30. Juni 2013
Logostreit mit Radio SRF: «Schawinski abgeblitzt», meldet die «SonntagsZeitung»
Niederlage für Roger Schawinski: Vergangene Woche hat das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum in Bern seine Klage abgeschmettert, wie heute die «SonntagsZeitung» berichtet. Roger Schawinski, Talkmaster beim Schweizer Fernsehen SRF («Schawinski»), klagte im Herbst gegen Radio SRF und damit gegen seinen eigenen Arbeitgeber. Das Signet von Radio SRF 1, vormals DRS 1, ähnele zu sehr seinem eigenen Sender Radio 1, lautete sein Vorwurf. Er habe persönlich Millionen Franken in die Marke seines Zürcher Senders investiert.

Nun muss der SRG-Sender Radio SRF sein
Signet nicht ändern. In der Urteilsbegründung der Behörde heisst es gemäss «SonntagsZeitung» unter
anderem, es sei unwahrscheinlich, dass Schawinskis Regionalsender jemals
landesweite Bekanntheit erlange. Somit sei eine Ähnlichkeit mit Radio SRF 1
auch kein Problem.
Schawinski reagiert erstaunt über das Verdikt aus Bern. Immerhin habe er wieder etwas gelernt: «Offenbar werden Regionalsender diskriminiert.» Das Urteil sei insbesondere auch deswegen absurd, weil der Bund mit seiner Gesetzgebung ja gerade verhindert habe, dass sich Radiosender wie der Seine national verbreiten könnten.
Doch Roger Schawinski gibt sich nicht geschlagen: Er erwägt gemäss «SonntagsZeitung» nun einen Weiterzug des Falles bis vor Bundesgericht.
Quelle:
Kommentare von Daniel Leutenegger