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7. Juni 2011

Zum 50. Todestag von Hermann Hiltbrunner, «dem Solitär unter den Deutschschweizer Autoren»

Hermann Hiltbrunner wurde am 24. November 1893 geboren und verstarb am Auffahrtstag des Jahres 1961. Der Nachlass von Hermann Hiltbrunner kam als Schenkung seiner Frau Berta 1971 in die Handschriftenabteilung der Schweizerischen Landesbibliothek. Heute gehört der Bestand zum Schweizerischen Literaturarchiv. Das Inventar des Nachlasses ist jetzt online recherchierbar.

«Alle Wetter, mein einziger Mantel, mein altes Staatsstück.» Nordland und Nordlicht, S. 103 (Bild: NB, zur Vergrösserung anklickbar)

Hiltbrunner ist «der Solitär unter den Deutschschweizer Autoren». Er hat Dutzende Gedichtbücher verfasst, eine grosse Anzahl Feuilletons für Tageszeitungen (vor allem die «Neue Zürcher Zeitung») geschrieben, sowie zwei unpublizierte Romane und zwei publizierte lyrische Reisebücher.

1922 und 1924 besucht Hiltbrunner für längere Zeit Skandinavien. Die Reise beeindruckt ihn tief. In dieser Zeit entstehen die Werke Nordland und Nordlicht (1924) und Spitzbergen-Sommer (1928).

Der passionierte Landschaftsschilderer Hiltbrunner ist einer der ersten deutschsprachigen Autoren überhaupt, die für die Schönheiten der Arktis stimmige Worte fanden. In Norwegen sucht er Knut Hamsun auf, dessen Werk er über alles verehrt. Er übersetzt eine Auswahl von Gedichten Hamsuns (Das ewige Brausen) sowie dessen Roman Das letzte Kapitel.

Das Schaffen des Norwegers prägte tief auch sein eigenes Schreiben.

1927/28 erscheint Hiltbrunners dreibändiges Buch über Graubünden. Illustriert ist es mit Bildern der bekannten Bündner Fotografen Christian und Hans Meisser, Johann Feuerstein und Albert Steiner. Das Werk weist Hiltbrunner als profunden Kenner auch der schweizerischen Umgebung aus. Sein Buch Alles Gelingen ist Gnade. Tagebücher 1946-1952 (1958) hatte in der Schweizer Literaturszene zeitweilig für heftige Kontroversen und Diskussionen gesorgt.

Der Nachlass von Hermann Hiltbrunner kam als Schenkung seiner Frau Berta 1971 in die Handschriftenabteilung der Schweizerischen Landesbibliothek. Heute gehört der Bestand zum Schweizerischen Literaturarchiv. Das Inventar des Nachlasses ist jetzt online recherchierbar.

Hiltbrunners Werke sind im Buchhandel zurzeit vergriffen. Sie sind in der Schweizerischen Nationalbibliothek greifbar.

nb

Kontakt:

http://ead.nb.admin.ch/html/hiltbrunner.html

Hermann Hiltbrunner am Schreibtisch in Ürikon. Foto: Martin Glaus (undatiert)

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 7. Juni 2011
  • Theater, Kabarett, Literatur

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