11. Mai 2026
«AAAAND… SCENE / UND… SZENE»
Ausstellung in der Shedhalle Zürich, bis am 14. Juni 2026

Bild: Katrina Daschner, Martin Maeller, Installationansicht «Aaaand… Scene / Und… Szene», Shedhalle Zürich, 2026 – Foto: Alice Speller
Künster:innen:
Abdul Sharif Baruwa, Monster Chetwynd, Céline Condorelli, Katrina Daschner, Day Shift Office, Liam Gillick, Martins Kohout, Martin Maeller, Sarah Margnetti, Oz Oderbolz, Toni Schmale, Natalia Sýkorová & Paula Gogola
Die internationale Gruppenausstellung «Aaaand… Scene / Und… Szene» markiert den Beginn eines neuen Programms in der Shedhalle Zürich. Der Titel entlehnt sich dem Moment am Filmset, an dem die Regie auf Englisch das Ende einer Aufnahme oder auf Deutsch den Beginn einer Szene ausruft.
Die Ausstellung behandelt den Ausstellungsraum selbst als Szene — eine Bühne, auf der Objekte, Körper und Erzählungen zueinander in Beziehung treten.
Im Zentrum der Ausstellung steht die Einführung der Re-Props — künstlerische Beiträge, die gleichzeitig als Kunstwerke und als Ausstellungsinfrastruktur funktionieren. Die teilnehmenden Künstler:innen entwickeln modulare Arbeiten — Sitzstrukturen, Displaysysteme, Plattformen, Raumteiler und Umgebungen —, die die räumlichen Bedingungen der Ausstellung prägen und zugleich offen für Transformationen in zukünftigen Ausstellungen bleiben.
Der Begriff stammt aus der Theater- und Filmproduktion, wo er wiederverwendbare Bühnenelemente bezeichnet, die in verschiedenen Szenen wieder auftauchen. In der Shedhalle sollen die Re-Props genau das tun: durch das Programm wandern und sich über die kommenden Jahre an neue Kontexte und Konfigurationen anpassen. Anstatt Ausstellungsarchitektur als neutrale Unterstützung zu behandeln, machen diese Arbeiten sichtbar, was normalerweise hinter den Kulissen bleibt — die Strukturen, die eine Ausstellung zusammenhalten und bestimmen, wie sie erlebt wird. Eine Künstlerinnenbank ist auch eine Skulptur. Eine Trennwand ist auch ein Kunstwerk. Die Infrastruktur der Ausstellung ist die Ausstellung.
«Aaaand… Scene / Und… Szene» versteht sich daher weniger als fertige Präsentation denn als erste Inszenierung — der Beginn eines langfristigen Experiments, das sich im Laufe des Programms der Shedhalle weiterentwickeln wird.
Kuratiert von Laura Amann Marín & Jen Kratochvil
Über die Shedhalle
Die Shedhalle wurde 1985 gegründet und befindet sich in der Roten Fabrik am Ufer des Zürichsees. Sie gilt seit langem als einer der wichtigsten Orte der Schweiz für experimentelle zeitgenössische Kunst. Verwurzelt in Zürichs alternativer Kulturszene und dem Erbe der städtischen Jugendbewegung, hat die Institution über vier Jahrzehnte hinweg einen internationalen Ruf für künstlerische Praktiken entwickelt, die die Grenzen des Ausstellungsmachens ausloten — zwischen Kunst, Aktivismus und sozialem Experiment.
Aufbauend auf diesem Erbe schlägt die künstlerische Leitung von Laura Amann Marín und Jen Kratochvil ein Programm vor, das die Institution selbst als Bühne behandelt. In einer Abfolge miteinander verbundener Ausstellungen werden Künstler:innen eingeladen, nicht nur Werke zu produzieren und zu präsentieren, sondern auch die räumlichen und strukturellen Bedingungen des Programms über die Zeit mitzugestalten — und so ein Ausstellungsumfeld zu schaffen, das sich von Ausstellung zu Ausstellung anreichert, transformiert und weiterträgt.
shz
Mehr:
https://shedhalle.ch/wp-content/uploads/2026/03/Shedhalle_PressKit_ReProps_DE.pdf
Kontakt:

Bild: © Céline Condorelli, Installationsansicht «Aaaand… Scene / Und… Szene», Shedhalle Zürich, 2026 – Foto: Alice Speller
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Kommentare von Daniel Leutenegger