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Kategorie: Cartoon, Comix, Karikatur

8. Juni 2026

MAR­TIN OESCH UND LINA BRA­ZE­ROL AUS DER SCHWEIZ AM COMIC SALON ER­LAN­GEN (D) AUS­GE­ZEICH­NET

«Bester deutschsprachiger Comic-Künstler» Franz Suess (links) mit dem Schweizer Moderator Christian Gasser (rechts) - Copyright: Internationaler Comic-Salon Erlangen – Foto: Erich Malter, 2026

Am Sonntagabend, 7. Juni 2026, schloss der 22. Internationale Comic-Salon Erlangen (D) seine Pforten. Messeaussteller:innen und Veranstalter:innen sowie das Kulturamt der Stadt Erlangen sind «mit der Resonanz sehr zufrieden», wie sie schreiben: «Über 35’000 Besucher:innen kamen bei idealer Wetterlage zu den Messezelten und den über 20 Veranstaltungsorten in der gesamten Erlanger Innenstadt, – so viele wie nie zuvor. Vier Tage lang drehte sich in Erlangen alles um die Comic-Kunst. Rund 300 Messe-Aussteller:innen und 600 Künstler:innen präsentierten sich ihren Leser:innen in den Messezelt-Hallen, 19 Ausstellungen konnten in
der Erlanger Innenstadt entdeckt werden, weit über 300 Veranstaltungen – häufig zu anspruchsvollen kulturpolitischen, künstlerischen und gesellschaftlichen Themen – wurden bemerkenswert gut angenommen.» Der Schweizer Martin Oesch gewann in Erlangen den Preis für das Beste deutschsprachige Comic-Debüt für sein Werk «Fleischeslust». Mit dem erstmals vergebenen Paul-Derouet-Förderpreis an «Abgang» der Schweizerin Lina Brazerol wurde «eine herausragende Publikation aus dem Hochschulbereich gewürdigt». Der Österreicher Franz Suess wurde zum besten deutschsprachigen Comic-Künstler gekürt.

4. Juni 2026

ZUM TOD DER IRA­NISCH-FRAN­ZÖ­SI­SCHEN CO­MIC­ZEICH­NE­RIN, IL­LUS­TRA­TO­RIN, MA­LE­RIN, FIL­ME­MA­CHE­RIN, AU­TORIN UND AK­TI­VIS­TIN MAR­JA­NE SATRA­PI

Marjane Satrapi, 2007 - Foto: Rama, https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Rama - Lizenz: https://en.wikipedia.org/wiki/CeCILL / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/fr/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Marjane_Satrapi_mg_7514.jpg

Die am 22. November 1969 in Rascht (Iran) geborene iranisch-französische Comiczeichnerin, Kinderbuch-Illustratorin, Filmemacherin, Malerin, Autorin und Aktivistin Marjane Satrapi (Bild) ist am 4. Juni 2026 in Paris gestorben. Weltweit wurde sie durch ihre Graphic-Novel-Autobiographie «Persepolis» bekannt. Die vier Bände erschienen in Frankreich zwischen 2000 und 2003; die englischen Übersetzungen folgten 2003 und 2004. Darin zeichnet und beschreibt sie in einfachen schwarz-weissen Einzelbildern ihre Kindheit in Iran und ihre Jugendjahre in Wien und Teheran. Sie verbindet ihre Lebensgeschichte eng mit der iranischen Geschichte und beschreibt die Auswirkungen der Politik der Revolutionswächter und der Regierung auf den Alltag der iranischen Jugend. Die Hauptfigur Marji erlebt darin den Sturz des Schahs, die Durchsetzung der Islamischen Republik, den Iran-Irak-Krieg und schliesslich das Exil in Europa. Das Werk wurde millionenfach verkauft, etablierte Satrapi als eine der international meistgelesenen iranischen Autorinnen und trug dazu bei, westliche Stereotype über die iranische Gesellschaft und Kultur aufzubrechen. Nach einer Erklärung ihres Umfelds starb sie «an Traurigkeit, ungefähr ein Jahr nach dem Tod von Mattias Ripa, ihrem Ehemann und der Liebe ihres Lebens». Der Élysée-Palast würdigte Satrapi nach ihrem Tod als bedeutende Figur der französischen Kultur und als freiheitsliebende Künstlerin, deren Werk eine universelle Botschaft getragen habe. (*)

28. Mai 2026

ZUM TOD DES SCHWEI­ZER LIE­DER­MA­CHERS, MU­SI­KERS, IL­LUS­TRA­TORS, SGRAF­FI­TO-KÜNST­LERS UND COMIC-AU­TORS PAU­LIN NUOT­CLÀ

Paulin Nuotclà - Foto: © Jon Duschletta / RTR

Der am 11. November 1951 in Scuol geborene Schweizer Liedermacher, Musiker, Restaurator, Zeichnungslehrer, Illustrator, Sgraffito-Künstler und Comic-Autor Paulin Nuotclà (Bild) ist am 25. Mai 2026 in Susch gestorben. Er gab seit den 1970er-Jahren mehrere Schallplatten heraus und war einer der ersten Liedermacher mit Songs im bündnerromanischen Idiom Vallader. Nuotclà galt als einer der Pioniere des «Rock Rumantsch». Nuotclà trat auch als Verfasser mehrerer Comics auf Romanisch und als Schulbuchillustrator hervor. Er besass ein Maler- und Gipsergeschäft in La Punt. Im Rahmen der Folk-Bewegung der 1970er- und frühen 1980er-Jahre wurde Nuotclà in der ganzen Schweiz bekannt; 1981 trat er beim vierten Gurtenfestival auf. Im Jahr 2022 erhielt Paulin Nuotclà einen Anerkennungspreis des Kantons Graubünden.

27. Mai 2026

DER SCHWEI­ZER KA­RI­KA­TU­RIST OR­LAN­DO EI­SEN­MANN IST GE­STOR­BEN


Orlando Eisenmann, 2021, © Verein Gezeichnet / Michele Andina, https://www.youtube.com/watch?v=M2HfAwnW79Y

Der am 16. Februar 1946 in Faido (TI) geborene Schweizer Karikaturist Orlando Eisenmann (Bild) ist am 15. Mai 2026 gestorben. Der diplomierte Zeichenlehrer arbeitete seit 1985 als freischaffender Künstler. Als Orlando zeichnete er Karikaturen für die «Bündner Zeitung», die «Südostschweiz», «Der Bund», die «Luzerner Neusten Nachrichten», den «Nebelspalter» und die «Schweiz am Sonntag». Seine Werke waren an Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen; beim Jahresrückblick «Gezeichnet» in Bern war er ein zuverlässiger und stets bewunderter Teilnehmer.

13. Mai 2026

JOUR­NA­LIST:IN­NEN­PREIS: KA­RI­KA­TU­RIST FELIX SCHAAD FÜR SEIN LE­BENS­WERK GE­EHRT

Felix Schaad - Fotos: © Philippe Rossier, Stiftung Zürcher Journalistenpreis, 2026

Im Kaufleuten Zürich wurden gestern Dienstagabend die diesjährigen Zürcher Journalistenpreise verliehen. Sie zählen zu den wichtigsten Auszeichnungen des Berufsstands in der Deutschschweiz. Der Zürcher Karikaturist Felix Schaad (Bild) wurde für sein Lebenswerk geehrt. Victor Giaccobo hielt die Laudatio auf Felix Schaad.

4. Mai 2026

«BISS­FEST!» BADEN 2026: DIE GE­WIN­NER HEIS­SEN TOM FIED­LER, ME­T­ABE­NE UND SCH­LO­RI­AN

(v.l.) Metabene, Tom Fiedler und Schlorian - Foto: © zenzfotografie, https://www.bissfest.net/index.php/ausstellung/

Über 100 Cartoonist:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben Werke zum Thema «Presse- und Meinungsfreiheit» eingereicht, wovon 190 Cartoons bis am 17. Mai 2026 bei der «Bissfest!»-Ausstellung frei und kostenlos zugänglich in der Fussgängerzone von Baden gezeigt werden. Drei Cartoons von Tom Fiedler, Metabene und Schlorian wurden von der Jury ausgewählt; sie erhalten ein Preisgeld.

4. Mai 2026

GE­NÈVE, SUR LE QUAI WIL­SON: «DES­SINS POUR LA LI­BERTÉ»

Dessin de © Bénédicte, Suisse

La remise du Prix international du dessin de presse à Genève s’accompagne traditionnellement d’une exposition de dessins de presse dans la plus belle galerie d’art du monde, le quai Wilson, au bord du Lac Léman. L’édition 2026 est consacrée à trois sujets d’actualité sous la plume de dessinateurs du monde entier: les nouveaux empires, l’impact de l’intelligence artificielle et les libertés attaquées. Cette exposition, réalisée en partenariat avec le réseau Cartooning for Peace, basé à Paris, est visible pendant tout le mois de mai.

4. Mai 2026

LES LAU­RÉATS 2026 DU KOFI ANNAN COU­RAGE IN CAR­TOO­NING AWARD: SAFAA ODAH (PA­LES­TINE) ET JIMMY «SPIRE» SSEN­TONGO (OU­GANDA)

Safaa Oda et Jimmy «Spire» Ssentongo - Photos: https://freedomcartoonists.com/?lang=fr

La Fondation Freedom Cartoonists et la Ville de Genève décernent le Prix international du dessin de presse 2026 – le Kofi Annan Courage in Cartooning Award – à la dessinatrice palestinienne Safaa Odah et au dessinateur ougandais Jimmy «Spire» Ssentongo. Les lauréats, récompensés pour leur talent et leur courage, ont été désignés par un jury international présidé par Kenneth Roth, ancien directeur exécutif de Human Rights Watch. Patrick Chappatte, président de la Fondation Freedom Cartoonists, écrit: «Les lauréats du Prix 2026 incarnent le combat des caricaturistes pour la liberté avec, d’un côté, Spire, qui tient tête au pouvoir en Ouganda, et de l’autre, Safaa Odah, dont le travail poignant exprime une profonde humanité au cœur de l’enfer.»

3. Mai 2026

LAU­SANNE: BDFIL FÊTE SA 20e ÉDI­TI­ON EN GRAND FOR­MAT

2. Extrait de Adieu Triste Amour, 2022 © Mirion Malle, la Ville Brule

Pour sa 20e édition, BDFIL déploie jusque’au 10 mai 2026 une programmation exceptionnelle avec 16 expositions à découvrir au cœur de Lausanne. Le festival met à l’honneur l’autrice Mirion Malle, invitée d’honneur de cette édition anniversaire, et propose une plongée dans la bande dessinée québécoise, Pays Invité de cette édition.

2. Mai 2026

MITT­LE­RE BRÜ­CKE BASEL: FAH­NEN-IN­STAL­LA­TI­ON MIT GE­WIN­NER:INNEN DES COMIC-WETT­BE­WER­BES

COMIC WETTBEWER BASEL 2026

325 gezeichnete Kurzgeschichten zum Thema «Freundschaft» sind aus aller Welt für den Basler Comic-Wettbewerb eingereicht worden. Ab dem 4. Mai 2026 ist die Mittlere Brücke in Basel mit Ausschnitten aus den Arbeiten der 20 Gewinner:innen beflaggt. Die 800 Jahre alte Rheinquerung wird damit zur Galerie unter freiem Himmel.

1. Mai 2026

SA­TI­RE-PLATT­FORM «BISS­FEST!» 2026 IN BADEN: «ENDE DER DE­BAT­TE?»

Bissfest! 2026 © Schlorian

Ausstellung an der Badstrasse Baden, vom 2. bis am 17. Mai 2026 – Vernissage am 3. Mai 2026, 11 Uhr

26. April 2026

SO­EBEN VER­SCHICKT: DER NEWS­LET­TER 07/2026 VON CH-CUL­TU­RA.CH

ch-cultura.ch Balken hausrot breit schmal

Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten zwei Wochen aus Schweizer Perspektive

22. April 2026

«ISAO TA­KA­HATA. PION­NIER DU DES­SIN ANIMÉ CON­TEM­PO­RAIN DE L’APRÈS-GUERRE AU STU­DIO GHI­BLI»

Heidi © Studio 100 Internationa

Exposition mudac Musée cantonal de design et d’arts appliqués contemporains, Plateforme 10, Lausanne, du 24 avril jusqu’au 27 septembre 2026

19. April 2026

«CARL BÖCK­LI – BÖ (1889-1970)»

Bild: © Carl Böckli Bö

Sonderausstellung «Da­ge­gen­hal­ten! Carl Böck­lis Ka­ri­ka­tu­ren ge­gen den Totalitaris­mus … und was sie heu­te zu sa­gen ha­ben» – Bis am 14. März 2027 im Museum Heiden (AR)

12. April 2026

SO­EBEN VER­SCHICKT: DER NEWS­LET­TER 06/2026 VON CH-CUL­TU­RA.CH

ch-cultura.ch Balken hausrot breit schmal

Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten drei Wochen aus Schweizer Perspektive

4. April 2026

«LEGAL – IL­LE­GAL. GRAF­FI­TI, STREET ART & MU­RALS»

#openbridgeloerrach, https://www.loerrach.de/de/openbridge

Ausstellung im Dreiländermuseum, Lörrach (D), vom 22. April bis am 12. Juli 2026

4. April 2026

ZUM TOD DES BRI­TI­SCHEN CAR­TOO­NIS­TEN UND AU­TORS GLEN BAX­TER

Glen Baxter, 1992 - Foto: Noord-Hollands Archief, collectie Fotopersbureau De Boer, NL-HlmNHA_1478_36324K00_04, https://noord-hollandsarchief.nl/beelden/beeldbankdeboer/?mode=gallery&view=horizontal&rows=45&page=1&fq%5B%5D=search_s_metadata_id:%22L15591%22&sort=random%7B1775253320235%7D%20asc&filterAction - Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Glen_Baxter,_tekenaar,_1992_-_04.jpg

Der am 4. März 1944 in Leeds geborene britische Cartoonist und Autor Glen Baxter (Bild) ist am 29. März 2026 in London gestorben. Baxter entstammte einer Arbeiterfamilie und besuchte das Leeds College of Art. In London arbeitete er als Lehrer, begann zu zeichnen und veröffentlichte seine ersten Gedichte. Sein erstes Buch mit gesammelten Cartoons erschien 1977 unter dem Titel «Atlas» in den Niederlanden, zwei Jahre später in England. Neben den Cartoons schuf Baxter Bildromane wie das auch auf Deutsch erschienene «The Billiard Table Murders». Baxters Cartoons bestanden in der Regel aus einem Bild mit zugehöriger Bildunterschrift, deren absurder Witz erst durch die Kombination von Text und Bild entstand. Nach eigener Aussage hatten ihn Dadaisten und Surrealisten wie Max Ernst und René Magritte beeinflusst. Baxters Humor wurde mit dem der Monty Pythons und der Goon Show verglichen. Baxters Arbeiten erschienen u.a. in «The New Yorker»,«Vanity Fair», «Observer» und «The Independent on Sunday». (*)

2. April 2026

COMIC-MA­GA­ZIN «STRA­PA­ZIN» ÜBER­TRIFFT CROWD­FUN­DING-ZIEL VON 66’666 FRAN­KEN

Bildcredit: Caspar David Friedrich - Illustration: © Kati Rickenbach, https://www.katirickenbach.ch/

Das 1984 gegründete vierteljährilich erscheinende Comic-Magazin «Strapazin» war in letzter Zeit in eine bedrohliche Finanzkrise geraten, die die wichtige Plattform für Comic-Autor:innen aus der Schweiz, Deutschland und der ganzen Welt in ihrer Existenz gefährdete. Das generationenübergreifende Team von 26 Herausgeber:innen mit Sitz in Zürich und in München lancierte deshalb ein Crowdfunding mit dem Ziel, Spenden in der Gesamtsumme von 66’666 Franken zu sammeln. Das Finanzierungsziel wurde jetzt bereits überschritten und es bleiben für alle künftigen Wohltäter:innen noch ganze zehn Tage um das Ergebnis noch erfreulicher zu gestalten – das neue Ziel liegt jetzt bei 70’000 Franken. Unabhängig vom Erreichen des Zusatzziels werden dem Projekt die Gelder ausgezahlt.

28. März 2026

«JOSÉ MUÑOZ. BRO­KEN VOICES»

© José Muñoz, Ohne Titel, 2024

Ausstellung im Cartoonmuseum Basel – Zentrum für narrative Kunst, vom 28. März bis am 21. Juni 2026

25. März 2026

ZUM TOD DES BER­NER CAR­TOO­NIS­TEN UND KUNST­MA­LERS HEINZ PFU­SCHI PFIS­TER

Heinz Pfuschi Pfister, 2023 - Foto: © Rosmarie Bernasconi, https://www.facebook.com/photo?fbid=6952722248119111&set=pcb.6952726288118707

Der am 10. Mai 1945 in Bern geborene Cartoonist, Kunstmaler, Radierer, Kulturvermittler und Galerist Heinz Pfuschi Pfister ist am 21. März 2026 gestorben. Er wuchs in Zollikofen bei Bern auf und machte 1961-1963 eine kaufmännische Lehre in einer Eisenwarenhandlung. 1964-1967 folgten Aufenthalte in Genf als Quincailler, anschliessend als Gärtner in England in einem Altersheim, später als Hilfspfleger in einem Spital in Norwich. Ab 1968 arbeitete Heinz Pfister in der Pharmaindustrie, zuerst in Bern, dann in Basel. Dann erlernte er die Tiefdruckgrafik und hatte 1977 seine erste Kunstausstellung in der Galerie Claire Brambach in Basel. Mutig stieg er 1979 von der Rohstoffplanung auf Kunst um und wurde freischaffender Kunstmaler und Cartoonist. Ab 1988 betätigte er sich auch als Kurzgeschichtenschreiber. 1994 entstanden erste Trickfilme. Seit vielen Jahren begleitete Pfuschi Kongresse und Tagungen cartoon-kritisch und zeichnete das Gehörte, Zuvielgemeinte und Ungesagte live über den Beamer ins Plenum. Pfuschi-Cartoons erschienen u.a. in der «Basler Zeitung», der «Berner Zeitung», dem «Sonntags-Blick», in «Der Bund», «Schweizer Illustrierte», «NZZ» oder «Die Zeit». Von Pfuschi wurden diverse Cartoon-Bücher publiziert. Ausstellungen hatte er u.a in den Cartoon-Museen von Basel und Krems sowie in seiner eigenen Berner Galerie für Komische Kunst, in der er immer wieder liebevoll national und international bekannte Kolleg:innen präsentierte. Pfuschi war Initiant und Mitorganisator der Cartoon-Ausstellungen in Langnau (1998-2013) und von «gezeichnet».

24. März 2026

ZUM TOD DES BEL­GI­SCHEN COMIC-ZEICH­NERS UND -TEX­TERS HER­MANN

Hermann, 2017 - Foto: Selbymay, https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Selbymay - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:FIBD2017Hermann.jpg

Der am 17. Juli 1938 in Bévercé geborene belgische Comiczeichner und -texter Hermann Huppen (Bild) ist am 22. März 2026 in Brüssel gestorben. Der Künstler firmierte lediglich unter seinem Vornamen und war dementsprechend nur als Hermann bekannt. Die berühmtesten seiner Werke sind die Serien «Comanche», «Andy Morgan» und «Jeremiah». Ein Grossteil von Hermanns Geschichten wurde in mehrere Sprachen, darunter Dänisch, Deutsch, Englisch, Italienisch, Kroatisch, Niederländisch, Schwedisch, Serbisch und Spanisch, übersetzt. Beeindruckend ist die Liste belgischer und internationaler Auszeichnungen, die Hermann erhalten hat; darunter etwa der Grand Prix de la Ville d’Angoulême, Frankreich, für sein Lebenswerk (2016) oder der schwedische Adamson International Prize, ebenfalls für sein Lebenswerk (2019).

20. März 2026

VIN­CENT L’EPÉÉ GE­WINNT DEN PU­BLI­KUM­SPREIS «GE­ZEICH­NET 2025»

«Trump à l’ONU: Un discours délirant» - © Vincent L’Epéé, 2025, «Vigousse», https://lecoupdegriffe.blogspot.com/

Das Publikum der Ausstellung «Gezeichnet 2025» im Museum für Kommunikation in Bern hat gewählt und dem Werk «Trump à l’ONU» von Vincent l’Épée am meisten Stimmen gegeben: Seine Darstellung von Trumps Rede vor der UNO ist in der Satirezeitung «Vigousse» publiziert worden. Auf Platz 2 in der Gunst des Publikums kam «Melania» von Silvan Wegmann. Ruedi Widmers «Bauernhaus in Bern» schaffte es auf Platz 3.

19. März 2026

«LES PRIX DU COU­RAGE»

«LES PRIX DU COURAGE» Image: © https://mddp.ch/2026/02/09/les-prix-du-courage/

Du 21 mars au 24 mai 2026, la Maison du Dessin de Presse à Morges expose les dessins des lauréats des Prix du courage Kofi Annan 2024 et Robert Russell 2025: Sanitary Panels (Inde), Zunzi (Hong Kong) et Zehra (Turquie) –
Vernissage le 21 mars à 11h

14. März 2026

ZUM TOD DES SCHWEI­ZER KUNST­MA­LERS, MU­SI­KERS, SCHAU­SPIE­LERS, RE­GIS­SEURS, AU­TORS UND ER­ZÄH­LERS TIM­MERMAHN

Timmermahn © timmermahn.ch

Der am 23. Oktober 1942 in Lausanne als Peter Klein geborene Maler, Zeichner und Plastiker, Musiker, Schauspieler, Erzähler, Regisseur, Theater- und Hörspielautor Timmermahn (Bild) ist am 14. März 2026 in Bern gestorben. Er hatte sich seinen Künstlernamen mit dem mahnenden «H» schon als 25-Jähriger zugelegt. Der Enkel des Basler Läckerli- und Bonbonfabrikanten André Klein lernte Schaufensterdekorateur und arbeitete danach als Kulissenmaler am Stadttheater Bern. Ab den 1960er-Jahren verdiente er sich sein Brot als Kunstmaler und genoss die Freiheiten des wilden Lebens. Unter anderem an der Seite von Künstlerfreunden wie dem Schweizer Bildhauer Bernhard Luginbühl oder der Mundartlegende Polo Hofer. Alle drei gelten als Urgesteine der Berner Kunstszene. Timmermahn lebte auf Kreta, in Holland, in Italien, im Tessin und 25 Jahre in einem alten Bauernhaus in Rüeggisberg, bis es ihn wieder in die Stadt Bern zog.

12. März 2026

FI­NANZ­KRI­SE: «STRA­PA­ZIN» HOFFT AUF VER­EIN­TE HILFE

© Lukas_Kuenzli_Zombie

Das vierteljährlich erscheinende Comic-Magazin «Strapazin» ist seit der Gründung 1984 eine wichtige Plattform für Comic-Autor:innen aus der Schweiz, Deutschland und der ganzen Welt. Seit den Anfängen fördert «Strapazin» gezielt junge Zeichner:innen; die Zeitschrift hat sich so zum langlebigsten und wichtigsten Magazin für Comics, Graphic Novels und visuelle Narration im deutschsprachigen Raum entwickelt. Hinter «Strapazin» steht ein generationenübergreifendes Team von 26 Herausgeber:innen mit Sitz in Zürich und in München. Dieses Team schreibt jetzt: «Wir stecken in einer finanziellen Krise. Wir haben bereits Massnahmen ergriffen, doch wir brauchen Hilfe.» Dazu haben die Herausgeber:innen ein Crowdfunding lanciert, das 66’666 Franken einbringen soll. Über 100 Künstler:innen aus der ganzen Welt haben je einen eigenen «Strapazin»-Zombie gezeichnet – lauter Unikate, die Geldgeber:innen als Belohnung für eine Unterstützung erhalten können.

7. März 2026

FU­MET­TO 2026: DIE GE­WIN­NER:INNEN DES TRA­DI­TI­ONS­REI­CHEN COMIC-WETT­BE­WERBS STE­HEN FEST

PEAK Fumetto-Wettbewerb 2026

Der traditionsreiche Comic-Wettbewerb erfreut sich seit der allerersten Fumetto-Ausgabe grosser Beliebtheit. Dieses Jahr erreichten die Veranstalter:innen rekordverdächtige 1’647 Einsendungen aus 61 Ländern rund ums Thema «PEAK» – mit Geschichten von Steinbock und Adler, Bergsteiger- und Beziehungsdramen, Skiunfällen, dem Erklimmen der Karriereleiter bis hin zu Berichten von Aus- und Weitsicht. Neben der digitalen Präsentation aller Einsendungen zeigt die heute eröffnete Ausstellung die Shortlist mit den 50 besten Arbeiten aus drei Alterskategorien im Original. Die Gewinner:innen wurden an der heutigen Eröffnung des Luzerner Festivals Fumetto verkündet.

6. März 2026

«TAGES-AN­ZEI­GER»: KA­RI­KA­TU­RIST MARCO AR­RI­GO­NI FOLGT AUF FELIX SCHAAD

Marco Arrigoni - Foto: Tamedia

Marco Arrigoni (Bild) wird neuer Karikaturist beim «Tages-Anzeiger», wie Tamedia auf «linkedin.com» schreibt. Arrigoni tritt per 1. April 2026 in einem 50-Prozent-Pensum die Nachfolge von Felix Schaad an und wird sowohl für die Printausgabe als auch für die digitalen Kanäle tätig sein.

3. März 2026

DER ÖS­TER­REI­CHI­SCHE KA­RI­KA­TU­RIST UND KIN­DER­BUCH­AU­TOR LUIS MUR­SC­HETZ IST GE­STOR­BEN

Der am 7. Januar 1936 in Velenje (Untersteiermark) geborene österreichische Karikaturist und Kinderbuchautor Luis Murschetz (Bild) ist am 26. Februar 2026 in München gestorben, wie sein Zürcher Verlag Diogenes schreibt. Erste Zeichnungen von ihm erschienen in der «Süddeutschen Zeitung». Seit 1971 zeichnete Luis Murschetz als Nachfolger von Paul Flora politische Karikaturen für die Hamburger Wochenzeitung «Die Zeit»; diese Tätigkeit endete 2010. Zwischen 1983 und 1996 leitete Murschetz sechs Mal die Klasse «Illustration» an der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst in Salzburg. 1972 erschien sein erstes Kinderbuch «Der Maulwurf Grabowski», das seitdem in zwölf Sprachen, darunter auch Japanisch, übersetzt wurde. 1998 erhielt Luis Murschetz das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. (*)

21. Februar 2026

«IN­SIDE PEE­TERS»

© Frederik Peeters, essai23

Exposition Maison d’Ailleurs, Yverdon-les-Bains, jusqu’au 3 janvier 2027

17. Februar 2026

IN­TER­NA­TIO­NA­LER COMIC-WETT­BE­WERB AN­LÄSS­LICH DER FAN­TA­SY BASEL 2026

BASEL 2026 comic-wettbewerb-fantasy

Anlässlich der Fantasy Basel – The Swiss Comic Con wird die Comic-Kunst in Basel besonders gefeiert: Erstmals lancieren das Cartoonmuseum Basel, die Fantasy Basel, die Christoph Merian Stiftung und Basel Tourismus einen internationalen Comic-Wettbewerb unter dem Leitthema «Freundschaft». Höhepunkt ist die Beflaggung der Mittleren Brücke (4. bis 18. Mai 2026) sowie die Präsentation der prämierten Arbeiten an der Fantasy Basel (14. bis 16. Mai 2026). Der Wettbewerb soll die Sichtbarkeit der 9. Kunst im öffentlichen Raum stärken und nachhaltige Impulse setzen für den Comic-Standort Basel.

30. Januar 2026

SAA­DET TÜR­KÖZ ER­HÄLT DEN KUL­TUR­PREIS DES KAN­TONS ZÜ­RICH 2026

Saadet Türköz - Foto: © Anuar Duisenbinov

Der Kulturpreis des Kantons Zürich geht 2026 an die Musikerin Saadet Türköz; die beiden Förderpreise erhalten der Illustrator und Autor Nando von Arb und das Kollektiv volumes. Dies hat der Zürcher Regierungsrat gestützt auf Empfehlungen der kantonalen Kulturförderungskommission entschieden. Mit einer Goldenen Ehrenmedaille ehrt er zudem das Lebenswerk von Ursula Bienz als Leiterin des Figurentheaters Winterthur.

16. Januar 2026

DER LU­ZER­NER JOUR­NA­LIST UND KOM­MU­NI­KA­TI­ONS-FACH­MANN, ME­DI­EN- UND KUL­TUR­FÖR­DE­RER NI­KLAUS ZEIER IST GE­STOR­BEN

Niklaus Zeier - Foto: © Film Commission Lucerne & Central Switzerland

Der 71jährige Luzerner Journalist, Kommunikationsfachmann, Kulturförderer, Initiant und Medienpolitiker Niklaus Zeier (Bild) ist gestorben, wie zuerst «lu-wahlen.ch» berichtete. Er war 24 Jahre lang Kommunikationschef der Stadt Luzern. Zeier betätigte sich vor dem Engagement bei der Stadt u.a. als «Wärchhof»- und «Boa»-Präsident. Er war 1992 Mitgründer und dann 24 Jahre lang Präsident des international renommierten Comic-Festivals Fumetto. Während 15 Jahren präsidierte Niklaus Zeier die SRG Zentralschweiz, und auch bei der Film Commission Lucerne & Central Switzerland war Niklaus Zeier als Präsident engagiert am Werk. Niklaus Zeier ist in Luzern aufgewachsen, studierte in Freiburg Jura und war danach Journalist beim «Vaterland», bei der «Luzerner Zeitung» und der «Zuger Zeitung».

1. Januar 2026

«LE JAR­DIN DE GUZ­NAG»

© Guznag Oiseau Choucas des Tours

Exposition dans le parc du Jardin botanique de JURASSICA, Porrentruy, jusqu’au 26 avril 2026

1. Januar 2026

«LES CY­CLOPES DE JOHN HOWE»

Vue de l’exposition © John Howe / Muséum Neuchâtel

Exposition Muséum d’histoire naturelle Neuchâtel, jusqu’au 12 avril 2026

27. Dezember 2025

FU­MET­TO COMIC FES­TI­VAL LU­ZERN ZEIGT SCHWEI­ZER CO­MICS IN SHANG­HAI

Fumetto in Shanghai

Nach der erfolgreichen Ausstellung «Once Upon A Page» im Kunstmuseum der Tsinghua-Universität in Peking wird diese Schau nun in erweiterter Form in Shanghai gezeigt. Das Shanghai Minsheng Art Museum präsentiert bis am 4. Juni 2026 gemeinsam mit der Schweizer Botschaft und dem Fumetto Comic Festival Luzern die Ausstellung «Tales of Now: Contemporary Swiss Comics from the Fumetto Festival». Die Ausstellung versammelt nahezu 500 Arbeiten von über 20 Künstler:innen aus der deutschsprachigen Schweiz und sie zelebriert den Comic als eigenständige Kunstform – «facettenreich, experimentell, gesellschaftlich relevant», wie Fumetto schreibt.

21. Dezember 2025

PRO HEL­VE­TIA: KREA­TI­ONS­BEI­TRÄ­GE CO­MICS – DIE AUS­WAHL 2025

Logo Pro Helvetia vers.25 ch-cultura.ch

Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia vergibt auf Empfehlung einer Fachjury einmal jährlich Kreationsbeiträge an Comicschaffende aus der Schweiz. 2025 wurden sieben Projekte ausgewählt.

15. Dezember 2025

MADE­LEI­NE BETSCHART: «AUF DÜR­REN­MATTS SCHREIB­TISCH LAGEN STETS ZWEI STA­PEL PA­PIER – EIN STA­PEL SCHREIB­PA­PIER, EIN STA­PEL ZEICH­NUNGS­PA­PIER»

Madeleine Betschart - Foto- © SRF

Radio SRF 1, «Tagesgespräch» vom heutigen Montag, 13 Uhr / Podcast

12. Dezember 2025

«RÉTRO 2025 DU DES­SIN DE PRESSE SUISSE»

Maison du Dessin de Presse, Affiche Rétro 25

Exposition Maison du Dessin de Presse, Morges, jusqu’au 8 février 2026

12. Dezember 2025

PITCH COM­MENT GE­WINNT DEN SWISS CAR­TOON AWARD 2025

Platz_1_Pitch_Comment_Poutine_Swiss_Cartoon_Award

Im Rahmen der Vernissage der Ausstellung «Gezeichnet 2025» sind die Auszeichnungen für die besten Cartoons des Jahres 2025 im Museum für Kommunikation in Bern überreicht worden. Der grosse Gewinner ist der 55jährige Jurassier Pierre-Olivier Comment mit Zeichnernamen Pitch Comment. Er erhält den mit CHF 1’000.- dotierten 1. Preis für den Cartoon «Poutine teste l’OTAN», der am 19. September 2025 in der Westschweizer Satirezeitschrift «Vigousse» publiziert worden ist. Im Cartoon fliegt Putin als Wespe rund um die NATO.

11. Dezember 2025

«GE­ZEICH­NET 2025»: MIT WER­KEN VON 56 PRES­SE­ZEICH­NER:IN­NEN AUS DER DEUTSCH­SCHWEIZ UND DER RO­MAN­DIE

Gezeichnet25 https://www.gezeichnet.ch/ausstellung/hintergrund.html

Ausstellung im Museum für Kommunikation, Bern, vom 12. Dezember 2025 bis am 22. Februar 2026

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