27. Juni 2025
«DEATH BY LANDSCAPE – DOROTA GAWEDA & EGLE KULBOKAITE» – «HAUS. IG MAISANDER»
Ausstellung im Haus für Kunst Uri, Altdorf, bis am 24. August 2025

Bild: © Dorota Gaweda & Egle Kulbokaite, «Mouthless Part I», 2020. Filmstill, courtesy of the artists
Mit der Ausstellung des in Basel lebenden Künstlerinnenduos Dorota Gaweda (1986 in Lublin, PL) und Egle Kulbokaite (1987 in Kaunas, LT) und der Installation vom Kollektiv IG Maisander (aktiv auf der Alp Gitschenen) im Foyer eröffnet die neue Direktorin Gioia Dal Molin ihr künstlerisches Programm für das Haus für Kunst Uri.
Dorota Gaweda und Egle Kulbokaite und die Mitglieder der IG Maisander (Anna Dahinden, Performerin; Andrea Gisler, Biobäuerin; Petra Gisler, Imkerin; Hildegard Kleeb, Musikerin; Florian Maritz, Bildender Künstler) teilen in ihren Recherchen und in ihrer Praxis eine Auseinandersetzung mit den Landschaften, mit der Natur, die uns umgibt. Dieser thematische Fokus nährt sich auch aus der geografischen Position des Hauses für Kunst Uri und bestimmt in einer sehr offenen Auslegung das Sommer- und Herbstprogramm.
In den Videoarbeiten von Dorota Gaweda und Egle Kulbokaite hören wir fremde oder vertraute Klänge (so etwa sogenannte Sutartine, polyphone Volkslieder aus Litauen) und Sprachen, wir sehen digital generierte Wälder oder Wiesen, die ineinander verschmelzen und mal historisch, mal futuristisch anmutende Figuren.
Derweil duften die Skulpturen nach Erde oder nach Heu. Die zwei Künstlerinnen setzen sich dabei mit osteuropäischen Volkssagen, mit den Gerichtsakten von Hexenprozessen aus der Schweiz, mit Science-Fiction-Literatur oder mit ökophilosophischen Texten auseinander. Und sie erinnern uns daran, dass es angesichts der akuten Klimakrise kein «Zurück zur Natur» gibt, sondern lediglich die Einsicht, dass wir die Natur sind und dass wir in einer spezies- und zeitenübergreifenden solidarischen Koexistenz leben.
Die IG Maisander nimmt die alpine Kulturlandschaft der hoch über dem Vierwaldstättersee gelegenen Alp Gitschenen als Ausgangspunkt für ihre Projekte und Veranstaltungen. Mit einem klar interdisziplinären Ansatz thematisieren sie beispielsweise die Lebensweise der Honigbiene, kosmologische Fragen oder aus der feministischen Theorie genährte Überlegungen zu Gemeinschaft und Kollektivität. Herz dieser Aktivitäten ist dabei das Haus, die Alphütte auf dem Geissboden. Die Düfte, Wörter und Ideen aus diesem Haus bringt die IG Maisander für die Sommerausstellung ins Foyer des Hauses für Kunst Uri.
cp
Kontakt:
https://www.hausfuerkunsturi.ch/ausstellungen/aktuell/

Bild: © IG Maisander, «BeeCity»
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Kommentare von Daniel Leutenegger