Den Bachmann-Preis 2025 gewinnt die Österreicherin Natascha Gangl für «da Sta». Der 3sat-Preis geht an die deutsch-österreichische Autorin Almut Tina Schmidt, den KELAG-Preis erhält die Schweizerin Nora Osagiobare (Bild), das neue Stipendium des Carinthischen Sommers geht an die Österreicherin Tara Meister. Den BKS-Publikumspreis bekommt ebenfalls Natascha Gangl, den Deutschlandfunkpreis der in Moskau geborene deutsche Autor Boris Schumatsky.

Bild: Nora Osagiobare, Bachmann-Preis 2025 (Ausschnitt) – Foto: © Johannes Puch, foto@orf.at
Der mit 10’000 Euro dotierte KELAG-Preis geht an die Schweizer Autorin Nora Osagiobare für den Text «Daughter Issues», eingeladen von Thomas Strässle. Die Protagonistin Odin entwickelt ein neues TV-Format, bei dem Vätern angeboten werden soll, den Kontakt zu ihrer Tochter für eine Million Euro abzubrechen.
Thomas Strässle sagte in seiner Laudatio, im Text deute zunächst nichts darauf hin, dass die Tochter das Ekel sei und nicht der Vater. Suchtprobleme, Beziehungsprobleme und ein problematisches Verhältnis von Vater und Tochter. Der Vater zeichne sich durch Sanftmut aus. Der Text habe alles, was eine mitreissende Erzählung brauche, so Strässle.
Nora Osagiobare wurde 1992 in Zürich geboren; sie wuchs als Tochter einer Schweizerin und eines Nigerianers in Ottenbach im Knonauer Amt auf. Im nahegelegenen Zürich besuchte sie das Gymnasium. Nach der Maturität studierte sie Literarisches Schreiben am Schweizer Literaturinstitut in Biel/Bienne und in Wien. Im Frühjahr 2025 erschien im Verlag Kein & Aber Nora Osagiobares Debütroman «Daily Soap». Die Autorin bezeichnete das Buch als «Frustrationsverdauung»; jahrzehntelange Rassismus-Erfahrungen hätten sich darin Bahn gebrochen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Osagiobare)
Quelle / Mehr:
https://bachmannpreis.orf.at/stories/3311471/
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Kommentare von Daniel Leutenegger