am 29. November 2025 in Dorset (England) gestorben. Stoppard war international bekannt für Stücke wie «The Real Thing» und «Rosencrantz and Guildenstern Are Dead» sowie für das Drehbuch zum Film «Shakespeare in Love». Er gilt als einer der herausragenden Autoren des britischen Nachkriegsdramas, das er durch seine sowohl bühnenwirksam wie auch intellektuell anregende Mischung aus Wortwitz, Situationskomik und philosophischen Reflexionen massgeblich beeinflusst hat. Seine Werke gehören zu den meistgespielten und ebenfalls in akademischen Kreisen am intensivsten diskutierten Stücken des zeitgenössischen britischen Dramas. Der Stellenwert Stoppards als Autor und Dramatiker wurde 1997 auch durch seine Erhebung in den Adelsstand gewürdigt. (*)
Ausstellung im Foyer und auf der Plattform F des Stadtmuseums Aarau, vom 5. Dezember 2025 bis am 27. September 2026 – Vernissage am Donnerstag, 4. Dezember 2025, 18.30 Uhr
Der vom Museum.BL zugänglich gemachte Fotonachlass des Liestaler Pädagogen und Archäologen Theodor Strübin (1908-1988) zeigt anschaulich, wie sich auch audiovisuelle Bestände, die nicht im Rahmen eines Memoriav-Projekts erhalten wurden, auf dem Portal Memobase für das audiovisuelle Kulturerbe attraktiv präsentieren lassen.
An der jährlichen Werkschau präsentiert die Fachstelle Kultur 24 künstlerische Positionen aus dem Kanton Zürich, die für einen der zwölf Werkbeiträge nominiert sind. Die Werkschau 2025 findet vom 29. November 2025 bis am 4. Januar 2026 im Kunst Museum Winterthur | Beim Stadthaus statt. 270 Künstler:innen und Kollektive haben sich für einen Werkbeitrag beworben.
Die am 15. Juni 1931 in Danzig-Langfuhr geborene deutsche Schauspielerin, Synchronsprecherin und Sängerin Ingrid van Bergen (Bild) ist am 28. November 2025 in Eyendorf gestorben. In den 1950er- und 1960er-Jahren gehörte van Bergen zu den bekanntesten deutschsprachigen Filmschauspielerinnen. Ihr Rollenfach waren Bardamen, Prostituierte und untreue Hausfrauen. Sie spielte u.a. mit O. W. Fischer, Joachim Fuchsberger und Heinz Rühmann. Es folgten etwa 200 Film- und Fernsehproduktionen, auch im internationalen Bereich – darunter Filme mit Christopher Lee, Klaus Kinski, Kirk Douglas, Robert Mitchum, William Holden und Giulietta Masina. Neben ihrer Filmtätigkeit blieb das Theater ein wichtiger Aspekt in ihrem Leben. Sie spielte an grossen Bühnen in Berlin, Hamburg und München. Auch als Sängerin konnte sie Erfolge verzeichnen. Nach ihrer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe wegen Totschlags und ihrer Haftentlassung 1982 gelang es ihr zunächst nicht, an die alte Karriere anzuknüpfen. Regisseur Rosa von Praunheim besetzte sie schliesslich in seinem Film «Horror Vacui» (1984). Auf die Theaterbühne kehrte sie 1985 im Berliner Renaissance-Theater zurück. (*)
Im September 2025 fand die 102. Fachtagung des VSA (Verein Schweizerischer Archivar:innen) in Muttenz statt. Unter dem Titel «Archive als Dritter Ort? Ideen, Erfahrungen und Perspektiven» diskutierten Fachleute aus Archiven, Bibliotheken und Museen, wie Gedächtnisinstitutionen zu Orten der Begegnung und des Austauschs werden können. Die Veranstaltung bot vielfältige Impulse und zeigte, wie lebendig Archive sein können. «arbido», die Schweizer Online-Fachzeitschrift für Archiv, Bibliothek und Dokumentation, berichtet in ihrer neusten Ausgabe über den Anlass und publiziert die meisten Beiträge dieser gut besuchten Tagung.
Zwei Ensembles der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) belegen an der diesjährigen Orpheus Competition die beiden ersten Plätze: Das Zürich Saxophon Quartett gewinnt den 1. Preis ex aequo mit dem A-Delta Trio der Musikhochschule Basel (FHNW), das Mars Quartett den 2. Preis.
Die letzte Ausgabe der «Schweizer Musikzeitung» (SMZ) im Jahr 2025 ist nach 28 Jahren auch die letzte Ausgabe mit Beteiligung des Eidgenössischen Orchesterverbands (EOV-SFO). Der EOV hat den Vertrag mit der Galledia AG über die «Schweizer Musikzeitung» per Ende 2025 gekündigt und wird ab Frühling 2026 ein eigenes Online-Magazin mit dem Namen «Resonanz» betreiben. Rund 40 Orchesterdelegierte haben das Projekt «Resonanz» und das dafür benötigte Budget an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung am Samstag, 22. November 2025 in Zürich gutgeheissen.
Der Schweizerische Musikerverband (SMV) veröffentlicht neu die SMV-Tarifampelkarte, welche die Entlöhnungssituation von freischaffenden Berufsmusiker:innen insbesondere in professionellen Teilzeit-/ Projektorchestern der Schweiz aufzeigt. Ziel ist es, die oft unzureichende Bezahlung von Zuzüger:innen/Aushilfen/Verstärkungen transparent zu machen.
Der PR-Bild Award 2025 für das beste PR-Bild des Jahres in der Schweiz geht an KreativAgent Caradonna: für das Bild «Flowstate – Break(ing) the limits», fotografiert von André Caradonna für das Solothurner Tanzfestival Find Your Flow 2024. Das Bild hat sich gegen mehr als 600 Bewerbungen durchgesetzt. Die dpa-Tochter news aktuell (Schweiz) AG vergibt den PR-Bild Award «für herausragende PR-Fotografie von Unternehmen, Organisationen und Agenturen» bereits zum 19. Mal. Das Motiv überzeugte Jury und Öffentlichkeit gleichermassen und erreichte das beste Gesamturteil für die Schweiz. Zugleich belegt das Bild den ersten Platz in der Kategorie «People».
Le Prix Jan Michalski de littérature 2025 est décerné à Guadalupe Nettel pour son ouvrage «La hija única» (Anagrama, 2020), traduit de l’espagnol (Mexique) en français par Joséphine de Wispelaere, sous le titre «L’oiseau rare» (Dalva, 2022). Guadalupe Nettel reçoit une récompense de CHF 50’000.– ainsi qu’une œuvre du photographe Joakim Möller choisie à son intention.
Der am 30. Juni 1940 in der Surselva geborene Schweizer Pionier Hans Peter Vieli (Bild) ist am 10. November 2025 gestorben, wie jetzt bekannt wird. Der studierte Physiker war u.a. 1969 Mitgründer und jahrzehntelang Geschäftsleiter der schon sehr früh ökologisch ausgerichteten Druckerei Ropress, Vorstandsmitglied von FSC Schweiz (Forest Stewardship Council) sowie Mitgründer, Verwaltungsrat und langjähriger Sprecher der Alternativen Bank Schweiz.
Der am 14. Oktober 1944 in Köln als Udo Kierspe geborene deutsche Schauspieler Udo Kier (Bild) ist am 23. November 2025 im US-amerikanischen Rancho Mirage (Kalifornien) gestorben. Er wirkte ab den 1960er-Jahren in rund 275 Film- und Fernsehproduktionen mit. Kier war einer der wenigen deutschen Schauspieler, die regelmässig in Hollywood drehten, und er war besonders auf skurrile Nebenrollen an der Seite grosser Stars spezialisiert. Daneben arbeitete er im Independent- und Arthouse-Bereich mit Regisseuren wie Andy Warhol, Lars von Trier, Rainer Werner Fassbinder, Paul Morrissey, Werner Herzog, Christoph Schlingensief und Gus van Sant. (*)
«Home» und «Repérages», die im Frühjahr 2025 gemeinsam mit der Forschungswelt lancierten Vermittlungsplattformen der Cinémathèque suisse, präsentieren zwei neue Publikationen, die aus einem umfangreichen Projekt mit Schwerpunkt auf dem Kanton und der Stadt Zürich hervorgegangen sind: sie behandeln Zürcher Gebrauchsfilme, die erschlossen und digitalisiert nun für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
Die Zürcher Radio-Stiftung zeichnete am Montagabend die SRF-Sendung «Tagesgespräch» mit dem Radiopreis 2025 aus. Die dreiteilige DOK-Serie «Inside Kronenhalle» gewann den diesjährigen Fernsehpreis.
Der am 30. Juli 1944 in Saint James Parish als James Chambers geborene jamaikanische Reggaesänger und -musiker, Songwriter und Schauspieler Jimmy Cliff (Bild) ist am 24. November 2025 gestorben. Er wurde durch Songs wie «I Can See Clearly Now», «Fundamental Reggay» sowie «You Can Get It If You Really Want» und «The Harder They Come» vom gleichnamigen Soundtrack-Album international bekannt und war damit wesentlich am weltweiten Durchbruch der Reggae-Musik beteiligt. Im Kultfilm «The Harder They Come» spielte er die Hauptrolle. Cliffs Karriere hatte noch in der Ska-Ära mit dem Lied «Hurricane Hattie» begonnen, das ein Hit wurde. Lieder von Jimmy Cliff wurden von vielen Künstler:innen weltweit in Coverversionen aufgenommen, so z.B auch von Cher, Joe Cocker und Bruce Springsteen. Bob Dylan sagte, Jimmy Cliffs Song «Vietnam» sei das beste Protestlied, das er jemals gehört habe. Cliff gewann zwei Grammys und wurde in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. (*) Jimmy Cliff trat über viele Jahre immer wieder auch in der Schweiz auf, von Nyon bis St.Gallen, von Lugano bis Bern, – zum letzten Mal vor sechs Jahren in Zürich.
Am Samstagabend fand in der ausverkauften St.Galler Grabenhalle die 20. Ausgabe des Ostschweizer Nachwuchswettbewerbs bandXost statt. Gewonnen hat die Bündner Rockband Reviväl. Acht Bands deckten im Finale ein derart breites Spektrum an Stilrichtungen ab, «dass sowohl die bandXost-Kernjury als auch die für das Finale eingeladenen Gastjuror:innen gefordert waren. Die musikalische Vielfalt reichte von Singer-Songwriting bis hin zu Urban/Rap – und alle Acts brachten das Publikum vor Ort kräftig in Stimmung», wie die Veranstalter:innen auf ihrer Webseite schreiben.
Le Vitromusée Romont réaménage et dédie son atelier de médiation culturelle à Michel Eltschinger (1938–2023), maître-verrier majeur du paysage fribourgeois et international de la seconde moitié du XXe et du début du XXIe siècle.
Die SRG-SSR muss bis 2029 rund 270 Millionen Franken einsparen. Vor diesem Hintergrund und angesichts der tiefgreifenden Veränderungen in der Medienwelt stelle sie sich neu auf, schreibt das Unternehmen heute. Nun konkretisiere die SRG-SSR die im Juni 2025 angekündigte Transformation, verkleinere in einem ersten Schritt die Geschäftsleitung und stelle mit neuen Strukturen und Prozessen die verstärkte Zusammenarbeit über alle Regionen hinweg sicher. «Um die notwendigen Sparziele zu erreichen, ist nebst der grundlegenden Transformation des Unternehmens auch ein Stellenabbau nötig. Bis 2029 wird die SRG vorbehältlich des Konsultationsverfahrens voraussichtlich 900 Vollzeitstellen abbauen», teilt das Medienhaus heute mit.
An der Generalversammlung der Vertragsstaaten am Hauptsitz der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) wurde die Schweiz heute in Paris für den Zeitraum 2025–2029 ins Welterbekomitee gewählt. «Diese Wahl widerspiegelt das langjährige Engagement der Schweiz für den Schutz des Kultur- und Naturerbes vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen», heisst es in der Medienmitteilung aus dem Bundeshaus.
Exposition Musée d’art et d’histoire de Fribourg (MAHF) et Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle, jusqu’au 22 février 2026 / Ausstellung im Museum für Kunst und Geschichte Freiburg (MAHF) und Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle, bis am 22. Februar 2026
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