Die St.Galler Regierung hatte im Auftrag der bürgerlichen Fraktionen des Kantonsrats ein weiteres Entlastungspaket in der Höhe von 60 Millionen Franken auszuarbeiten. Betroffen davon ist auch die Kultur. Die igKultur Ost tritt jetzt mit ihrer Stellungnahme dazu an die Öffentlichkeit.

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Die igKultur Ost schreibt: «Diese Kürzungen treffen eine bereits stark geforderte Kulturlandschaft – bei den Leistungsvereinbarungen sind Kürzungen von fast 20 Prozent vorgesehen. Besonders gefährdet sind kleinere Institutionen, die freie Szene und Kulturangebote in den Gemeinden. Werden diese Beiträge gekürzt, ist dies kein blosser administrativer Einschnitt, sondern ein substanzieller Abbau kultureller Leistungen.»
Die vorgeschlagenen Kürzungen sind Teil eines zusätzlichen Massnahmenpakets im Umfang von insgesamt 60 Millionen Franken, welches der Kantonsrat 2025 initiiert hatte, um die Gesundung des Kantonshaushaltes zu gewährleisten. Die igKultur Ost teilt hierbei die Haltung des St.Galler Regierungsrates, der insbesondere die zweite Kürzungsstufe kritisch beurteilt. Eine kumulierte Budgetreduktion um 4 Millionen lasse sich im Kulturbereich nicht mehr durch operative Optimierungen auffangen, sondern führe zwangsläufig zu einem substanziellen Abbau des Kulturangebots. Die Reduktion der vertraglich zugesicherten Mittel für Kulturbetriebe erfolgt in zwei Schritten und habe weitreichende Konsequenzen für die rund 80 betroffenen Kulturinstitutionen wie Museen, Kleintheater, Konzertlokale und Kinos.
Die igKultur Ost hält fest: «Kultur ist kein reiner Kostenfaktor, sondern ein wichtiger Standortfaktor und Teil der regionalen Wirtschaft. Kulturinstitutionen- und Kulturveranstaltungen ziehen Besucherinnen und Besucher an und schaffen damit Wertschöpfung, von der insbesondere Gastronomie, Tourismus und das lokale Gewerbe direkt profitieren. Die vom Kantonsrat erzwungenen Kürzungen schwächen somit die Attraktivität des Wohn- und Wirtschaftsstandortes St.Gallen im interkantonalen Wettbewerb.»
Das Fazit der igKultur Ost: «Wir lehnen die erneuten Sparmassnahmen im Kulturbereich klar ab. Zum wiederholten Mal soll bei der Kultur gespart werden: – einem Sektor, der bereits heute mit prekären Arbeitsbedingungen und knappen finanziellen Ressourcen haushalten muss.»
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Kommentare von Daniel Leutenegger