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15. März 2025

«PRECIOUS OKOYOMON – ONE EITHER LOVES ONESELF OR KWNOWS ONESELF»

Ausstellung im Kunsthaus Bregenz (AT), bis am 25. Mai 2025

Precious Okoyomon im KUB, 2025 Foto: Miro Kuzmanovic © Kunsthaus Bregenz

Bild: Precious Okoyomon im KUB, 2025 – Foto: Miro Kuzmanovic © Kunsthaus Bregenz

Precious Okoyomon im KUB, 2025 Foto: Miro Kuzmanovic © Kunsthaus Bregenz

Bild: Precious Okoyomon im KUB, 2025 – Foto: Miro Kuzmanovic © Kunsthaus Bregenz

Die Werke von Precious Okoyomon bewegen sich zwischen Kunst, Poesie und Performance. Sie setzen sich mit Identität, Kolonialgeschichte, Spiritualität und der Beziehung der Menschen zu Dingen und der lebendigen Umwelt auseinander. Dabei verbinden sich intime persönliche 
Fragen mit politischen und gesellschaftlichen Themen.

Bereits vor der Pandemie wurde Okoyomon eingeladen — 
als jüngste/r Künstler/in in der Geschichte des Kunsthauses Bregenz, damals erst 27 Jahre alt. Einem breiten Publikum wurde Okoyomon durch Installationen bekannt, die organische Materialien wie Erde, Pflanzen und Tiere einbeziehen. Bei der Biennale in Venedig 2022 verwandelte Okoyomon eine Halle der Arsenale in ein üppiges, wucherndes Ökosystem. Ausladende Skulpturen, dicht wachsende Schlingpflanzen, geschwungene Pfade und kleine Wasserläufe in tropischer Atmosphäre schufen einen Erlebnisraum, der Prozesse der Natur mit afrofuturistischen Visionen verband — und zugleich die Migrationsgeschichte der Pflanzen sowie deren Verdrängung thematisierte.

Precious Okoyomon ONE EITHER LOVES ONESELF OR KNOWS ONESELF Ausstellungsansicht Erdgeschoss Kunsthaus Bregenz, 2025 the existential detective agency, 2025 Foto: Markus Tretter © Precious Okoyomon, Kunsthaus Bregenz Courtesy of the artist

Bild: Precious Okoyomon, ONE EITHER LOVES ONESELF OR KNOWS ONESELF, Ausstellungsansicht Erdgeschoss Kunsthaus Bregenz, 2025 the existential detective agency, 2025 – Foto: Markus Tretter © Precious Okoyomon, Kunsthaus Bregenz Courtesy of the artist

Für das Kunsthaus Bregenz wurden mehrere neue Arbeiten entwickelt, die unterschiedliche Themen untersuchen. 
Im Erdgeschoss befinden sich zwei Büros, die an die psychoanalytische Praxis Carl Gustav Jungs erinnern. Möbel aus der Zeit um 1900 schaffen eine Atmosphäre, die zugleich vertraut und sachlich wirkt. «Existential Detectives» in verzierten Laborkitteln treten mit den Besucher:innen in Dialog und stellen Fragen zu Träumen, Erinnerungen und verborgenen Gefühlen. Fragebögen und Aquarellfarben laden Besucher:innen ein, mit ihren Bekenntnissen still zum Kunstwerk beizutragen. In einem Regal stehen Bücher zu Themen wie Liebe, Kochen, Philosophie und arabischer Poesie, aber auch Werke von Édouard Glissant, der in seiner Arbeit auf die schöpferischen Wechselwirkungen zwischen den Kulturen hinweist. Das Muster der Tapete zeigt Zeichnungen von Precious Okoyomon. Die hybriden Figuren mit ihren grossen Köpfen, puppenhaften Körpern und flammenden Augen wirken sowohl verträumt als auch dämonisch. Sie regen dazu an, in die Tiefen der eigenen Psyche einzutauchen.

Die Stiegenhäuser des Kunsthaus Bregenz wurden für die Ausstellung von Precious Okoyomon verdunkelt. Eine zusätzlich eingezogene Decke verengt den Gang nach oben und schafft ein neues, erstickendes Raumgefühl.

Precious Okoyomon ONE EITHER LOVES ONESELF OR KNOWS ONESELF Ausstellungsansicht 1. Obergeschoss Kunsthaus Bregenz, 2025 I wanted to kill but had nothing to kill, 2025 Foto: Markus Tretter © Precious Okoyomon, Kunsthaus Bregenz Courtesy of the artist

Bild: Precious Okoyomon, ONE EITHER LOVES ONESELF OR KNOWS ONESELF, Ausstellungsansicht 1. Obergeschoss Kunsthaus Bregenz, 2025 I wanted to kill but had nothing to kill, 2025 – Foto: Markus Tretter © Precious Okoyomon, Kunsthaus Bregenz Courtesy of the artist

Im ersten Obergeschoss hängen Plüschtiere an Schlingen von der Decke. Aus gebrauchten Kuscheltieren gefertigt und mit echten Federn versehen wirken sie wie Engel, kindliche, verspielte Wesen, die ein zerstörerisches Schicksal ereilt hat. Wie häufig in Okoyomons Werk geht es um Träume und Hybridität, Zerbrechlichkeit und Zuneigung, Sorge und Schmerz. Kuscheltiere beschützen Kinder, sie sind Gefährt:innen und Freund:innen, spenden Trost und dienen als Projektionsfläche kindlicher Fantasien.

Ein riesiger Teddybär im zweiten Obergeschoss liegt vergessen am Rand eines plüschigen rosa Teppichs. Seine tropfenförmigen Augen, die Herzen an den Pfoten und sein bekümmerter Blick regen dazu an, Momente der Selbstvergessenheit und Tagträume zu erleben. Die Installation wird begleitet von Musik der Soundkünstlerin Takiaya Reed, deren sphärische Klänge tranceartige Zustände fördern und den Übergang in die Welt der Wachträume begleiten — in jenen schwebenden Zustand zwischen Wachen und Schlaf, in dem sich die Gedanken auflösen und lebhafte innere Bilder entstehen.

Precious Okoyomon im KUB, 2025 Foto: Miro Kuzmanovic © Kunsthaus Bregenz

Bild: Precious Okoyomon, ONE EITHER LOVES ONESELF OR KNOWS ONESELF, Ausstellungsansicht 3. Obergeschoss Kunsthaus Bregenz, 2025, the world requires something of me and I’m looking for a place to lie down, 2025 – Foto: Markus Tretter © Precious Okoyomon, Kunsthaus Bregenz Courtesy of the artist

Im obersten Geschoss des Kunsthaus Bregenz finden sich 
die Besucher:innen in einem abgeschlossenen Garten wieder. Neben verpuppten Raupen, die sich im Prozess der Metamorphose befinden, schwirren bereits geschlüpfte Schmetterlinge durch die Luft. Außerhalb des feuchtwarmen Habitats flimmert ein Film, der einen Flug über die Vorstädte in Okoyomons Heimatstaat Ohio zeigt. Er wurde für die Ausstellung im Kunsthaus Bregenz produziert; Okoyomon selbst steuert das Flugzeug und ruft laut eigene Gedichte in den Himmel. Die Bilder vermitteln ein Gefühl von Grenzenlosigkeit und Freiheit. Kennzeichnend ist die Vorstellung eines Ichs, das sowohl Dinge als auch das Leben in der Welt als spirituell angereicherte Quelle der Inspiration begreift. Die Besucherinnen sind gezwungen, hinter dem Netz zu bleiben — bei den Schmetterlingen.

Neben raumgreifenden Installationen hat sich Okoyomon durch Gedichte einen Namen gemacht, die oft in Performances eingebunden sind. Im zweiten Lyrikband 
But Did You Die?, der 2024 veröffentlicht wurde, versucht Okoyomon, sich den Kräften struktureller Gewalt, die uns umgeben, mit Lebendigkeit und Unfug zu widersetzen. 
Die Gedichte sind zart, ungeschönt und naiv — ebenso 
intim wie unbehaglich.

Biografie Precious Okoyomon

Precious Okoyomon (1993, London) ist ein*e nigerianisch-amerikanische*r Dichter*in und Künstler*in. Okoyomon lebt 
und arbeitet in Brooklyn, New York. Einzelausstellungen wurden 2024 in der Fundación Sandretto Re Rebaudengo 
in Madrid ausgerichtet, 2021 im Aspen Art Museum und im Performance Space New York, 2020 im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt und 2018 im Luma Westbau in Zürich. 
2024 nahm Okoyomon an der 60. Biennale di Venezia teil, 
auf der Okoyomon den Nigerianischen Pavillon bespielte, 
sowie 2023 an der 11. Sequences Biennial in Reykjavík 
und der Thailand Biennale in Chiang Rai, 2022 an der 59. Biennale di Venezia und am Okayama Art Summit, 2021 
am 58. October Salon der Belgrad Biennale und 2018 an der 13. Baltic Triennial in Tallinn. Darüber hinaus war Okoyomon 2024 an Gruppenausstellungen in der Fondation Beyeler in Basel, 2022 im LUMA Arles und 2021 im Palais de Tokyo in Paris beteiligt. 2019 realisierte Okoyomon Performances in den Serpentine Galleries und dem Institute of Contemporary Arts in London. Okoyomon erhielt 2021 den Frieze Artist Award sowie den Chanel Next Prize. Im September 2024 erschien Okoyomons Lyrikband But Did You Die?.

«In der Ausstellung geht es um Freude, Trauma und Verdrängung. Als Kind war ich geradezu von meinen Kuscheltieren abhängig. Ich nahm sie überallhin mit. Sie haben mich vor der Realität meiner Kindheit beschützt. Ich habe darüber nachgedacht, wie Erinnerungen gespeichert, festgehalten, abgerufen und erschaffen werden. Stofftiere sind Objekte, die kollektive und persönliche Erinnerungen speichern.»

Precious Okoyomon

Publikation


Anlässlich der Ausstellung gibt das Kunsthaus Bregenz die erste institutionelle Publikation zu Precious Okoyomon heraus. Grossformatige Aufnahmen dokumentieren die faszinierenden Werke, die für die vier Geschosse des Kunsthauses Bregenz entstanden sind. Beiträge von Christina Sharpe, Bhanu Kapil sowie ein Gespräch zwischen Precious Okoyomon und den Kurator:innen Hans Ulrich Obrist und Claude Adjil beleuchten Okoyomons künstlerisches Schaffen, das sich an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, Theorie und Lyrik bewegt. Gedichte, die Precious Okoyomon während der Arbeit an der KUB-Ausstellung geschrieben hat, werden in der Publikation erstmals veröffentlicht. Wie der Ausstellungsbesuch soll auch das Buch mit einer Vielfalt an frei zusammengefügtem Material sowohl den Verstand als auch die Sinne ansprechen.

Herausgegeben von Thomas D. Trummer, Kunsthaus Bregenz. Mit Texten von Bhanu Kapil und Christina Sharpe sowie einem Gespräch zwischen Precious Okoyomon, Claude Adjil und Hans Ulrich Obrist. Gestaltung: Tiffany Malakooti. Englisch / Deutsch, € 42

Ab Mai 2025 im KUB-Shop und online erhältlich

https://www.kunsthaus-bregenz.at/publikationen

cp

Kontakt:

https://www.kunsthaus-bregenz.at

Precious Okoyomon ONE EITHER LOVES ONESELF OR KNOWS ONESELF Detailansicht 1. Obergeschoss Kunsthaus Bregenz, 2025 I wanted to kill but had nothing to kill, 2025 Foto: Markus Tretter © Precious Okoyomon, Kunsthaus Bregenz Courtesy of the artist

Bild: Precious Okoyomon, ONE EITHER LOVES ONESELF OR KNOWS ONESELF, Detailansicht 1. Obergeschoss Kunsthaus Bregenz, 2025 I wanted to kill but had nothing to kill, 2025 – Foto: Markus Tretter © Precious Okoyomon, Kunsthaus Bregenz Courtesy of the artist

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  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 15. März 2025
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design, Museum, Ausstellung, Galerie

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