ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

19. Februar 2026

DIE DEUTSCHE KÜNSTLERIN HENRIKE NAUMANN IST TOT

Die 1984 in Zwickau geborene deutsche Installationskünstlerin Henrike Naumann (Bild) ist am 14. Februar 2026 in Berlin gestorben. Berühmt wurde sie durch ihre Arbeiten, mit denen sie Möbel und Inneneinrichtung mit politischen und gesellschaftlichen Themen verband. Ihre künstlerische Arbeit kombinierte Naumann mit Vortrags- und Lehrtätigkeit. Mit dem Vortrag «What comes after Postmodernism» in der Bundeskunsthalle Bonn reflektierte sie über ihre Arbeit auf der Kyiv Biennale 2023 und das Thema Kunst und Krieg. Für die Gestaltung des Deutschen Pavillons auf der 61. Biennale in Venedig, die von Mai bis November 2026 stattfindet, wurden Henrike Naumann und Sung Tieu von der Kuratorin Kathleen Reinhardt benannt. Das deutsche Institut für Auslandsbeziehungen, zuständig für den Deutschen Pavillon, teilte mit: «Mit Henrike Naumann verlieren wir nicht nur eine bedeutende Vertreterin der deutschen Gegenwartskunst, sondern auch eine warmherzige, wache und hoch engagierte Persönlichkeit.» (*)

Henrike Naumann, 2019 - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Henrike_Naumann,_2019.jpg

Bild: Henrike Naumann, 2019 – Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Henrike_Naumann,_2019.jpg

Ihre Kunst war eine völlig neue

Henrike Naumann hat die Gegenwartskunst so stark geprägt wie kaum jemand sonst aus ihrer Generation. Nun ist die deutsche Künstlerin mit 41 Jahren gestorben.

«Voll!» Das war ein Wort, das Henrike Naumann gern benutzte, wenn man mit ihr über ihre Kunst sprach. «Voll» war als Bestätigung gemeint, als Verstärkung. Der Begriff beschrieb aber auch ihren Charakter, Naumann war als Künstlerin immer full on. Sie setzte von früh bis spät alles in Bewegung, um ihre Kunst zu machen und zu zeigen. Eine junge Frau mit schwarz gefärbten, stets akkurat geschnittenen und streng gescheitelten Haaren, die schnell die Welt der Kunst begeisterte. Und diese Welt in den vergangenen zehn Jahren so stark prägte wie kaum jemand sonst aus ihrer Generation. 

Tobias Timm

https://www.zeit.de/feuilleton/kunst/2026-02/henrike-naumann-kuenstlerin-ostdeutschland-kunst-biennale-venedig-nachruf

Sie legte Deutschlands Widersprüche frei

Henrike Naumann ging der Gesellschaft auf den Grund und zeigte, was sie dort fand. Sie schuf Werke, die jeder sofort kapiert, in denen es auch jeden sofort gruselt. Es hätte noch viele davon gebraucht.

Ulrike Knöfel

https://www.spiegel.de/kultur/henrike-naumann-die-freilegerin-ein-nachruf-a-edac6aa8-3115-41cc-8a1b-4f1ee7724172

Viel zu spät, viel zu früh

Alles an Henrike Naumann prägte sich ein. Der akkurate schwarze Haarschnitt. Ihr oft ironisch gebrochener und doch uniformiert wirkender Kleidungsstil. Die überaus freundlichen, klugen Augen hinter der klaren Drahtbrille. Die klaren Worte, mit denen die Künstlerin ihre Praxis und die Welt, in der sie stattfand, beschrieb. Die ästhetische Handschrift ihrer Kunst, die sich herkömmlichen Genre-Einordnungen entzog, indem sie etwas vollkommen Neues schaffte.

Hilka Dirks

https://taz.de/Zum-Tod-von-Henrike-Naumann/!6155015

Sie führte die Psychologie des Mobiliars in die Gegenwartskunst ein

Ihr genauer Blick ins deutsche Nachwende-Wohnzimmer entlarvte die Nähe von Plüschsofa-Gemütlichkeit und rechter Gewalt.

Die Nachricht trifft wie ein Schock. Henrike Naumann, die zusammen mit Sung Tieu den deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig ab Anfang Mai bespielen sollte, ist nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 41 Jahren gestorben. Mit letzter Kraft hat sie ihre dafür vorgesehene Arbeit vollendet, die nun ohne sie in den Giardini aufgebaut werden muss. Die Künstlerin mit stets schwarz gefärbtem Haar und messerscharfem Schnitt wird dann nicht mehr selbst erleben, was ihr großer Auftritt auf der internationalen Bühne hätte werden sollen.

Nicola Kuhn

https://www.tagesspiegel.de/kultur/zum-tod-der-kunstlerin-henrike-naumann-sie-fuhrte-die-psychologie-des-mobiliars-in-die-gegenwartskunst-ein-15255742.html

Ideologie beginnt im Wohnzimmer

Möbel, Design, Einrichtungsgegenstände, ganze Schrankwände – das war das Material, aus dem Henrike Naumann Kunst machte. Auf den ersten Blick sahen ihre Installationen aus wie Wohnzimmer aus erst kürzlich vergangenen Zeiten. Besonders aus ostdeutschen Wohnverhältnissen schöpfte sie die Inspiration für ihr Werk.

Nostalgisch waren ihre Ausstellungen jedoch nie. Sie wirkten wie begehbare Protokolle einer Gesellschaft, die sich nach 1989 neu einrichtete, sich vom ideologischen Ballast jedoch nicht so leicht trennen konnte. Wie statten sich politische Milieus aus, in denen Geschmack zur Haltung und Interieur zum Weltbild wird? Diese Frage schien Naumanns Werk zu stellen.

Marcus Woeller

https://www.welt.de/kultur/article6992c3c37fe91953ebcd3ab5/zum-tod-der-kuenstlerin-henrike-naumann-ideologie-beginnt-im-wohnzimmer.html

Kunst mit Möbeln und Design

Naumann und die vietnamesisch-deutsche Künstlerin Sung Tieu waren im vergangenen Jahr als Gestalterinnen des Deutschen Pavillons bei der Kunstbiennale 2026 in Venedig ausgewählt worden, die vom 9. Mai bis 22. November geplant ist und neben der documenta in Kassel als wichtigste Präsentation zeitgenössischer Kunst gilt. Es sei Naumann wichtig gewesen, die Arbeit konzeptionell zu vollenden und fertig zu stellen, damit sie gemäß ihrer künstlerischen Vision umgesetzt werden könne, hieß es.

In ihrer künstlerischen Arbeit hatte Naumann Möbel und Design benutzt, um über Gesellschaft und Politik zu sprechen. Dafür war sie vielfach ausgezeichnet und mit Ausstellungen auf der ganzen Welt geehrt worden.

SZ/dpa/jael

https://www.sueddeutsche.de/kultur/henrike-naumann-kuenstlerin-tot-kunstbiennale-li.3388055

Analytischer Blick auf die DDR

Es gibt Nachrichten, die hinterlassen einen sprachlos. Die vom Tod Henrike Naumanns ist eine davon. Haben wir uns nicht im Sommer noch getroffen, auf einer Ausstellung, sie schob den Kinderwagen ihrer kleinen Tochter? Was plante sie wohl, diese so begabte Künstlerin, für ihren Auftritt gemeinsam mit Sung Tieu im deutschen Pavillon auf der Venedig-Biennale im Mai, das hätte man gerne gewusst.

Nicht eine Sekunde hätte man daran gedacht, dass diese freundliche, so unglaublich kluge und aufrichtige Künstlerin die Eröffnung dieser Biennale nicht mehr erleben würde. Bis Sonntagabend die Mail im Postfach war, die die Nachricht überbrachte: Henrike Naumann ist am 14. Februar in Berlin verstorben, nach einer viel zu spät diagnostizierten Krebserkrankung.

Elke Buhr

https://www.monopol-magazin.de/zum-tod-von-henrike-naumann

Morta l’artista tedesca Henrike Naumann, cordoglio della Biennale

L’artista era stata selezionata lo scorso anno, insieme alla collega vietnamita-tedesca Sung Tieu, per rappresentare la Germania al Padiglione nazionale della Biennale Arte 2026, in programma dal 9 maggio al 22 novembre. Secondo quanto comunicato, per Naumann era fondamentale portare a compimento il progetto per Venezia secondo la propria visione artistica

KEYSTONE-SDA

https://www.swissinfo.ch/ita/morta-l%27artista-tedesca-henrike-naumann,-cordoglio-della-biennale/90952808

Décès de Henrike Naumann, choisie pour représenter l’Allemagne à la Biennale de Venise 2026

Henrike Naumann, l’une des artistes sélectionnées pour représenter l’Allemagne à la Biennale de Venise cette année, est décédée. L’Institut für Auslandsbeziehungen (Institut pour les relations culturelles internationales, Ifa), l’organisme chargé du pavillon allemand, a annoncé dans un communiqué qu’il «pleure la disparition de Henrike Naumann, artiste et personnalité hors du commun, décédée le 14 février à la suite d’une courte et grave maladie». Un message publié sur le site de l’artiste précise qu’«Henrike s’est éteinte […] à Berlin, entourée de sa famille et de ses amis, après un diagnostic de cancer intervenu trop tard».

Gareth Harris

https://www.artnewspaper.fr/2026/02/17/deces-de-henrike-naumann-choisie-pour-representer-lallemagne-a-la-biennale-de-venise-2026

Henrike Naumann, Set to Represent Germany at the Venice Biennale, Has Died at 41

The artist, whose work considered East Germany history and the long tail of the Cold War, was set to represent Germany at the Venice Biennale together with Sung Tieu.

Born in former East Germany, Naumann was celebrated for her highly original approach to examining the country’s history, its influence on today’s geopolitical tensions, and the rise of far-right populism. With a background in scenography, she found visual metaphors for our socio-political reality in the everyday furniture and design objects that articulate our interiors and our lives.

Jo Lawson-Tancred

https://news.artnet.com/art-world/henrike-naumann-obituary-2745997

Videos:

Henrike Naumann – «Tag X» | SCHIRN INTERVIEW (2020)

Henrike Naumann on Postmodernism (2023)

Henrike Naumann at The Harvard Art Museums

Staatskunst – Lecture-Performance von Henrike Naumann (2025)

Mehr:

https://henrikenaumann.com/

https://www.instagram.com/henrikenaumann/

https://ghettobiennale.org/project/4th-gb-2015—artist-list/Henrike%20Naumann

https://www.berliner-herbstsalon.de/dritter-berliner-herbstsalon/kuenstlerinnen/henrike-naumann

https://kow-berlin.com/exhibitions/ostalgie

https://www.pinupmagazine.org/articles/henrike-naumann-interview

https://www.ifa.de/pressemitteilung/deutscher-pavillon-2026-henrike-naumann-sung-tieu

https://en.wikipedia.org/wiki/Henrike_Naumann

(*) https://de.wikipedia.org/wiki/Henrike_Naumann

#HenrikeNaumann #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 19. Februar 2026
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design, Feste / Festivals / Messen / Börsen, Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik, Museum, Ausstellung, Galerie, Politik und Gesellschaft

Vorheriger Beitrag

«WIE KLINGT DER KLIMAWANDEL?»

Nächster Beitrag

«GRATIS GIT’S NUR PROPAGANDA»

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • Benedikt Weibel - Foto: © SRF / Simon Leu
    FÜR BENEDIKT WEIBEL, EHEMALIGER SBB-CHEF

    19. April 2026

  • Nadia Farès - Foto: © Matthieu Camille Colin, https://www.facebook.com/photo/?fbid=2169003496839189&set=a.112410662498493 (Ausschnitt) / https://www.instagram.com/matthieu_camille_colin79?fbclid=IwY2xjawRQcHhleHRuA2FlbQIxMABicmlkETF3cUZTdFN4VUJhcGJoZGRFc3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHoOGm27H_5bvY3r53kvZlH6cmeTYT104NmcZM9Kg0lfr8g189bkvm0dnJgVj_aem_ujIUN1Dj976-eFbG1mAslg
    DIE MAROKKANISCH-FRANZÖSISCHE SCHAUSPIELERIN UND SÄNGERIN NADIA FARÈS IST GESTORBEN

    18. April 2026

  • © Thomas Hirschhorn Pavillon Simone Weil Genève 2026 Pavillon Sicli
    GENÈVE: «THOMAS HIRSCHHORN – PAVILLON SIMONE WEIL»

    17. April 2026

  • Swetlana Alexijewitsch, März 2026 in Berlin, im Gespräch mit Kuratorin Philine Bickhardt über das Erinnern an Tschornobyl. Das Interview entstand exklusiv für die Ausstellung. Bild: Nikita Fedosik
    «SWETLANA ALEXIJEWITSCH: TSCHORNOBYL – ARCHIV DER UNSICHTBAREN KATASTROPHE»


    17. April 2026

  • Peter Bichsel_© by_Karin Widmer
    «WEITERDENKEN MIT PETER BICHSEL»

    17. April 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>