ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

11. Februar 2026

BERN: MIT DÜRRENMATT-GASTPROFESSOR JAROSLAV RUDIŠ AUF «LITERARISCHER ZUGREISE DURCH MITTELEUROPA»

Der tschechische Schriftsteller Jaroslav Rudiš (Bild) lehrt im Frühjahrssemester 2026 an der Universität Bern. Als 24. Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessor für Weltliteratur wird er mit den Studierenden eine «literarische Zugreise durch Mitteleuropa» unternehmen.

Jaroslav Rudiš, Friedrich Dürrenmatt Gastprofessor für Weltliteratur an der Universität Bern im Frühjahrssemester 2026 © Vojtěch Veškrna

Bild: Jaroslav Rudiš, Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessor für Weltliteratur an der Universität Bern im Frühjahrssemester 2026 – Foto: © Vojtěch Veškrna

Im Frühjahrssemester 2026 übernimmt der tschechische Autor Jaroslav Rudiš die Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessur für Weltliteratur an der Universität Bern. Der Romancier und Dramatiker wird am Walter-Benjamin-Kolleg der Philosophisch-historischen Fakultät eine Lehrveranstaltung geben und mit Studierenden und Doktorierenden zusammenarbeiten.

Mit dem Zug über Sprachgrenzen

Jaroslav Rudiš, geboren 1972, studierte in Liberec, Zürich und Prag Geschichte und Germanistik, bevor er als Journalist in Berlin arbeitete, wo auch sein literarischer Erstling entstand. Rudiš ist Autor mehrerer Romane, Erzählungen, Theaterstücke, Drehbücher, Graphic Novels und Hörspiele.

In tschechischer und deutscher Sprache verfasst und in zahlreiche Sprachen übersetzt, erkunden seine Texte immer wieder das gegenwärtige und das vergangene Mitteleuropa – am liebsten mit Blick aus dem Zugfenster. So unternimmt der 99-jährige Protagonist seines Romans «Winterbergs letzte Reise» (2019) eine Bahnreise von Berlin nach Liberec – anhand des Baedekers zu «Österreich» von 1913. Mit feinem Gespür für Dialoge und Witz erzählen die Figuren auf dieser Zugfahrt, die über Sprachgrenzen führt, die Geschichte von Mitteleuropa als Eisenbahnraum.

Rudiš, der aus einer Eisenbahner-Familie stammt und als Kind Lokführer werden wollte, verfasste sogar eine «Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen» (2021). Alois Nebel, die Titelfigur seiner Comic-Trilogie, arbeitet an einem kleinen Bahnhof im früheren Sudentenland – und wurde zum Filmhelden.

Für sein literarisches Schaffen wurde Rudiš unter anderem mit dem Preis der Literaturhäuser (2018) und dem Chamisso-Preis (2019) ausgezeichnet. Für seinen Beitrag zur Verständigung zwischen den Nationen erhielt er den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland und die tschechische Verdienstmedaille. Seit 2025 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

«Mit Jaroslav Rudiš kommt zur wunderbaren Reihe der Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessuren ein Autor dazu, der die mehrsprachige Kultur Mitteleuropas verkörpert. Seinen literarischen Reiseempfehlungen in die Vergangenheit und Gegenwart ist unbedingt zu folgen», sagt die Rektorin der Universität Bern Virginia Richter. Die Literaturwissenschaftlerin wird die Auftaktveranstaltung zu Rudiš’ Gastprofessur zusammen mit dem Projektleiter und Literaturprofessor Oliver Lubrich moderieren. Die
Auftaktveranstaltung findet am 18. Februar 2026 statt.

Ein Bier mit Kafka?

Jaroslav Rudiš bewegt sich zwischen Sprachen, Literaturen und Medien. In der Verfilmung seines Romans «Grandhotel» (2006) trat er als Schauspieler auf. Er verfasste Hörspiele und das Libretto zu einer Oper. Als Mitglied der Kafka Band vertont er die Texte des berühmtesten Prager Autors und bringt sie als szenische Konzerte auf die Bühne. Gemeinsam mit dem österreichischen Zeichner Nicolas Mahler schuf er die Graphic Novel «Nachtgestalten» (2021).

Nicht nur in der Eisenbahn sieht Rudiš eine Verbindung zwischen den Ländern, sondern auch im Bier. In seiner «Gebrauchsanweisung für Bier» (2025) erklärt er, welche Bedeutung diesem trinkbaren Kulturgut zukommt. «Bierkenner und Kafkaliebhaber – wir freuen uns sehr auf einen so vielseitigen Gast», sagt Projektleiter Oliver Lubrich, Literaturprofessor an der Universität Bern. «Dass Jaroslav Rudiš ein Eisenbahnfan ist, obwohl er in Deutschland lebt, beweist zudem seinen Humor.»

«Literarische Zugfahrt»

In seinem Seminar an der Universität Bern, das er auf Deutsch halten wird, will Jaroslav Rudiš zusammen mit seinen Studierenden «eine literarische Bahnreise durch Mitteleuropa» unternehmen – vorbei an Schlachtfeldern, Friedhöfen und Ruinen. Unter dem Titel «The beautiful landscape of battlefields, cemeteries and ruins», ein Zitat aus dem Roman «Winterbergs letzte Reise», wird sich der Kurs Orten widmen, an denen sich Geschichte und Gegenwart, Erinnerung und Erfahrung überlagern: Berlin, Prag, Wien, Brno, Krakau, Breslau, Budapest, Bratislava, Lwiw, Sarajevo und Triest – bis die Teilnehmenden aus dem «literarischen Zug» in Bern wieder aussteigen. Die Studierenden lesen Texte unter anderem von Alfred Döblin, Olga Tokarczuk und Thomas Bernhard. Dabei gehen sie der Frage nach, was Mitteleuropa zusammenhält: Sprache, Literatur, Film, Musik, Humor, Bier – und nicht zuletzt die Eisenbahn?

Auftakt in der Burgerbibliothek Bern

Die öffentliche Auftaktveranstaltung mit Jaroslav Rudiš findet am 18. Februar um 18.30 Uhr im Hallersaal der Burgerbibliothek Bern statt.

Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessur

Die Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessur für Weltliteratur erweitert das akademische und kulturelle Angebot in Bern und darüber hinaus. Seit dem Frühjahr 2014 unterrichtet in jedem Semester ein internationaler Gast an der Universität Bern. Die Autorinnen und Autoren geben je eine 14-wöchige Lehrveranstaltung und arbeiten wie reguläre Professorinnen und Professoren mit Studierenden und Doktorierenden zusammen. Zusätzlich zu ihren Seminaren oder Vorlesungen werden universitäre und öffentliche Veranstaltungen in Bern sowie an anderen Orten in der Schweiz organisiert. Die Gastprofessur wird durchgeführt mit Unterstützung der Burgergemeinde Bern.

Quelle / Kontakt:

https://www.wbkolleg.unibe.ch/ueber_uns/friedrich_duerrenmatt_gastprofessur/index_ger.html

https://www.wbkolleg.unibe.ch

#DürrenmattGastprofessurWeltliteratur #JaroslavRudiš #LiterarischeZugreiseMitteleuropa #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 11. Februar 2026
  • Bildung und Arbeit, Internationaler Austausch und Entwicklungszusammenarbeit, Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik, Theater, Kabarett, Literatur

Vorheriger Beitrag

«NANCY LUPO. TOM»

Nächster Beitrag

«ALFATIH. TIME LEAKS»

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • Marjane Satrapi, 2007 - Foto: Rama, https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Rama - Lizenz: https://en.wikipedia.org/wiki/CeCILL / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/fr/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Marjane_Satrapi_mg_7514.jpg
    ZUM TOD DER IRANISCH-FRANZÖSISCHEN COMICZEICHNERIN, ILLUSTRATORIN, MALERIN, FILMEMACHERIN, AUTORIN UND AKTIVISTIN MARJANE SATRAPI

    4. Juni 2026

  • Bild: Altstadt von Aarau mit Stadtkirche im Hintergrund - Foto: Sandro Senn, 2009, https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Sa-se - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Altstadt_Aarau.jpg
    AARAU IST DIE «KULTURHAUPTSTADT SCHWEIZ 2030»

    4. Juni 2026

  • Nadja Räss © Pati Grabowicz
    DIE JODLERIN UND KULTURVERMITTLERIN NADJA RÄSS ERHÄLT DEN SCHWEIZER GRAND PRIX MUSIK 2026

    4. Juni 2026

  • Bild: Simona Caminada - Foto: © SRG-SSR, 2026
    DIE NEUE DIREKTORIN VON RADIOTELEVISIUN SVIZRA RUMANTSCHA (RTR) HEISST SIMONA CAMINADA

    4. Juni 2026

  • Peabo Bryson, 2016 - Foto: Kdrayf02 - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Peabo_Bryson_performing_in_Louisville,_KY_2016.png
    DER US-AMERIKANISCHE SOUL-SÄNGER PEABO BRYSON IST GESTORBEN

    3. Juni 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>