Ausstellung Galerie Schloss Dottenwil (SG), bis am 29. November 2026

Bild: © Anna-Lena Ruff, Nikopoia (2025), Serie «Motherhoods», Öl auf Leinwand, 150×180 cm

Bild: © Anna-Lena Ruff, Pina (2025), Serie «Motherhoods», Öl auf Leinwand, 175×80 cm
Nach sieben Jahren Studium der Malerei an der Kunstakademie in St.Petersburg ist die Ostschweizer Künstlerin Anna-Lena Ruf in die Schweiz zurückgekehrt, dies mit der Intension, ihrer Malerei Raum zu geben. Die vielfältigen Informationen und Eindrücke der sichtbaren Welt hält sie auf Leinwand fest. Anna-Lena Ruff ist der malerischen Tradition verbunden, variiert und transformiert diese zur eigenen Bildsprache. Ausgehend von ihrer eigenen Erfahrung als junge Mutter, setzt sie sich aktuell vertiefend mit Körperlichkeit, sozialen Zuschreibungen und Identitäten auseinander.
Die IG Schloss Dottenwil hat die ehemalige Sommerresidenz von 1543, die später auch als Armenhaus und Altersheim genutzt wurde, seit 1997 in einen lebendigen Kultur- und Begegnungsort verwandelt. Dank viel Freiwilligenarbeit bietet das Schloss heute ein Museum, Ausstellungsräume und einen Rebberg sowie Gastronomie und Kulturveranstaltungen in idyllischer Umgebung.
cp
Kontakt:
https://www.dottenwil.ch/component/eventbooking/anna-lena-ruff

Bild: © Anna-Lena Ruff, Selbstportrait (2020), Öl auf Leinwand, 45×75 cm
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Mutterschaft in Öl gefasst
Was bedeutet es heute, Mutter zu sein? Unter anderem damit setzt sich die Ostschweizer Künstlerin Anna-Lena Ruff (*1987) in ihrer Einzelausstellung beim Schloss Dottenwil auseinander. «Zwischen den Zeilen» erstreckt sich über die zweistöckige Galerie in einem Nebenhaus des 1543 erbauten Schlosses, das bei Wittenbach über dem Bodensee thront.
«Das Mutterwerden ist verbunden mit Erfahrungen, über die wenig gesprochen wird. Gleichzeitig stellte ich fest, dass sich Erwartungen, die ich selbst oder andere an mein Mutterwerden herantrugen, nicht erfüllten oder gar nicht erfüllbar waren», erklärt die Künstlerin. Diese Spannungen greife sie in der Serie «Motherhoods» auf, dem Herzstück der Schau in der Galerie beim Schloss.
Die Serie setze sich aus Porträts und Doppelporträts zusammen, die persönliche Geschichten von Mutterschaft, Care-Arbeit und Nicht-Mutterschaft erzählen, so die Künstlerin. «Ich habe versucht, Mutterwerden so zu malen, wie ich es erlebe. Den daran gerichteten gesellschaftlichen Erwartungen und Zuschreibungen begegne ich mit Offenheit, Ehrlichkeit und Widerstand.»
Vera Zatti
https://www.saiten.ch/mutterschaft-in-oel-gefasst

Bild: © Anna-Lena Ruff, Quinces and Purple (2023), Öl auf Leinwand, 42,5×38,2 cm
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Kommentare von Daniel Leutenegger