17. März 2026
1’000 SCHWEIZER KULTURSCHAFFENDE GABEN AUSKUNFT ÜBER IHRE BERUFSREALITÄT
Die Umfrage «From creativity to profession» des Studienangebots Kulturmanagement der Universität Basel im Auftrag von Migros-Kulturprozent Sparx zeigt: «Im Kulturbereich gibt es keine einheitliche Definition von Professionalität, und die Wege der Professionalisierung sind so vielfältig wie die einzelnen Kunstsparten. Was ein Grossteil der Schweizer Kulturschaffenden verbindet: Sie kämpfen mit finanzieller Unsicherheit, sind auf Mehrfachbeschäftigung angewiesen und arbeiten in Teilzeitpensen. Für ihre Professionalisierung wünschen sie sich mehr Wissen in den Bereichen Management, Fundraising und Organisation sowie starke Netzwerke». Dazu schreiben die Initiant:innen der Umfrage: «Es braucht ein gemeinsames, koordiniertes Vorgehen aller Akteur:innen – Ausbildungsstätten, Verbände, Förderinstitutionen und die Kulturschaffenden selbst – um diese Lücken anzugehen.»

Bild: © Migros-Kulturprozent Sparx
Im Auftrag von Migros-Kulturprozent Sparx hat das Studienangebot Kulturmanagement der Universität Basel im Frühjahr 2025 Interviews mit verschiedenen Akteur:innen der Kulturbranche und eine spartenübergreifende Umfrage bei rund 1’000 Schweizer Kunst- und Kulturschaffenden durchgeführt. Im Zentrum der Umfrage standen die unterschiedlichen Auffassungen sowie die Bedingungen von Professionalisierung im Kulturbereich.
Die Umfrage hat ergeben, dass es im Kulturbereich keine einheitliche Definition von Professionalität gibt und dass die Wege zur Professionalisierung so vielfältig sind wie die einzelnen Kunstsparten.
Mehrfachbeschäftigung – eine Realität
Die Berufsrealität von Kulturschaffenden ist von unterschiedlichen Herausforderungen geprägt. So üben drei Viertel der Umfrageteilnehmenden mehrere Berufe aus, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Nur eine Minderheit kann von den Einkünften aus dem Kulturschaffen leben.
Breite Kompetenzbildung gefragt
Künstlerische Kompetenzen reichen für die langfristige Berufsausübung als Kulturschaffende nicht aus. Fachliches Know-How in den Bereichen Fundraising, Management und Organisation ist ebenso essenziell für nachhaltiges professionelles Kulturschaffen. Administrativ-organisatorische Fähigkeiten kommen, laut den Ergebnissen, in der Ausbildung an den Kunsthochschulen zu kurz.
Fazit: Vernetzte Lösungsansätze gesucht
Damit der Beruf der Kulturschaffenden nachhaltig und zukunftsfähig wird, sind keine Einzellösungen gefragt, sondern ein vernetztes Vorgehen aller Akteur:innen. Kunsthochschulen, Berufsverbände, Förderinstitutionen und auch die professionellen Kulturschaffenden stehen in der Verantwortung, die Herausforderungen der Berufsrealitäten im Kulturbereich anzugehen.
Was braucht es konkret?
Auf Grundlage der Umfrageergebnisse will Migros-Kulturprozent Sparx gemeinsam mit Kunsthochschulen, Berufsverbänden und Förderinstitutionen an konkreten Lösungen arbeiten: Ein erster Schritt ist das neue Angebot «friendly reminder», das Kulturschaffenden niederschwelligen Zugang zu essenziellen Grundlagen in Organisation, Management und Fundraising bieten soll. Ziel ist es, die Kompetenzbildung und Vernetzung im Kulturbereich zu stärken und gemeinsam die Herausforderungen der Berufsrealität anzugehen.
«From creativity to profession»: Ergebnisbericht der Umfrage zur Professionalisierung von Kunst- und Kulturschaffenden
Zum Bericht mit den Ergebnissen der Umfrage des Studienangebots Kulturmanagement der Universität Basel im Auftrag von Migros-Kulturprozent Sparx:
https://www.sparx-space.ch/uber-sparx/professionalisierung/
https://www.sparx-space.ch/media/msalpxe3/final_sparx_auswertungsbericht_260312_mit_anhang.pdf
cp
Kontakt:
https://engagement.migros.ch/de/kulturprozent
https://kulturmanagement.philhist.unibas.ch/de/ueber-uns/kontakt-und-newsletter
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Kommentare von Daniel Leutenegger