SOEBEN VERSCHICKT: DER NEWSLETTER 19/2025 VON CH-CULTURA.CH
Eine Auswahl kultureller Informationen der letzten dreiunddreissig Tage aus Schweizer Perspektive
Eine Auswahl kultureller Informationen der letzten dreiunddreissig Tage aus Schweizer Perspektive
Im Alter von 86 Jahren ist Peter Eggenberger (Bild) am 2. Juli 2025 an seinem Wohnort in Au (SG) gestorben. Der lange Jahre in Wolfhalden (AR) lebende Peter Eggenberger machte sich einen Namen als Autor zahlreicher Bücher und unzähliger Medienberichte. «Mit seinem profunden Wissen über das Land und seiner Liebe zu den Leuten war er Botschafter einer ganzen Region», schreibt Verleger Marcel Steiner in der Mitteilung des Verlagshauses Schwellbrunn. Eggenberger war auch Mitgründer des Witzweges zwischen Heiden und Walzenhausen. Mit dem Klischee des besonders witzigen Appenzellers setzte sich Peter Eggenberger im Standardwerk «Der Appenzeller Witz» auf ebenso fachkundige wie vergnügliche Art auseinander.
Ab dem 4. August 2025 ist es möglich, Lieder für die Schweizer Teilnahme am Eurovision Song Contest 2026 einzureichen. Die Anmeldefrist endet am 25. August 2025.
Die am 9. Oktober 1936 in Neuilly-sur-Seine geborene französische Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin Nicole Croisille (Bild) ist am 4. Juni 2025 in Paris gestorben. Berühmt wurde sie insbesondere durch das Chanson «Un Homme et une Femme», das sie zusammen mit Pierre Barouh für den gleichnamigen Film von Claude Lelouch sang. Sie war Chevalière de la Légion d’honneur und Commandeur de l’ordre des Arts et des Lettres.
Auch zur elften Ausgabe der Fantasy Basel – The Swiss Comic Con zog es tausende von Festivalbesuchenden in die Hallen der Messe Basel. 97’000 Fans haben über das Auffahrts-Wochenende «das grösste Festival der Schweiz für Popkultur» (Eigenwerbung der Organisator:innen) besucht.
Die am 15. Januar 1953 geborene Schweizer Soziologin und Ethnologin Ruth Hungerbühler Savary (Bild) ist am 26. Mai 2025 gestorben. Sie war jahrelang Redaktorin bei Radio DRS 2 (heute SRF 2 Kultur); sie war Dozentin an der Facoltà Scienze della Comunicazione der Università della Svizzera italiana und hatte Lehraufträge an der Universität Basel. Ihre Forschungsschwerpunkte betrafen familiensoziologische und Gleichstellungsthemen, später dann Themen der Medienkommunikation und Migration, zu denen sie verschiedene Forschungsprojekte leitete. Ruth Hungerbühler war Mitautorin der Bücher zur Geschichte von Radio und Fernsehen in der Schweiz. Während acht Jahren leitete sie die Accademia Teatro Dimitri (SUPSI). Sie war auch für den Aufbau der Forschungsabteilung der Accademia verantwortlich. Sie engagierte sich als Präsidentin bei «gemeinsamdenken.ch» und im Verein Geamondo für die Integration von Geflüchteten und anderen Migrant:innen mittels kultureller Projekte. (*)
Die ASSITEJ Schweiz/Suisse/Svizzera/Svizra, die Schweizer Sektion der Internationalen Vereinigung des Kinder- und Jugendtheaters, vergibt seit 2020 wieder jährlich den Schweizer PRIX ASSITEJ. Dieser Kulturpreis wird zur Auszeichnung künstlerischer/kultureller Leistungen im Bereich der Darstellenden Künste für ein junges Publikum an eine verdiente Persönlichkeit, Gruppe oder Institution verliehen. Aus den 24 Vorschlägen der ASSITEJ-Mitglieder wählte der Vorstand der ASSITEJ fünf Nominierungen für die Preisvergabe 2025. Die Bekanntgabe der Preisträgerin und die Preisverleihung fanden im Rahmen des Schweizer Theatertreffens 2025 im Theater Casino Zug statt. Gewonnen hat die St.Galler Schauspielerin, Regisseurin und Autorin Pamela Dürr (Bild).
Die Nacht der Schweizer Musikszene im Hallenstadion Zürich brachte emotionale Dankesreden, mitreissende Live-Performances nationaler und internationaler Künstler:innen sowie glückliche Gewinner:innen: Darunter Nemo, Patent Ochsner, Stubete Gäng, Dabu Fantastic, Kings Elliot und viele mehr. Und Zoë Më überraschte bei den diesjährigen Swisss Music Awards mit einer Song-Premiere.
Der am 3. Mai 1939 in Wien geborene österreichische Medienmanager Helmut Thoma (Bild) ist am 3. Mai 2025 ebenda gestorben, wie jetzt bekannt wurde. In seiner Funktion als langjähriger Geschäftsführer von RTL Television in den 1980er- und 1990er-Jahren galt er als einer der Väter des Privatfernsehens in Deutschland. Mit seinem Gespür für die Medienlandschaft und seinen Programmentscheidungen machte Helmut Thoma RTL im Jahr 1993 mit einem Marktanteil von 18,9 % zum damals erfolgreichsten und profitabelsten Fernsehsender Europas. Ungeachtet der vielfältigen Kritik im Hinblick auf die Wahl der Programmformate und die Fokussierung auf Einschaltquoten wurde Helmut Thoma zum «Medien-Mann des Jahres 1989» gewählt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit der «Goldenen Kamera» («Preis für die Bewegung im deutschen Fernsehen»; 1989) und dem «Bambi» (1990), dem «Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien» (1991), dem «Deutschen Medienpreis» (1992), dem «International Emmy Award» (1994) und dem «Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen» (1995). (*)
An der Generalversammlung des Casinotheaters Winterthur vom 15. Juni 2025 wird Viktor Giacobbo, Gründer und langjähriger Verwaltungsratspräsident der Casino Theater AG Winterthur, nach über 20 Jahren an der Spitze die Verantwortung weitergeben, wie das Haus mitteilt. Gleichzeitig tritt auch Patrick Frey zurück, der die Insitution über viele Jahre im Verwaltungsrat der Casino Immobilien AG, aber auch als Künstler mitgeprägt hat.
Am Samstagabend wurde in Zürich der diesjährige Prix Walo verteilt. Den Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhielt der 92jährige Kabarettist Emil Steinberger, der ebenfalls für den Dokfilm «Typisch Emil» ausgezeichnet wurde. Der Publikumspreis ging an SRF-Fernsehmoderator Röbi Koller, der in diesem Frühling zum letzten Mal die SRF-Sendung «Happy Day» moderiert hat. Der Prix Walo des Vereins Show Szene Schweiz wurde dieses Jahr zum 49. Mal verliehen.
Der Vorstand von Swissperform hat Olivier Gremaud (Bild) per 1. September 2025 zum neuen Geschäftsführer ernannt. Diese Entscheidung stehe «vor dem Hintergrund der laufenden strategischen Weiterentwicklung und Digitalisierung von Swissperform», heisst es in der Mitteilung der Gesellschaft für die Leistungsschutzrechte in der Schweiz und in Liechtenstein.
Radio SRF 1, «Spasspartout» vom heutigen Mittwoch, 20.03 Uhr
Paola Biason (Bild), Redaktionsleiterin von «Gesichter & Geschichten», wird SRF in diesem Sommer auf eigenen Wunsch verlassen. Sie will sich nach der letzten «G&G»-Sendung Ende Juni 2025 beruflich neu orientieren.
Radio SRF 1, «Spasspartout» vom heutigen Mittwoch, 20.03 Uhr
In Zusammenarbeit mit der Union Romande de l’Humour fördert der Kulturfonds der Société Suisse des Auteurs (SSA) die Entwicklung und das Schreiben von originellen humoristischen Bühnenwerken von aufstrebenden Autorinnen und Autoren, indem er ihnen eine Unterstützung beim Schreiben und die Dienste eines Begleiters oder einer Begleiterin während der Schreibphase anbietet. Er verteilte zwei Unterstützungen von je 6’000 Franken. Der Kulturfonds vergab ausserdem vier Stipendien an gestandene Autorinnen und Autoren in Höhe von jeweils 6’000 Franken.
Die Société Suisse des Auteurs (SSA) hat in Zusammenarbeit mit ProCirque und FARS Stipendien für die Recherche- und Entwicklungsarbeiten von Werken im Bereich der innovativen Zirkuskunst und Strassenkunst vergeben.
Der am 16. März 1931 in Siegburg geborene deutsche Schauspieler, Kabarettist und Hörspielsprecher Ernst Herbert Hilbig (Bild) ist am 20. Februar 2025 in Köln gestorben. Er begann seine Karriere am Düsseldorfer Kom(m)ödchen, wo er von 1958 bis 1971 arbeitete. Ab den 1970er-Jahren wirkte er in zahlreichen Filmkomödien und Fernsehshows («Am laufenden Band», «Zum Blauen Bock») mit und lieh vielen Figuren der Augsburger Puppenkiste seine Stimme. Von 1998 bis 2010 spielte er eine der Hauptrollen in der WDR-Fernsehserie «Die Anrheiner». (*)
Der am 14. August 1940 in Klagenfurt geborene österreichische Moderator und Schauspieler Max Schautzer (Bild) ist am 29. Januar 2025 in Köln gestorben. Zu den bekanntesten Fernsehreihen, die er konzipierte und moderierte, gehört «Pleiten, Pech und Pannen». Die Karriere als Moderator, Sprecher und Autor für Radio und Fernsehen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg begann 1965 beim WDR-Hörfunk in Köln. Dort war er zunächst als Ansager im Studio und als Conferencier öffentlicher Rundfunkveranstaltungen tätig. Hans Rosenthal holte ihn als Reporter in seine deutschlandweit ausgestrahlte Hörfunkreihe «Spaß muß sein». Für Radio Luxemburg wirkte er an der Seite von Frank Elstner am Aufbau des deutschsprachigen Programms. 1967 holte ihn Werner Höfer zum Fernsehen. Schautzer moderierte während seiner Karriere zahlreiche verschiedenartige Programmformate. (*)
Radio SRF 1, «Spasspartout» vom heutigen Mittwoch, 20.03 Uhr
Der am 24. Juni 1944 geborene Schweizer Sänger, Gitarrist, Bassist und Bandleader Walter Grüter (Bild) ist am 6. Januar 2025 gestorben. Er war Initiant und bis 1980 Mitglied der schweizerischen Schlager-, Beat- und Showband Dorados, die von 1961 bis 1985 existierte, bemerkenswerte Erfolge feiern konnte und in halb Europa auftrat.
Radio SRF 2 Kultur, «Musik für einen Gast» vom heutigen Sonntag, 12.38 Uhr / Wiederholung am Samstag, 11. Januar 2025, 11.03 Uhr / Podcast
Freddy Burger (78, Bild links) zieht sich nach 55 Jahren langsam aus dem Showbusiness zurück und übergibt seine Firma FBM Entertainment seinem Sohn Oliver Burger. Freddy Burger begann seine Laufbahn als Konzertveranstalter (u.a. von Les Sauterelles). Bekannt wurde er dann insbesondere als Manager. Zuerst von Pepe Lienhard, dann vor allem von Udo Jürgens, den er ab 1977 betreute. Bei FBM Entertainment sind rund 250 Personen beschäftigt. Die Firma verantwortet unter anderem das Theater 11, die Thunerseespiele und das Musical Theater Basel.
Der am 31. August 1946 in Zürich geborene Sänger, Entertainer und Blödel-Conférencier «Nöggi» (bürgerlich Bruno Stöckli) ist gestorben. In der ganzen Deutschschweiz wurde er bekannt durch den Hit «I bin en Italiano».
Die am 22. Februar 1970 geborene Freiburger Schauspielerin, Komikerin und Clownin Eveline Dietrich (Bild) ist am 19. November 2024 gestorben. Besondere Bekanntheit erlangte sie als prägender Teil des Theaters Madame Bissegger sowie als Gründerin und Mitglied des Clown-Kabarettduos Jobert & Pancetta. Die gelernte Kindergärtnerin aus dem Sensebezirk hatte verschiedene Theater- und Clownschulen im In- und Ausland absolviert.
In Zusammenarbeit mit ProCirque, dem Schweizerischen Berufsverband der Zirkusschaffenden, schreibt der SSA-Kulturfonds jährlich bis zu 3 Stipendien für die Recherche- und Entwicklungsarbeiten von Werken im Bereich der innovativen Zirkuskunst aus.
Patti Basler und Philippe Kuhn (Bild) gewinnen an den Swiss Comedy Awards in Zürich mit ihrem Programm «L¨cke» den Hauptpreis. Zu den sechs GewinnerInnen gehören weiter Michael Elsener, Riklin & Schaub, Julia Steiner sowie Anaïs Decasper. Der Lifetime Award ging wie hier bereits angekündigt an Birgit Steinegger. Die Ausgezeichneten wurden von 200 Expertinnen und Experten aus der Comedy-Szene bzw. vom Publikum auserkoren. Das meldet «srf.ch» in der Samstagnacht.
Am Samstagabend, 7. September 2024, werden ab 20.10 Uhr die Swiss Comedy Awards live auf SRF 1 übertragen. Eine Gewinnerin steht bereits fest: Birgit Steinegger (Bild) gewinnt den Lifetime Award für ihr künstlerisches Schaffen.
Wer gewinnt den Publikumspreis an den Swiss Comedy Awards 2024? Gestern Montag startete das öffentliche Voting auf «srf3.ch». Bis am 5. September können alle für ihre Favoritinnen und Favoriten abstimmen. Die Swiss Comedy Awards werden am Samstag, 7. September 2024, live auf SRF 1 übertragen. Moderiert wird die Show von Nadia Goedhart.
Die 16. Ausgabe des Internationalen Circus Festivals YOUNG STAGE Basel ist vom 22. bis 26. Mai 2025 geplant und findet unter besonderen Voraussetzungen statt: Das Team um Festivaldirektorin Nadja Berger hat entschieden, dass dies die letzte Festivalausgabe sein wird, welche die Non-Profit-Organisation mit Sitz in Basel veranstaltet. YOUNG STAGE 2025 verspricht deshalb auch, inhaltlich besonders zu werden. Zum Abschluss einer knapp 20-jährigen Festivalgeschichte – das erste Festival fand 2007 statt – präsentiert und feiert YOUNG STAGE 2025 die junge, moderne Artistik noch einmal in all ihren Facetten am Open-Air und in der Event Halle der Messe Basel. Das Festival findet vom 22. bis 26. Mai 2025 statt. Falls Basel den Zuschlag als Austragungsort für den Eurovision Song Contest 2025 erhält, wird YOUNG STAGE auf den Herbst verschoben aufgrund von Engpässen in Bezug auf Hotel, Logistik und Location.
Der Circus Monti ist am 9. August 2024 in Wohlen (AG) unter dem Motto «Weil wir fliegen können!» in seine 40-Jahr-Jubiläums-Tournée gestartet.
Die Nominierten der «Swiss Comedy Awards!» für das Jahr 2024 stehen fest. Eine Jury hat die Kandidatinnen und Kandidaten in den Kategorien «Solo», «Ensemble», «Online» und «SRF 3 Best Talent Comedy» bestimmt. Das Fernsehen SRF 1 strahlt die Verleihung der «Swiss Comedy Awards!» am Samstag, 7. September 2024, ab 20.10 Uhr live aus.
Karl’s kühne Gassenschau spielt das neuste Spektakel «RECEPTION», das am Freitag Premiere feiert, auch im Jahr 2025 noch in Dietikon (ZH). Die 87 diesjährigen Vorstellungen bis zum 5. Oktober 2024 sind alle ausverkauft. Der Vorverkauf für nächstes Jahr hat Ende Mai 2024 bereits begonnen. Für die Gassenschau-Mitgründer Brigitt Maag und Paul Weilenmann ist «RECEPTION» die letzte grosse Produktion; ihre Nachfolger heissen Max Merker und Matthias Schoch.
Am Samstag wurde in Zürich zum 48. Mal in verschiedenen Kategorien der Schweizer Unterhaltungspreis Prix Walo vergeben. Für sein Lebenswerk erhielt der Schauspieler Walter Andreas Müller («WAM») den Ehrenpreis. Den Publikumspreis gewann die SRF-Moderatorin/Journalistin Mona Vetsch. Zum ersten Mal wurde mit dem diesjährigen Prix Walo eine Unterhaltungssendung sowohl im Fernsehen SRF als auch via Privatsender ausgestrahlt.
44 Jahre Tour – 4 Solos – 4444 Vorstellungen – und viele Adieus
Die Société Suisse des Auteurs (SSA) hat in Zusammenarbeit mit ProCirque und FARS Stipendien für die Recherche- und Entwicklungsarbeiten von Werken im Bereich der innovativen Zirkuskunst und Strassenkunst vergeben.
SRF wird Partnerin des Veranstalters Show Szene Schweiz und zeigt die Verleihung des 48. Prix Walo live am Samstag, 4. Mai 2024, um 20.10 Uhr. Auch «Star TV», «Blick TV» und «auftanken.TV» zeigen die Show in diesem Jahr erneut. Erstmals wird damit eine grosse Unterhaltungs-Show live sowohl bei SRF als auch bei privaten Anbietern zu sehen sein.
Der am 10. Dezember 1964 in Gränichen geborene Schweizer Zirkuskünstler, Hochseilartist, Extremsportler und Stuntman Alfred Freddy Nock jun. (Bild) ist am 7. Februar 2024 in Uerkheim gestorben. Er entstammte der Circusfamilie Nock und machte seine ersten Erfahrungen auf dem Seil im Alter von vier Jahren. Mit elf Jahren begann er mit dem Hochseillauf. Bereits seine Grosseltern waren Seilläufer. Seit Ende der 1990er-Jahre gelangen Freddy Nock mehr als 20 Weltrekorde. (*)
Nach fast fünf Jahren hat Pro Cirque, der Schweizerische Berufsverband der professionellen Zirkusschaffenden, die Liste der Zirkusschaffenden und StrassenkünstlerInnen in der Schweiz aktualisiert. «Das Verzeichnis ist ein wichtiges Instrument, um zu zeigen, dass unsere Szene lebendig und aktiv ist.», schreibt Pro Cirque. Das Verzeichnis wird zum Preis von 15.- CHF zum Kauf angeboten.